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Warum heute Schauer, Gewitter und Sturmböen möglich sind

Heute ist kein klassischer Sommertag nach dem Motto: Sonne raus, Grill an, fertig. Über Europa ist die Wetterküche deutlich komplizierter. Ein großes Tiefdrucksystem mit dem Namen PEGGY schiebt von Westen her eine Kaltfront langsam nach Deutschland hinein. Diese Front kommt aber nicht flott durch wie ein ICE, sondern eher wie ein Regionalzug mit Signalstörung. Der Grund: Weiter östlich blockiert ein Hochdruckgebiet die Wetterlage. Dadurch staut sich alles ein wenig.

Genau das macht den Tag spannend.

Von Südwesten strömt feuchte Meeresluft zu uns. Diese Luft ist nicht extrem schwül und auch nicht vollgeladen wie bei einer klassischen Hitzewetterlage. Aber sie enthält genug Energie, damit sich aus Regengebieten auch Schauer und einzelne Gewitter entwickeln können. Gleichzeitig weht der Wind in verschiedenen Höhen unterschiedlich stark und aus leicht unterschiedlichen Richtungen. Stellen Sie sich das wie mehrere Luftschichten vor, die nicht sauber übereinanderlaufen, sondern gegeneinander arbeiten. Für Gewitter ist das wie ein Fitnessstudio: Sie können sich dadurch besser organisieren.

Heute ist kein klassischer Sommertag nach dem Motto: Sonne raus, Grill an, fertig. Über Europa ist die Wetterküche deutlich komplizierter. Ein großes Tiefdrucksystem mit dem Namen PEGGY schiebt von Westen her eine Kaltfront langsam nach Deutschland hinein. Diese Front kommt aber nicht flott durch wie ein ICE, sondern eher wie ein Regionalzug mit Signalstörung. Der Grund: Weiter östlich blockiert ein Hochdruckgebiet die Wetterlage. Dadurch staut sich alles ein wenig.
Ein sommerliches Sturmtief mit Zentrum über Schottland bestimmt am Donnerstag das Wetter in Süddeutschland. Hinter seiner im Tagesverlauf ostwärts ziehenden Kaltfront strömt frische Atlantikluft ein. In Alpennähe macht sich zudem ein weiteres Tief über Oberitalien bemerkbar.

Die erste Zone liegt direkt an der Kaltfront. Dort kann es schauerartig regnen, dazu sind einzelne Gewitter möglich. Meist geht es dabei um Starkregen, stürmische Böen und kleinen Hagel. Also kein flächendeckendes Unwetter für alle, aber lokal kann es durchaus ruppig werden.

Heute ist kein klassischer Sommertag nach dem Motto: Sonne raus, Grill an, fertig. Über Europa ist die Wetterküche deutlich komplizierter. Ein großes Tiefdrucksystem mit dem Namen PEGGY schiebt von Westen her eine Kaltfront langsam nach Deutschland hinein. Diese Front kommt aber nicht flott durch wie ein ICE, sondern eher wie ein Regionalzug mit Signalstörung. Der Grund: Weiter östlich blockiert ein Hochdruckgebiet die Wetterlage. Dadurch staut sich alles ein wenig.
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Interessanter wird es hinter der Front im Westen und später auch im Norden. Dort können die Wolken kurz auflockern. Kommt dann etwas Sonne dazu, wird die Luft von unten angeheizt. Oben ist es gleichzeitig ziemlich kalt. Warme Luft unten, kalte Luft oben – das ist für die Atmosphäre ungefähr so, als würde man einen Topf auf den Herd stellen: Es beginnt zu blubbern. Dann können sich kräftigere Schauer und Gewitter bilden.

Die größte Unsicherheit ist genau diese Sonneneinstrahlung. Bleibt es lange grau, fehlt den Gewittern der Treibstoff. Kommt die Sonne zur richtigen Zeit heraus, können einzelne Gewitter deutlich kräftiger werden. Dann wären vor allem schwere Sturmböen das Hauptthema. In sehr ungünstigen Fällen sind auch kurzlebige, kleinräumige Wirbel nicht völlig ausgeschlossen. Das ist kein Grund zur Panik, aber ein Grund, den Himmel und das Radar heute ernst zu nehmen.

Am ehesten im Blick behalten sollte man einen Streifen von NRW und Niedersachsen über Nordhessen bis Richtung Sachsen-Anhalt, Vorpommern und Nordbrandenburg. Auch im Südosten, also in Teilen Bayerns, Sachsens und der Lausitz, können später einzelne Gewitterlinien entstehen. Dort wird es zuvor teils noch sommerlich warm mit 23 bis 27 Grad, während sonst meist 18 bis 23 Grad erreicht werden.

Auch abseits der Gewitter frischt der Wind auf. In freien Lagen kann es kräftige Böen geben, im Bergland auch stürmische Böen. Wer also Gartenmöbel, Sonnenschirme oder leichte Gegenstände draußen stehen hat, sollte lieber einmal mehr sichern. Die Atmosphäre hat heute zwar keinen kompletten Wutanfall geplant – aber sie ist gereizt genug, um lokal ordentlich auszuteilen.

