Schlagzeilen

Viel Sonnenschein am Donnerstag, doch nachts droht regional leichter Bodenfrost

Zwischen dem Rhein-Ruhr-Gebiet, dem Maintal und dem Bayerischen Wald bestimmt aktuell ein ruhiges Hochdrucksystem das Geschehen. Am Donnerstag steigen die Temperaturen bei reichlich Sonnenschein auf bis zu 19 Grad. In der darauffolgenden Nacht kühlt es jedoch bei meist klarem Himmel rasch ab, sodass in Flusstälern und auf den Höhen der Mittelgebirge verbreitet Frostgefahr besteht. Signifikante Niederschläge werden in den genannten Regionen nicht erwartet.

Hochdruckzone sorgt für viel Sonnenschein

Mitteleuropa befindet sich derzeit unter dem Einfluss einer ausgedehnten Hochdruckzone, die sich vom Atlantik bis nach Osteuropa erstreckt und trockene Festlandsluft heranführt. Über der Nordsee zeigt dieses System eine Schwachstelle, in die ein schwacher Tiefausläufer eingebettet ist. Während sich der Schwerpunkt des Hochs im Tagesverlauf allmählich in Richtung Nordsee verlagert, stützt ein Höhenrücken über der Südhälfte Deutschlands das großräumige Absinken der Luftmassen in der Troposphäre.

pmsl 2026 03 19 0600 12h
Eine Hochdruckzone über Nordeuropa sorgt aktuell für sonniges und ruhiges Wetter in Deutschland

Dies führt zu einer markanten Absinkinversion nahe dem Boden, welche die Wolkenbildung weitgehend unterdrückt und die Windgeschwindigkeiten dämpft. Die nächtliche Auskühlung ist bei aufklarendem Himmel intensiv, wenngleich die sehr trockene Festlandsluft die Nebelneigung auf ein Minimum reduziert.

Regionale Prognosen und Vorhersagen: Sonne und Frost

NRW: Rhein-Ruhr-Gebiet und westfälische Bucht Der Donnerstag beginnt von Köln bis Bielefeld größtenteils sonnig. Im Tagesverlauf ziehen vereinzelt hohe Wolkenfelder auf, es bleibt jedoch durchweg trocken. Die Höchstwerte erreichen milde 16 bis 19 Grad, während in den Hochlagen von Sauerland und Eifel 11 bis 15 Grad erwartet werden.

hessen max 19
Die Höchstwerte der Temperaturen liegen am heutigen Donnerstag je nach Region bei 10 bis 16 Grad
hessen min 16
In der Nacht muss erneut mit Frost gerechnet werden. Vor allem im Norden von Hessen und in Oberbayern.

Der Wind weht schwach und dreht von östlichen auf nordöstliche Richtungen. In der Nacht zum Freitag verdichtet sich die Bewölkung leicht. Die Temperaturen sinken auf 5 bis 2 Grad, in den Senken des Berglandes örtlich auf -1 Grad. Es muss mit Bodenfrost gerechnet werden.

In Hessen erste viel Sonne, am Nachmittag Wolkenfelder

Rhein-Main, Nordhessen und Mittelhessen: Zwischen Kassel, Gießen und Frankfurt dominiert zunächst Sonnenschein, bevor hohe Wolkenfelder den Himmel am Nachmittag leicht eintrüben. Die Thermometer zeigen 16 bis 18 Grad an, in den Gipfellagen von Taunus und Vogelsberg werden 11 bis 15 Grad erreicht.

Der schwache Wind kommt aus nördlichen bis nordöstlichen Richtungen. In der klaren Nacht bilden sich in Flusstälern, etwa an der Lahn oder Fulda, örtlich Nebelfelder. Bei Werten zwischen 5 und -2 Grad tritt verbreitet Bodenfrost auf.

Sonniger Start in den Donnerstag an der Mosel und im Pfälzerwald

Rheinland Pfalz: Moseltal, Rheinhessen und Pfälzerwald Ein sonniger Start erwartet die Regionen zwischen Trier, Mainz und Kaiserslautern. Im weiteren Verlauf machen sich lediglich Schleierwolken bemerkbar, Niederschlag fällt nicht.

trend ttt 5
Der Trend DWD MOSMIX steht in den kommenden Tagen weiterhin auf mild. Wobei der heutige Donnerstag wohl der wärmste Tag der Woche werden wird.

