Moin, Norddeutschland! Der Samstag präsentiert sich von seiner ungemütlichen Seite. Tief “Doreen” hat uns fest im Griff und schaufelt kühle, feuchte Meeresluft in den Norden. Die Folge: Eine klassische Schauerwetterlage. Wir müssen uns auf einen ständigen Wechsel aus Sonne, dichten Wolken und Regenschauern einstellen. Örtlich kann es auch mal blitzen und donnern. Besonders unangenehm macht sich der ruppige Wind bemerkbar, der an den Küsten ordentlich an den Jacken zerrt. Erst am Sonntag deutet sich eine leichte Wetterberuhigung an, wenn sich vorübergehend Zwischenhocheinfluss bemerkbar macht.
- Schauer-Lotterie: Wechselhaftes Wetter dominiert das Wochenende in ganz Norddeutschland. Sonnige Abschnitte wechseln sich mit teils kräftigen Schauern und einzelnen Gewittern ab.
- Sturmböen an den Küsten: Ein starker bis stürmischer Südwest- bis Westwind peitscht die Küsten von Nord- und Ostsee, teils mit schweren Sturmböen. Auch im Binnenland frischt der Wind zeitweise stark auf.
- Kühler Samstag, etwas wärmerer Sonntag: Nach einem eher unterkühlten Samstag klettern die Temperaturen am Sonntag leicht nach oben, bleiben aber für Mitte Mai weiterhin verhalten.


So wird das Wetter im Norden am Samstag und Sonntag
Schleswig-Holstein & Hamburg: An der Westküste und in Nordfriesland pfeift der Wind heute besonders kräftig. Ein stürmischer Südwestwind treibt immer wieder Schauer von der Nordsee ins Land, die lokal von Blitz und Donner begleitet sein können. In Dithmarschen und an der Unterelbe bleibt es ähnlich unbeständig. Etwas freundlicher und trockener zeigt sich der Nachmittag Richtung Ostseeküste und in der Metropolregion Hamburg, wo sich die Sonne häufiger blicken lässt.

Dennoch sind auch hier Regengüsse nicht ausgeschlossen. Die Temperaturen erreichen frische 11 Grad in Niebüll und 14 Grad in Bad Schwartau. In Hamburg klettert das Thermometer auf 13 bis 14 Grad. Der Wind weht frisch bis stark, an den Küsten in Böen auch stürmisch. In der Nacht zum Sonntag beruhigt sich das Wetter allmählich, die Schauer klingen meist ab und der Wind dreht auf Süd. Am Sonntag wird es in Hamburg mit 16 bis 17 Grad wieder etwas milder, auch in Schleswig-Holstein bleibt es bei einem Mix aus Sonne und Wolken überwiegend trocken.
Niedersachsen & Bremen: Auch zwischen Ems und Elbe bestimmt wechselhaftes Schauerwetter den Samstag. In Ostfriesland und entlang der Nordseeküste ist der Wind stark böig, vereinzelt sogar stürmisch. Im Binnenland, rund um Bremen, Hannover und Braunschweig, mischen sich Schauer und kurze sonnige Phasen. Vereinzelt sind Gewitter möglich. Die Temperaturen bewegen sich zwischen 12 Grad an der Küste und 15 Grad in Uelzen, im Oberharz bleibt es bei 6 bis 10 Grad deutlich kühler. Am Sonntag beruhigt sich das Wetter vorübergehend. Im östlichen Niedersachsen, etwa in der Lüneburger Heide, wird es mit bis zu 18 Grad spürbar wärmer, während westlich der Weser weiterhin Schauer durchziehen.

Mecklenburg-Vorpommern: Im Nordosten zeigt sich der Samstag ebenfalls zweigeteilt. Während sich in der Mecklenburger Bucht und rund um Rostock Sonne und Wolken mit Schauern abwechseln, bleibt es im östlichen Vorpommern, etwa auf Rügen und Usedom, freundlicher und meist trocken. Hier klettern die Temperaturen auf 13 bis 16 Grad. Der Wind weht mäßig bis frisch, an der Küste mit teils kräftigen Schauerböen. Der Sonntag verspricht in Mecklenburg-Vorpommern den freundlichsten Tag im Norden: Bei einem Mix aus Sonne und Wolken bleibt es überwiegend trocken. Die Temperaturen steigen auf angenehme 14 bis 18 Grad.

Warum ist das Wetter aktuell im Norden so? Und wird es besser?
Verantwortlich für das turbulente Wetterwochenende ist Tief “Doreen”, das von Skandinavien her feucht-kühle Meeresluft nach Norddeutschland lenkt. Diese labile Luftschichtung begünstigt die Bildung von Schauern und Gewittern (Konvektion). Der kräftige Wind, der besonders an den Küsten für ordentlich Wirbel sorgt, resultiert aus den großen Druckunterschieden zwischen dem Tiefdrucksystem und einem Hochdruckgebiet weiter südlich. Am Sonntag schiebt sich vorübergehend ein Keil dieses Hochs (Zwischenhocheinfluss) über den Norden, was für eine Wetterberuhigung und ein leichtes Ansteigen der Temperaturen sorgt.

Der Wochenstart zeigt sich nach aktuellem Stand zweigeteilt. Während sich der Montag in vielen Regionen trocken und etwas freundlicher präsentiert, zieht ab Dienstag voraussichtlich das nächste Tiefdruckgebiet heran. Dann stehen erneut Schauer und teils kräftiger Wind auf dem Programm. Die Temperaturen pendeln sich auf ein für Mitte Mai eher durchschnittliches Niveau ein.
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