Der späte November zeigt sich am heutigen Mittwoch, dem 26. November 2025, von seiner ruhigen, wenngleich oft trüben Seite. Verantwortlich hierfür ist ein steigender Hochdruckeinfluss, der die Luftmassen über Hessen zwar zunehmend abtrocknet, aber noch nicht stark genug ist, um die tief hängende Bewölkung vollständig aufzulösen.
Wenn Sie heute Morgen in den Landkreisen Fulda oder im Hochsauerlandkreis unterwegs waren, dürften Sie die kalte Luft bereits deutlich gespürt haben, denn im Bergland und dessen Tallagen herrschte gebietsweise bereits leichter Frost. Diese Entwicklung markiert einen Übergang zu einer stabileren, aber winterlich anmutenden Wetterphase, bei der Sie sich auf dichte Wolkenfelder und nur sporadische Lichtblicke einstellen müssen.

Die meteorologische Situation gestaltet sich heute im gesamten Bundesland überwiegend grau. Ein zäher Hochnebeldeckel liegt über weiten Teilen der Region, vom nordhessischen Bergland bis hinunter in die Ebenen des Rhein-Main-Gebiets. Während es in Städten wie Frankfurt, Darmstadt oder Wiesbaden bei Höchstwerten zwischen 2 und 5 Grad noch nasskalt bleibt, herrscht in den Kammlagen der Mittelgebirge bereits eine andere Realität.
Auf der Wasserkuppe in der Rhön, am Großen Feldberg im Taunus oder im Upland müssen Sie sich auf Werte um den Gefrierpunkt einstellen; in den exponierten Gipfellagen hält sich sogar leichter Dauerfrost bis minus 1 Grad. Zwar fällt nur noch ganz vereinzelt etwas Regen oder Schneeregen – und im höheren Bergland ein paar Schneeflocken –, doch meist bleibt es niederschlagsfrei. Der Wind spielt dabei keine große Rolle; er weht nur schwach aus unterschiedlichen Richtungen und verstärkt das Gefühl der statischen, ruhigen Herbsttristesse.

In der Nacht zum Donnerstag sollten Sie besondere Vorsicht walten lassen, falls Sie noch mit dem Auto unterwegs sind. Die Wolkendecke bleibt zwar überwiegend geschlossen, was eine extrem starke Auskühlung verhindert, doch sinken die Temperaturen verbreitet in den Frostbereich. Wir erwarten Tiefstwerte zwischen 0 und minus 3 Grad. Besonders in den waldreichen Gebieten des Vogelsbergs oder im Odenwald kann sich zudem örtlich Nebel bilden, der in Kombination mit den Minustemperaturen für Reifglätte sorgen könnte. Es ist jene Zeit des Jahres, in der die Straßenverhältnisse oft tückischer sind, als der erste Blick vermuten lässt.

Der morgige Donnerstag setzt diesen Trend der ruhigen Hochdrucklage fort. Oftmals starten wir stark bewölkt oder neblig-trüb in den Tag. Dennoch bestehen berechtigte Hoffnungen, dass die Sonne zumindest regional – etwa wenn der Wind die Wolken am Rand der Mittelgebirge etwas aufreißt – kurzzeitig zum Vorschein kommt. Es bleibt trocken, doch die Temperaturen verharren auf einem Niveau, das warme Kleidung unabdingbar macht: Die Höchstwerte erreichen maximal 1 bis 6 Grad, während die Nächte frostig bleiben.

Erst zum Freitag deutet sich eine leichte Änderung an. Zwar bleibt es meist dicht bewölkt, doch könnte im Tagesverlauf von Nordwesten her, etwa über Waldeck-Frankenberg, leichter Regen aufziehen, der die Frostgrenze wieder etwas ansteigen lässt. Bis dahin dominiert jedoch das stille, kühle Grau, das für den hessischen Spätherbst so charakteristisch ist.
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