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Extreme Hitze bringt zum Wochenstart kräftige Gewitter

Der Sommer zeigt sich am heutigen Montag von seiner extremsten Seite. Während eine außergewöhnliche Hitzewelle mit Temperaturen von bis zu 38 Grad über die Mitte und den Süden Deutschlands rollt, steigt am Nachmittag die Gefahr für teils schwere…

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Der Sommer zeigt sich am heutigen Montag von seiner extremsten Seite. Während eine außergewöhnliche Hitzewelle mit Temperaturen von bis zu 38 Grad über die Mitte und den Süden Deutschlands rollt, steigt am Nachmittag die Gefahr für teils schwere Gewitter. Für Ihren Alltag bedeutet das eine erhebliche Kreislaufbelastung und plötzlich einsetzenden Starkregen auf den Straßen.

Wenn die Hitze zur Belastungsprobe wird

Am heutigen Montag spaltet sich das Wetter in West- und Süddeutschland spürbar auf. Während sich der Norden Nordrhein-Westfalens über eine thermisch moderate, also angenehm warme Luftmasse freuen darf, schwitzen die Menschen in Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Nordbayern unter einer drückenden, tropischen Luftmasse.

Verantwortlich für dieses hochsommerliche Szenario ist das kräftige Hochdruckgebiet namens Hartmut, dessen Zentrum mit einem hohen Luftdruck von über 1033 Hektopascal über der Nordsee liegt. Ein Hochdruckgebiet ist ein Bereich, in dem Luft absinkt, sich dabei erwärmt und Wolken auflöst – eigentlich ein Garant für ruhiges Wetter.

Diese heißen Luftmassen – also riesige Luftkörper, die sich über weite Strecken erstrecken und einheitliche Eigenschaften in Temperatur und Feuchtigkeit aufweisen – verharren zäh über uns. In Ballungsräumen und Tälern klettern die Temperaturen auf außergewöhnlich hohe Werte, die für Ende Juni extrem ungewöhnlich sind und vor allem durch ihre Andauer zu einer echten Belastung werden.

Warum die Luft über unseren Köpfen regelrecht brodelt

Verantwortlich für dieses hochsommerliche Szenario ist das kräftige Hochdruckgebiet namens Hartmut, dessen Zentrum mit einem hohen Luftdruck von über 1033 Hektopascal über der Nordsee liegt. Ein Hochdruckgebiet ist ein Bereich, in dem Luft absinkt, sich dabei erwärmt und Wolken auflöst – eigentlich ein Garant für ruhiges Wetter.

Der Sommer zeigt sich am heutigen Montag von seiner extremsten Seite. Während eine außergewöhnliche Hitzewelle mit Temperaturen von bis zu 38 Grad über die Mitte und den Süden Deutschlands rollt, steigt am Nachmittag die Gefahr für teils schwere Gewitter. Für Ihren Alltag bedeutet das eine erhebliche Kreislaufbelastung und plötzlich einsetzenden Starkregen auf den Straßen.
Das Hochdruckgebiet sorgt in ganz Mittel und Südeuropa für Hitze. Sogar in London!

Doch am Südrand dieses Hochs lagert so viel Feuchtigkeit und Wärme am Boden, dass die Luftschichtung extrem labil wird. Das bedeutet, dass die heiße Luft am Erdboden wie ein Heißluftballon rasant nach oben steigen möchte, weil sie viel leichter ist als die kalte Luft in der Höhe. Meteorologen messen dieses Aufwind-Potenzial mit dem sogenannten CAPE-Wert, der heute als hochexplosiver Treibstoff für mächtige Gewitterwolken dient.

Da gleichzeitig die sogenannte Windscherung – also die Änderung von Windrichtung und Windgeschwindigkeit in verschiedenen Höhenstufen – fast völlig fehlt, können sich die entstehenden Gewitterzellen kaum vorwärtsbewegen. Sie entstehen, wachsen rasant an und regnen sich dann träge genau an Ort und Stelle aus. Für Sie bedeutet das: Während an einem Ort sprichwörtlich die Welt untergeht, bleibt es nur wenige Kilometer weiter völlig trocken und sonnig.

Mäßige Wärme an der Ruhr und drückende Schwüle im Süden von NRW

In Nordrhein-Westfalen zeigt sich heute ein deutliches Temperaturgefälle von Nord nach Süd. Im Münsterland, etwa in Steinfurt, bleibt es mit angenehmen 28 Grad verhältnismäßig mild, während das östliche Ruhrgebiet um Ahlen und Paderborn bei 29 Grad schwitzt. Je weiter man jedoch nach Süden blickt, desto heißer wird es:

Die Temperatur legt in den ersten Stunden spürbar zu und erreicht ihren höchsten Wert von rund 33 Grad heute um 17:00 Uhr. Die gefühlte Temperatur kann zeitweise höher liegen, im Maximum bei ungefähr 35 Grad.

