Deutschland befindet sich am Sonntag zwischen einem umfangreichen Tiefdruckkomplex über dem Nordostatlantik und einem flachen Hochkeil über Mitteleuropa. Das sorgt zunächst für ruhiges, warmes Spätsommerwetter – bevor mit Annäherung der Atlantik-Tiefs ab Montag feuchtere und labilere Luft einfließt. Dann steigt das Risiko für Schauer, Gewitter und gebietsweise auch mehrstündigen Starkregen.

Der meteorologische Herbst startet abwechslungsreich. Heute zeigt sich vielerorts nochmals freundlicher Spätsommer mit viel Sonne und lokalen Frühnebelfeldern. Zum Wochenbeginn verlagern sich Schauer- und Gewitterfelder aus Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Saarland und Baden-Württemberg in Richtung Hessen und später weiter zu den mittleren Landesteilen. In der Nacht zum Dienstag öffnet sich ein „Starkregenfenster“, das regional in kurzer Zeit große Mengen bringen kann – mit noch unsicherer Zugbahn.
Heute, Sonntag (07.09.): Sonne nach Frühnebel, spätsommerlich warm
Am Morgen teils Nebel in Baden-Württemberg (u. a. Oberschwaben, Bodensee-Umland) sowie in Tal- und Auenlagen von Bayern und Thüringen; er löst sich im Laufe des Vormittags. Danach oft freundlich mit dünnen Schleierwolken. Höchstwerte häufig 24 bis nahe 30 °C, am wärmsten entlang des Oberrheins, im Rhein-Main-Gebiet und in Teilen von Rheinland-Pfalz; etwas gemäßigter in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Berlin-Brandenburg. Wettergefahren: gering

Montag (08.09.): Übergangstag – erste Gewitter, spürbare Abkühlung
Ab Mittag steigen im Saarland, in Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg die Schauer- und Gewitterchancen. Lokal sind kräftige Zellen mit Platzregen, kleinem Hagel und stürmischen Böen möglich. Richtung Abend greifen die Niederschläge auf Hessen (u. a. Rhein-Main, Nord- und Osthessen) über; im Umfeld der Mittelgebirge können sich Zellen linienartig organisieren. Die Höchstwerte gehen je nach Regenanteil auf etwa 22 bis 26 °C zurück. In der zweiten Nachthälfte vom Südwesten bis zur westlichen Mitte teils gewittriger Starkregen

Hinweis Gefahren: In den betroffenen Bundesländern sind in kurzer Zeit 20–35 l/m² in 6 Stunden möglich; punktuell – bei trainierenden Zellen – auch um 50 l/m². Blitzschlag, Aquaplaning und kurzzeitig eingeschränkte Sicht sind die Hauptthemen.
Dienstag (09.09.): Starkregenfenster am Morgen, nachmittags Gewitter im Nordosten
Am Vormittag hält sich in den mittleren Landesteilen – von Hessen über Thüringen bis Sachsen-Anhalt – noch zeitweise kräftiger Regen, teils mehrstündig. Nachmittags verlagert sich die aktivste Zone mit einzelnen Gewittern eher zu Berlin-Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern, während sich weiter südwestlich die Lage abschwächt. Die genaue Zugbahn ist unsicher; kleine Kursänderungen entscheiden über „viel Regen“ oder „nur Schauer“. Temperaturen meist 18 bis 23 °C, mit den höchsten Werten dort, wo es länger trocken bleibt.

Warum jetzt so wechselhaft?
Mit Annäherung der Atlantik-Tiefs wird die Luft über Deutschland feuchter und labiler. Der Hochkeil, der heute noch für Sonnenschein sorgt, schwächt sich ab; auf der Vorderseite der Tiefs gelangen zunächst noch wärmere, später zunehmend kühlere Luftmassen ins Land. Der wachsende Temperatur- und Feuchte-Kontrast begünstigt Konvektion – Schauer und Gewitter sind die Folge, teils mit Starkregen.
Fazit der Meteoleitstelle
Spätsommer zum Durchatmen heute – gefolgt von einem deutlich lebhafteren Wochenstart. Montag legt die Gewittertätigkeit in Saarland, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg los und erreicht am Abend Hessen. In der Nacht zum Dienstag öffnet sich verbreitet ein Starkregenfenster, Dienstagvormittag liegt der Fokus eher auf den mittleren Landesteilen, am Nachmittag rückt der Nordosten in den Blick. Wer Pendel-, Bau- oder Outdoor-Pläne hat, sollte tagesaktuelle Warnungen checken und flexible Alternativen bereithalten.
FAQ (kurz)
Wie hoch ist das Risiko für Unwetter am Montag?
Lokal sind kräftige Gewitter mit Starkregen möglich – vor allem in Rheinland-Pfalz, Saarland, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und später in Hessen. Punktuell sind in kurzer Zeit 20–35 l/m² drin, selten auch mehr.
Wo ist am Dienstag mit den größten Regenmengen zu rechnen?
Am Vormittag eher in den mittleren Landesteilen (u. a. Hessen, Thüringen, Sachsen-Anhalt). Am Nachmittag verlagert sich das Gewitter-Risiko Richtung Berlin-Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern – mit Modell-Unsicherheiten.
Gibt es heute schon Wettergefahren?
Heute überwiegt ruhiges Spätsommerwetter. Abgesehen von lokal dichtem Frühnebel (bes. Oberschwaben) werden keine markanten Gefahren erwartet.
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