Panorama

Steht das Weihnachtswetter fest? Warum die Modelle nun auf eine Blockade setzen.

Lange Zeit herrschte in den Wettercomputern Uneinigkeit, doch nun scheinen sich die Puzzleteile für die kommenden Feiertage zusammenzufügen. Die Vorhersagemodelle haben ihre “Wankelmütigkeit” abgelegt und präsentieren Ihnen eine überraschend einheitliche Lösung, die für Liebhaber von klassischem Winterwetter durchaus Hoffnung bietet – wenn auch mit Einschränkungen. Bevor wir jedoch den Blick auf die Bescherung richten, müssen wir kurz das aktuelle Geschehen betrachten, denn auch die kommenden 48 Stunden halten noch ein kleines meteorologisches Intermezzo bereit.

Lange Zeit herrschte in den Wettercomputern Uneinigkeit, doch nun scheinen sich die Puzzleteile für die kommenden Feiertage zusammenzufügen. Die Vorhersagemodelle haben ihre "Wankelmütigkeit" abgelegt und präsentieren Ihnen eine überraschend einheitliche Lösung, die für Liebhaber von klassischem Winterwetter durchaus Hoffnung bietet – wenn auch mit Einschränkungen. Bevor wir jedoch den Blick auf die Bescherung richten, müssen wir kurz das aktuelle Geschehen betrachten, denn auch die kommenden 48 Stunden halten noch ein kleines meteorologisches Intermezzo bereit.
Die Luftdruckverteilung über Europa am Mittwoch. Ein kleines Tief kommt ins Spiel und bringt etwas Regen im Nordwesten

Das kurze Vorspiel: Tief LEON und die Frontenreste

In der kurzfristigen Perspektive bleibt uns die Zweiteilung noch erhalten. Ein Tiefdruckausläufer versucht zur Wochenmitte, von Westen her Fuß zu fassen. Doch die Wetterregie bleibt streng: Ein Hoch im Osten blockiert das Vorankommen fast vollständig.

Für Sie im Saarland oder der Eifel bedeutet dies zunächst noch viele Wolken und hier und da etwas Regen, da die Frontenreste hier “ausgequetscht” werden. Weiter östlich, etwa in der Uckermark oder der Lausitz, bleibt es dagegen oft trocken, teils neblig-trüb, teils aber auch aufgelockert.

Lange Zeit herrschte in den Wettercomputern Uneinigkeit, doch nun scheinen sich die Puzzleteile für die kommenden Feiertage zusammenzufügen. Die Vorhersagemodelle haben ihre "Wankelmütigkeit" abgelegt und präsentieren Ihnen eine überraschend einheitliche Lösung, die für Liebhaber von klassischem Winterwetter durchaus Hoffnung bietet – wenn auch mit Einschränkungen. Bevor wir jedoch den Blick auf die Bescherung richten, müssen wir kurz das aktuelle Geschehen betrachten, denn auch die kommenden 48 Stunden halten noch ein kleines meteorologisches Intermezzo bereit.
Heute Abend bis in die Nacht kann es im Westen etwas Regen geben

Am Donnerstag meldet sich dann kurzzeitig der Atlantik zu Wort. Das Orkantief LEON, das südlich von Island seine Bahnen zieht, lässt den Wind an der Küste, etwa auf Rügen oder in Nordfriesland, spürbar aufleben. Doch LEON ist nur ein “Papiertiger” für unser Festlandwetter; seine Kraft reicht nicht aus, um die grundlegende Umstellung zu verhindern, die sich nun für die Weihnachtstage abzeichnet.

Die Weihnachtstendenz: “High over Low” statt Westwindautobahn

Die eigentliche Nachricht des Tages ist der Blick auf die mittelfristigen Modelle bis zum 1. Weihnachtsfeiertag. Wir beobachten, dass der Atlantik – sonst der Motor für mildes und nasses Westwetter – zur Ruhe kommt. An seine Stelle tritt eine Konstellation, die Meteorologen als Skandinavienblock bezeichnen.

