Liebe Leserinnen und Leser, die kalte Jahreszeit klopft heute nicht nur an die Tür, sondern tritt vielerorts in Hessen bereits selbstbewusst über die Schwelle. Polare Meeresluft hat unser Bundesland fest im Griff und bestimmt das aktuelle Wettergeschehen maßgeblich.
Rückseitig eines abziehenden Tiefdruckgebiets über Norddeutschland geraten wir allmählich unter schwachen Hochdruckeinfluss, doch bis sich dieser stabilisierende Effekt durchsetzt, müssen wir uns auf turbulente Stunden einstellen. Bis in den heutigen Vormittag hinein sollten sich Verkehrsteilnehmer insbesondere in Nordhessen auf winterliche Straßenverhältnisse gefasst machen.

Hier fällt gebietsweise Schnee, der in Lagen oberhalb von etwa 400 Metern – etwa im Upland oder am Hohen Meißner – sogar für die Bildung einer dünnen Neuschneedecke ausreicht. Doch auch in tieferen Lagen ist Vorsicht geboten: Streckenweise Glätte durch überfrierende Nässe oder Schneematsch kann den morgendlichen Berufsverkehr empfindlich stören.
Im weiteren Tagesverlauf präsentiert sich das Wetter zweigeteilt. Während es am Vormittag aus dichten Wolken noch recht häufig leicht schneit oder regnet, zieht das Niederschlagsgebiet zügig Richtung Thüringen und Bayern ab. Was folgt, ist eine spürbare Beruhigung der Atmosphäre. Besonders die Bewohner zwischen Weser und Werra dürfen sich freuen: Hier reißt die Wolkendecke am Nachmittag auf und beschert der Region bis zu vier Sonnenstunden – ein willkommener Lichtblick in der trüben Novemberstimmung. Die Temperaturen erreichen dabei Höchstwerte zwischen nasskalten +2 Grad in den Tälern und bis zu +7 Grad im Rhein-Main-Gebiet. Auf der Wasserkuppe hingegen herrscht bei -2 Grad leichter Dauerfrost.

Doch die Entspannung ist nur vorübergehend. In der Nacht zum Freitag kühlt es bei aufklarem Himmel empfindlich ab. In Südhessen sind vereinzelt noch Schnee- oder Graupelschauer möglich, die örtlich erneut für Glätte sorgen können. Verbreitet müssen wir uns auf Frost einstellen, mit Tiefstwerten zwischen 0 und -3 Grad, im Bergland sogar noch darunter.
Zudem bildet sich örtlich dichter Nebel, der die Sichtverhältnisse auf den Straßen zusätzlich erschwert. Wer am frühen Freitagmorgen unterwegs ist, sollte also unbedingt mehr Zeit einplanen und den Eiskratzer griffbereit halten. Zum Wochenende hin erwartet uns dann ein Mix aus wolkigen und gering bewölkten Phasen, wobei die Nächte mit Werten bis zu –8 Grad im Bergland klirrend kalt bleiben.
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