Die Wettergefahren im Detail: Nicht jeder bekommt etwas ab

Am heutigen Donnerstag muss man beim Wetter genauer hinschauen. Es wird nicht überall gleichzeitig krachen, und es trifft auch nicht jeden Ort. Aber dort, wo sich kräftige Schauer oder Gewitter bilden, kann es kurzzeitig ziemlich ungemütlich werden.

Das Hauptthema ist heute der Wind. Viele Gewitter können kräftige Böen mitbringen, meist aus Südwest. Dabei sind Böen zwischen 70 und 85 km/h wahrscheinlich. Das reicht bereits, um lose Gegenstände im Garten, auf dem Balkon oder an Baustellen herumzuschieben. Sonnenschirme, leichte Gartenmöbel, Mülltonnen oder Blumentöpfe sollten also besser gesichert werden.

Heute ist kein klassischer Sommertag nach dem Motto: Sonne raus, Grill an, fertig. Über Europa ist die Wetterküche deutlich komplizierter. Ein großes Tiefdrucksystem mit dem Namen PEGGY schiebt von Westen her eine Kaltfront langsam nach Deutschland hinein. Diese Front kommt aber nicht flott durch wie ein ICE, sondern eher wie ein Regionalzug mit Signalstörung. Der Grund: Weiter östlich blockiert ein Hochdruckgebiet die Wetterlage. Dadurch staut sich alles ein wenig.
Heute ist kein klassischer Sommertag nach dem Motto: Sonne raus, Grill an, fertig. Über Europa ist die Wetterküche deutlich komplizierter. Ein großes Tiefdrucksystem mit dem Namen PEGGY schiebt von Westen her eine Kaltfront langsam nach Deutschland hinein. Diese Front kommt aber nicht flott durch wie ein ICE, sondern eher wie ein Regionalzug mit Signalstörung. Der Grund: Weiter östlich blockiert ein Hochdruckgebiet die Wetterlage. Dadurch staut sich alles ein wenig.

Vereinzelt können die Gewitter noch kräftiger ausfallen. Dann sind auch schwere Sturmböen um 95 km/h möglich. In solchen Fällen können größere Äste abbrechen, auf Straßen Hindernisse liegen oder der Verkehr kurzzeitig gefährlich werden. Besonders unangenehm ist: Diese Böen kommen oft plötzlich. Eben ist es noch nur grau und windig, wenige Minuten später rauscht eine kräftige Zelle durch.

Dazu kommt Starkregen. Lokal können innerhalb kurzer Zeit bis zu 20 Liter Regen pro Quadratmeter fallen. Das klingt auf dem Papier harmloser, als es draußen wirkt. Wenn so viel Wasser in einer Stunde herunterkommt, können Straßen kurzzeitig überflutet werden, Gullys überlaufen und Unterführungen oder Senken voll Wasser stehen. Wer unterwegs ist, sollte also nicht nach dem Motto „wird schon passen“ durch größere Wasserflächen fahren.

Auch kleiner Hagel ist möglich. Meist bleibt es bei kleinkörnigem Hagel, der eher laut als gefährlich ist. Trotzdem kann er in kräftigen Schauern die Sicht verschlechtern und Straßen rutschig machen.

In einzelnen Fällen kann es auch unwetterartig werden. Dann wären sogar orkanartige Böen um 110 km/h nicht ausgeschlossen. Außerdem gibt es ein kleines, aber ernstzunehmendes Risiko für kurzlebige Tornados. Das bedeutet nicht, dass verbreitet Tornados auftreten. Es heißt aber: Die Atmosphäre besitzt heute in manchen Regionen genug Drehung und Dynamik, damit sich in einer kräftigen Gewitterzelle kurzzeitig ein Wirbel bilden könnte.

Fazit der Geschichte

Die wichtigste Botschaft lautet daher: Heute nicht nur auf die Warnkarte schauen, sondern auch auf den Himmel und das Radar. Gewitter sind keine sauber gezogenen Linien auf einer Landkarte. Sie benehmen sich eher wie schlecht gelaunte Gäste auf einer Gartenparty: Manche ziehen vorbei, andere stehen plötzlich mitten im Raum.

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Angelo D Alterio

Angelo D'Alterio analysiert seit dem Jahr 2013 komplexe Wetterlagen mit Schwerpunkt auf Synoptik, Gewitterlagen, Starkregen und der Erstellung regionaler Unwetterwarnungen. Im Jahr 2015 war er Mitgründer der Unwetteralarm Schweiz GmbH. Bis zu seinem Ausscheiden im Jahr 2021 war er dort als Chef-Meteorologe für die fachliche Bewertung von Wetterlagen und Warnsituationen mitverantwortlich. Heute leitet Angelo D'Alterio die Fachredaktion der Meteozentrale. Sein Schwerpunkt liegt auf der Auswertung von Wettermodellen, Radar- und Nowcastingdaten sowie der verständlichen Einordnung von Wettergefahren für Deutschland, insbesondere für Hessen und angrenzende Regionen. Aktuelle Wetter-Einschätzungen und fachliche Updates veröffentlicht Angelo D'Alterio regelmäßig über die Meteozentrale sowie auf seinen öffentlichen Profilen bei LinkedIn, Twitter/X, Facebook, Threads, Instagram und TikTok. More »
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