Zwischen einem kräftigen Hoch mit Kern über den Britischen Inseln und flachen Tiefdruckgebieten über Nord- und Osteuropa verbleibt Deutschland in einer festgefahrenen, Hochdruck dominierten Wetterlage. Das „Beton-Hoch“ hält Fronten auf Distanz, drückt die Winde ab und sorgt für eine feuchte, bodennahe Luftmasse. Ergebnis: Hochnebel, Nebel, lokale Sprühregenschauer – Sonne vor allem dort, wo Höhenlagen die Dunstschicht überragen (z. B. Schwarzwaldkamm, Alpenrand). Die Analysekarten zeigen den Hochdruckschwerpunkt weiterhin westlich von Deutschland, mit einem Druckmaximum um 1035 hPa über Irland/Großbritannien.

Wenn Sie heute das Haus verlassen, planen Sie bitte mit trübem Himmel, zeitweilig feuchter Luft und nur kurzen Aufhellungen. Die Temperaturen bleiben herbstlich-mild (meist 14 bis 18 °C). In Tälern und Beckenlagen halten sich Nebelfelder, teils bis in den Mittag. Wer in Baden-Württemberg oder Bayern in die Mittelgebirge oder an den Alpenrand ausweicht, hat die besten Chancen auf sonnige Fenster – oberhalb der Hochnebeldecke.

Das Hoch ändert am Samstag seine Position kaum – und das spüren Sie. In den Ballungsräumen an Rhein und Ruhr, im Raum Hannover, in Hamburg sowie rund um Berlin dominieren erneut tief hängende Wolken mit einzelnen Nieselfeldern. Über der Landesmitte – etwa in Thüringen und Sachsen-Anhalt – bleibt es oft schlicht grau, aber weitgehend trocken. Sonnige Phasen melden am ehesten die Mittelgebirge in Baden-Württemberg und Bayern sowie das Alpenvorland, wenn sich die Nebelbank rechtzeitig zurückzieht. Temperaturtechnisch bleibt alles im milden Korridor: 14 bis 17 Grad in den Niederungen, um 12 Grad auf den Bergen. In klaren Teilen Oberbayerns und im Allgäu ist in der Nacht zuvor leichter Bodenfrost in Senken möglich – schützen Sie empfindliche Kübelpflanzen.

Am Sonntag: Zwischen Ostsee und Lausitz sickert etwas kühlere Luft ein. Das genügt, um die Höchstwerte dort leicht zu dämpfen, das Wetterbild bleibt jedoch vertraut: viel Hochnebel, dazwischen zarte Aufhellungen, punktuell Sprühregen. Von Rheinland-Pfalz über Hessen bis nach Franken und in die Oberpfalz bestehen Chancen auf kurze sonnige Fenster – erneut vor allem oberhalb der Nebeldecke. Im Schwarzwald, auf der Alb und am Alpenrand kann es nochmals freundlich werden. Insgesamt setzen sich herbstlich milde 13 bis 17 Grad durch. Frühmorgens gilt weiter: Nebelbänke respektieren, Abstand halten, Zeitpuffer einplanen.
Fazit – Unsere Einordnung für Sie
Die Wetterlage ist eingefahren – und genau das macht sie planbar. Für Ihre Wege bedeutet das: morgens Nebel einkalkulieren, tagsüber mit trübem Himmel und gelegentlichem Nieseln leben, abends in klaren Lagen an Pflanzen und vereinzelt an Reifglätte denken. Wer Sonne sucht, hat auf den Bergen in Baden-Württemberg und Bayern die besten Karten. Ein markanter Kaltlufteinbruch ist kurzfristig nicht in Sicht; die Hochdruckdominanz bleibt, die Details entscheiden die Tagesqualität.
Kurz-FAQ
Warum ist es trotz Hochdruck so grau?
Weil eine Temperaturumkehr (Inversion) wie ein Deckel wirkt: Feuchte sammelt sich bodennah, Wolkenuntergrenzen bleiben tief – Hochnebel statt Sonne.
Wo habe ich die besten Sonnenchancen?
Auf den Höhen von Schwarzwald, Schwäbischer Alb, Bayerischem Wald und am Alpenrand – oberhalb der zähen Nebeldecke.
Muss ich mit Wintereinbrüchen rechnen?
Nein. Nächte können lokal frisch bis frostnah werden (Senken/Alpentäler), tagsüber bleibt es herbstlich mild ohne markanten Kälteeinbruch.
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