In Essen klettert das Thermometer auf 30 Grad, während die Kölner Bucht und Bonn schweißtreibende 32 Grad erwarten müssen. Selbst in den höheren Lagen des Sauerlandes, wie am Rande von Willingen, werden heiße 27 Grad gemessen. Am Nachmittag können sich vor allem über dem südlichen Bergland einzelne Hitzegewitter mit lokalem Starkregen entwickeln.

Hessen schwitzt bei Werten von bis zu 37 Grad

In Hessen teilt sich das Wetter am Montag ebenfalls in zwei spürbare Zonen. Im Norden, rund um die nordhessische Senke nahe Kassel und im Werra-Tal bei Eschwege, zeigt sich der Himmel heiter bis wolkig bei immerhin noch heißen 30 Grad. Ganz anders im dichten Frankfurter Umland, entlang der Mainebene und im Hessischen Ried um Darmstadt: Hier klettert das Quecksilber auf bis zu 35 oder sogar 37 Grad, was zu einer extremen Wärmebelastung führt.

Temperaturseitig kippt der Trend eher nach unten: Zu Beginn werden im Mittel rund 35 °C erreicht, in der hinteren Phase sind es etwa 27 °C. Das spricht für eine merkliche Abkühlung statt für einen stabilen Wärmelauf.

Der wärmste Tag wird derzeit für Sa, 27.06. mit etwa 40 °C berechnet. Die kühlste Nacht liegt nach aktuellem Stand bei etwa 15 °C in der hinteren Trendphase. Sommertage mit mindestens 25 °C tauchen 10-mal auf; daraus entsteht ein alltagstaugliches Wärmesignal, aber nicht automatisch eine durchgehende Hitzelage.

Am Nachmittag bilden sich über den Mittelgebirgen wie dem Vogelsberg oder der Rhön vereinzelt Hitzegewitter, die punktuell für heftigen Starkregen sorgen können, während es in den Tälern meist sonnig und trocken bleibt.

Siedepunkt an der Mosel und Unwetterpotenzial im Pfälzerwald

Rheinland-Pfalz und das Saarland sind heute die absoluten Hitze-Hotspots Deutschlands. Im tief eingeschnittenen Moseltal um Trier sowie an der Nahe bei Bad Kreuznach werden schweißtreibende 35 Grad gemessen, während das Saarland rund um Saarlouis mit 36 Grad den Siedepunkt erreicht.

Diese extreme Hitze geht mit einer drückenden Schwüle einher, die am Nachmittag vor allem über dem Pfälzerwald und auf den rauen Eifelhöhen in teils kräftigen Hitzegewittern mündet. Dabei besteht die Gefahr von lokalem Starkregen mit Mengen von bis zu 25 Litern pro Quadratmeter in kürzester Zeit, kleinem Hagel und stürmischen Böen. Örtlich sind sogar unwetterartige Entwicklungen mit heftigem Starkregen von über 30 Litern nicht ganz ausgeschlossen.

Viel Sonne im Maindreieck und Quellwolken über den fränkischen Höhen

In Nordbayern dominiert zunächst der Sonnenschein, doch auch hier gerät das Wetter im Tagesverlauf ins Wanken. Im fränkischen Weinland rund um das Maindreieck bei Würzburg werden heiße 35 Grad erreicht, während die mittelfränkische Metropolregion um Nürnberg mit 34 Grad kaum kühler is.

Auf den Höhen des Fichtelgebirges um Selb bleibt es mit 28 Grad etwas erträglicher, während auf dem Großen Arber im Bayerischen Wald angenehme 23 Grad gemessen werden. Ab den Mittagsstunden steigt insbesondere in den Mittelgebirgen das Risiko für kräftige Gewitter deutlich an, da die Gebirgskämme die aufsteigende Luft wie eine Rampe zusätzlich nach oben zwingen und die Wolkenbildung beschleunigen.

Unser Fazit und der wichtigste Tipp für heute

Wir erleben heute einen für Ende Juni ungewöhnlich heißen und energetischen Sommeralltag, der von uns erhöhte Aufmerksamkeit fordert. Die Wetterlage beruhigt sich erst in der Nacht zum Dienstag spürbar, wenn die Gewitteraktivität durch das Fehlen der wärmenden Sonnenstrahlung rasch in sich zusammenfällt und ein Schutzeffekt in der Atmosphäre wie ein unsichtbarer Deckel wirkt.

Für den heutigen Nachmittag lohnt sich deshalb ein regelmäßiger Blick auf das Regenradar: Da die Gewitter nicht flächig ziehen, sondern als isolierte, pulsierende Zellen auftreten, entscheidet oft ein Abstand von wenigen Kilometern darüber, ob Sie völlig trocken nach Hause kommen oder in ein schweres Unwetter geraten.

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