Die Temperaturen klettern auf 16 bis 18 Grad, im Hunsrück und Pfälzerwald auf etwa 14 Grad. Nachts kühlt die Luft merklich ab, entlang von Rhein und Mosel kann sich streckenweise Nebel bilden. Die Tiefstwerte liegen zwischen 5 und 0 Grad, in den Tälern der Eifel sinken sie auf bis zu -1 Grad, was örtlich zu Bodenfrost führt.

In Oberfranken in der Nacht zum Donnerstag Frost bei bis zu -5 Grad

Nordbayern: Mainfranken, Frankenwald und Bayerischer Wald In Gebieten wie Hof und dem Fichtelgebirge starten die Morgenstunden noch mit ausgedehnten Wolkenfeldern. Bis zum Mittag setzt sich die Sonne durch, bevor am Nachmittag lockere Quellwolken entstehen. Am wärmsten wird es in Mainfranken rund um Würzburg mit bis zu 17 Grad. Im Fichtelgebirge werden etwa 10 Grad erreicht, während am Großen Arber lediglich 3 Grad gemessen werden.

Der Nordostwind weht mäßig und frischt zeitweise auf. Die Nacht wird zunächst sternenklar, später ziehen über Oberfranken Wolken auf. Es droht verbreitet leichter Frost bis -5 Grad; frostfrei bleibt es lediglich in den Hochlagen sowie gebietsweise im Raum Aschaffenburg und Würzburg.

Meteoleitstelle Trier 2
Ab dem 25 März scheint die Wetterlage zu kippen und sogar Schnee wird wieder ein Thema. Die 14 Tage Vorschau hier als Beispiel Trier. Weitere Orte können Sie über die Grafik abrufen

Fazit:

Der Hochdruckeinfluss bleibt zum Start in das Wochenende wetterbestimmend. Eine schwache Kaltfront streift am Freitag den Rand der nördlichen Mittelgebirge, bringt jedoch auch dort kaum messbaren Niederschlag. In den übrigen Gebieten hält sich das trockene, teils milde Wetter bei nur leichter Bewölkung, während die Frostgefahr in den klaren Nächten bestehen bleibt.

Keine Unwetterwarnung mehr verpassen!

Unterstützen Sie unsere unabhängige Redaktion: Fügen Sie die Meteozentrale mit nur einem Klick als bevorzugte Nachrichtenquelle in Ihrer Google-Suche hinzu. So erhalten Sie unsere Warnungen bei kritischen Wetterlagen garantiert immer sofort als Erstes.

Bei Google als bevorzugt markieren

Angelo D Alterio

Angelo D'Alterio analysiert seit dem Jahr 2013 professionell komplexe Wetterphänomene. Sein meteorologischer Schwerpunkt liegt auf der Synoptik und der Erstellung präziser Unwetterwarnungen. Im Jahr 2015 war er Mitgründer der Unwetteralarm Schweiz GmbH, wo er bis zu seinem Ausscheiden im Jahr 2021 als Chef-Meteorologe die fachliche Leitung innehatte. In dieser Zeit kooperierte er unter anderem mit dem Meteorologen Jörg Kachelmann, um präzise Unwetterwarnungen für die Schweiz und Deutschland bereitzustellen (dokumentiert im Wikipedia-Eintrag von Kachelmann). Im Anschluss begleitete er maßgeblich den Aufbau der Meteoleitstelle Hessen, wo er bis heute seine Expertise bei der Auswertung lokaler Wettermodelle und der Herausgabe von verlässlichen Unwetterwarnungen einbringt. Aktuelle Wetter-Einschätzungen und fachliche Updates veröffentlicht Angelo D'Alterio regelmäßig auf seinen Profilen bei LinkedIn, Twitter/X, Facebook, Threads, Instagram und TikTok. More »
- Anzeige -
- Anzeige / Empfehlungen -
Schaltfläche "Zurück zum Anfang"