Am Donnerstag bestimmt ein ausgedehntes Hochdruckgebiet das Wettergeschehen in weiten Teilen der westlichen und zentralen Bundesrepublik. Zunächst strömt trockene Festlandluft ein, die tagsüber für viel Sonnenschein und deutliche Erwärmung sorgt. Nach Sonnenuntergang kühlt die Luftmasse bei unbewölktem Himmel jedoch rasch aus, was zu teils frostigen Nächten führt. Im weiteren Verlauf dreht die Höhenströmung leicht, wodurch in den nördlicheren Gebieten feuchtere Luftmassen herangeführt werden. Nennenswerte Niederschläge werden in den kommenden Tagen nicht erwartet.
Die Großwetterlage ohne viel Tamtam.
Mitteleuropa liegt aktuell auf der Ostflanke eines massiven, blockierenden Potenzialrückens, der von Nordwestafrika über die Nordsee bis zur Norwegischen See reicht. Flankiert wird diese Omegalage von einem quasistationären Tiefdruckgebiet südwestlich von Irland sowie einem weitreichenden Höhentrog über dem Balkan. Das Zentrum des zugehörigen Bodenhochs verlagert sich allmählich in Richtung der westlichen Nordsee. Trotz der leichten Verlagerung bleibt der antizyklonale Einfluss stark genug, um aufziehende Frontensysteme abzuwehren und für störungsfreies Wetter zu sorgen.

Die vorliegende Blockierungslage ist ein klassisches Beispiel für langanhaltendes, ruhiges Hochdruckwetter. Eine starke kurzwellige Einstrahlung am Tag kombiniert mit ungehinderter langwelliger Ausstrahlung in der Nacht sorgt für eine markante diurnale Temperaturamplitude. Zwar wird mit der Winddrehung auf Nordwest in den unteren Troposphärenschichten etwas maritime Feuchte advehiert, die ausgeprägte Subsidenz im Kernbereich des Hochs unterdrückt jedoch jegliche vertikale Wolkenentwicklung effektiv.
Regionale Vorhersagen für den heutigen Donnerstag
Nordrhein-Westfalen: Zwischen der Kölner Bucht und dem Münsterland dominiert am Donnerstag sonniges Wetter, lediglich in den nördlichen Abschnitten startet der Tag lokal neblig-trüb. Die Temperaturen erreichen 17 bis 21 Grad, in den Kammlagen des Rothaargebirges werden um 15 Grad gemessen. Der Wind weht schwach bis mäßig aus Nordwest bis Nord. In der Nacht zum Freitag ziehen von der Westfälischen Bucht zunehmend Wolkenfelder auf. Bei Tiefstwerten zwischen 6 und 2 Grad kommt es in Muldenlagen bis -1 Grad zu verbreitetem Bodenfrost.


Hessen: In der Mainmetropole und ihrem Umland sowie rund um die documenta-Stadt Kassel scheint die Sonne ungestört. Die Thermometer steigen auf 18 bis 22 Grad, im Taunuskamm werden 16 Grad erreicht. In der Nacht zum Freitag kühlt es im Edertal und an der mittleren Lahn auf 4 bis 1 Grad ab. In exponierten Senken sind bis zu -2 Grad und Bodenfrost möglich, während sich im Raum Baunatal teils zäher Nebel bildet.
Rheinland-Pfalz: Im Mainzer Becken und entlang der Weinstraße verläuft der Donnerstag wolkenlos und niederschlagsfrei. Die Höchstwerte liegen zwischen 19 und 23 Grad, in den Höhenlagen des Pfälzerwaldes bei 17 Grad. In der Nacht zum Freitag sinken die Temperaturen auf 7 bis 2 Grad. Entlang des tief eingeschnittenen Moseltals und im Neuwieder Becken bildet sich teils dichter Nebel. In den Tälern der Vulkaneifel sinken die Werte auf den Gefrierpunkt, gebietsweise tritt Bodenfrost auf.
Nordbayern: Von der Wagner-Stadt Bayreuth über das Maindreieck bis in die mittelfränkische Metropolregion dominiert strahlender Sonnenschein. Die Höchstwerte erreichen 16 Grad im Vorland des Bayerischen Waldes und bis zu 21 Grad an der Donau. Auf dem Großen Arber werden 9 Grad bei teils frischem Nordwestwind gemessen. In der Nacht zum Freitag kühlt es im Raum Aschaffenburg auf 7 Grad ab, in den Tälern der Fränkischen Alb tritt bei Werten bis zu -1 Grad leichter Frost auf.
Das Fazit ohne viel Fakten
Das ruhige Hochdruckwetter bleibt in den kommenden Tagen erhalten. Tagsüber setzt sich die Erwärmung bei viel Sonnenschein fort, während klare Nächte weiterhin ein hohes Auskühlpotenzial bergen. Ein Wechsel zu einer zyklonalen, niederschlagsreichen Wetterlage ist vorerst nicht zu erwarten.
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