Der heutige Mittwoch markiert eine Art Wetterwende – wenn auch keine, die man sofort mit Sommer, