Liebe Leserinnen und Leser, der Blick aus dem Fenster dürfte heute Morgen in weiten Teilen Hessens kaum für Begeisterung gesorgt haben, und auch der weitere Verlauf dieser Woche verspricht zunächst wenig Besserung in puncto Sonnenschein. Wir befinden uns derzeit im Einflussbereich eines ausgedehnten Frontensystems, das zu einem Tiefdruckgebiet bei den Britischen Inseln gehört und nun langsam ostwärts abzieht. Meteorologisch betrachtet bedeutet dies für unser Bundesland eine klassische Pattsituation: Rückseitig dieser Front versucht sich zwar etwas mildere Luft durchzusetzen, doch geschieht dies nur sehr zögerlich, weshalb uns das nasskalte Grau vorerst erhalten bleibt.

Besonders im aktuellen Berufsverkehr ist Vorsicht geboten, denn die meteorologischen Bedingungen sind tückisch. Da die Temperaturen in den frühen Morgenstunden verbreitet in den leichten Frostbereich zwischen null und minus drei Grad absinken, müssen Sie stellenweise mit gefährlicher Glätte durch überfrierende Nässe rechnen. Dies gilt nicht nur für exponierte Brücken, sondern vor allem für die höheren Lagen der Mittelgebirge.
Wer heute im Taunus rund um den Feldberg oder im hohen Vogelsberg unterwegs ist, findet dort teils winterliche Verhältnisse vor. Im weiteren Tagesverlauf präsentiert sich der hessische Himmel dann meist wolkenverhangen. Die Sonne hat kaum Chancen, die dichte Wolkendecke zu durchdringen; allenfalls sporadische Auflockerungen sind möglich, bleiben aber die absolute Ausnahme. Richten Sie sich darauf ein, dass es vor allem am Nachmittag und Abend zeitweise zu Regenfällen kommt, die in ihrer Intensität variieren.

Meteorologisch interessant wird es heute in den Gipfellagen: Oberhalb von etwa 700 bis 800 Metern Höhe geht der Regen in Schneeregen oder Schnee über. Während im Rhein-Main-Gebiet und an der Bergstraße das Thermometer auf nasskalte drei bis sechs Grad klettert, verharrt es in den Kammlagen der Rhön und des Uplands bei Werten um zwei Grad. Ein mäßiger Wind aus südlicher bis südwestlicher Richtung sorgt dafür, dass sich die Luft draußen noch etwas kühler anfühlt.
Ein besonders kritischer Blick richtet sich auf die kommende Nacht zum Dienstag. Die Wolkendecke bleibt dicht und bringt weiteren, gebietsweise schauerartigen Regen. Hier ist erneut Ihre volle Konzentration gefragt: In den Hochlagen fällt weiterhin Schnee oder Schneeregen, was die Straßenverhältnisse rasch verschlechtern kann. Eine spezifische Warnung gilt für Osthessen: Hier besteht eine geringe, aber ernstzunehmende Wahrscheinlichkeit für gefrierenden Regen, der binnen Augenblicken für gefährliches Glatteis sorgen kann. Fahren Sie in diesen Bereichen besonders defensiv. Dazu gesellt sich gebietsweise dichter Nebel, der die Sicht erheblich einschränken kann, während die Tiefstwerte auf drei bis ein Grad, im Bergland sogar bis auf minus zwei Grad sinken.


Auch der Ausblick auf die Wochenmitte verspricht wenig Änderung der Großwetterlage. Der Dienstag wird voraussichtlich von dichten Wolken oder zähem Nebel dominiert, aus dem stellenweise leichter Regen, in den höchsten Lagen auch etwas Schnee fallen kann. Ähnlich trüb gestaltet sich der Mittwoch, der zwar größtenteils trocken bleibt, aber kaum Sonnenstrahlen zulässt. Wir bleiben also vorerst in dieser grauen, spät-herbstlichen Witterung gefangen, weshalb wetterangepasste Kleidung und eine vorsichtige Fahrweise in den kommenden Tagen Ihre besten Begleiter sind.
Das Fazit zur Wetterlage: Wachsamkeit bleibt das Gebot der Stunde
Unterm Strich steht Hessen somit ein klassisch nasskalter Start in die Woche bevor, der vor allem Pendler und Autofahrer in den Höhenlagen auf die Probe stellen wird. Wir befinden uns in einer typischen Übergangsphase, in der der Winter im Hohen Vogelsberg oder auf der Wasserkuppe bereits anklopft, sich in den Tälern von Main und Fulda aber noch nicht gegen die milde Luft durchsetzen kann. Für Sie bedeutet das konkret: Planen Sie morgens etwas mehr Zeit ein und unterschätzen Sie nicht die Gefahr von überfrierender Nässe, sobald Sie in höhere Lagen fahren. Da sich die Sonne auch in den kommenden Tagen rar machen wird, bleiben Regenschirm und eine defensive Fahrweise vorerst Ihre wichtigsten Begleiter. Wir behalten insbesondere die Glatteissituation in Osthessen für Sie im Auge.
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