Lange Zeit herrschte in den Wettercomputern Uneinigkeit, doch nun scheinen sich die Puzzleteile für die kommenden Feiertage zusammenzufügen. Die Vorhersagemodelle haben ihre "Wankelmütigkeit" abgelegt und präsentieren Ihnen eine überraschend einheitliche Lösung, die für Liebhaber von klassischem Winterwetter durchaus Hoffnung bietet – wenn auch mit Einschränkungen. Bevor wir jedoch den Blick auf die Bescherung richten, müssen wir kurz das aktuelle Geschehen betrachten, denn auch die kommenden 48 Stunden halten noch ein kleines meteorologisches Intermezzo bereit.
Nicht alle Modelle sind der Mainung das es an Weihnachten Schnee geben soll. Hier als Beispile Stuttgart

Was bedeutet das für Sie? Über Nordeuropa baut sich ein kräftiges Hochdruckgebiet auf, während gleichzeitig über dem Mittelmeerraum der Luftdruck fällt. Diese Anordnung nennt man in der Fachsprache eine “High over Low”-Lage (Hoch über Tief). Die Folge ist eine Umkehr der üblichen Windverhältnisse: Die Strömung dreht auf Nordost bis Ost. Damit wird der Weg frei für kältere Luftmassen, die pünktlich zum Fest bei uns einsickern.

Wird es weiß oder nur kalt?

Die entscheidende Frage, die Sie sich sicherstellen: Reicht das für Schnee? Die Antwort ist ein vorsichtiges “Vielleicht”. Die Modelle zeigen Signale für Niederschläge bis zum ersten Feiertag. Da die Strömung aus Osten kommt, wäre es kalt genug für Schnee, sofern – und das ist das große Aber – ein Tiefdruckgebiet vom Mittelmeer genügend Feuchtigkeit nach Norden schaufelt.

Allerdings müssen wir die Erwartungen an eine “Eiszeit” dämpfen. Zwar wird es spürbar kälter, doch fehlt im fernen Osten (Russland) aktuell noch das Reservoir an wirklich eisiger Luft, das angezapft werden könnte. Es wird also winterlich kühl, aber voraussichtlich nicht klirrend kalt.

Fazit: Warum der Atlantik keine Chance mehr hat

Die aktuelle Entwicklung ist meteorologisch hochspannend, weil sie eine fundamentale Umstellung der Großwetterlage markiert. Der Grund dafür lässt sich gut mit dem sogenannten NAO-Index erklären.

Der NAO (Nordatlantische Oszillation) beschreibt das Druckverhältnis zwischen dem Islandtief und dem Azorenhoch.

  • Positiver NAO: Starkes Tief bei Island, starkes Hoch bei den Azoren = Wind und Milde vom Atlantik (Westwind).
  • Negativer NAO (aktuelle Prognose): Die Verhältnisse kehren sich um. Der Druck bei Island ist hoch, die westliche Strömung bricht zusammen.

Da das amerikanische Wettermodell nun einen fallenden, negativen NAO-Index berechnet, wird die “High over Low”-Lage gestützt. Das Skandinavienblock-Hoch wirkt wie ein massiver Fels in der Brandung, an dem die milden atlantischen Tiefs einfach abprallen. Wir steuern also auf ein festliches Szenario zu, das eher von ruhiger Kälte aus dem Osten als von stürmischem Regen aus dem Westen geprägt sein wird. Ob Frau Holle tatsächlich mitspielt, entscheidet jetzt das exakte Zusammenspiel zwischen der kühlen Ostluft und der Feuchtigkeit aus dem Süden.

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Peter Richter

Peter M. Richter ist freier Fachjournalist und verfügt über mehr als 25 Jahre Expertise in den Bereichen Lokalnachrichten, Meteorologie und Synoptik. Seit 2021 verstärkt er als profilierter Redakteur die Fachredaktion der Meteozentrale. Hier ist er darauf spezialisiert, komplexe Wetterumschwünge zu analysieren und hochpräzise, datenbasierte Unwetterwarnungen für die Öffentlichkeit und Medienpartner aufzubereiten. Seine Mission ist die strikte Verbindung von fundiertem journalistischen Handwerk mit tiefem meteorologischen Know-how. Mit seinen klaren Vorhersagen sorgt Peter M. Richter dafür, dass Leser und Entscheidungsträger rechtzeitig informiert werden, um die Sicherheit bei extremen Naturgewalten zu gewährleisten. More »
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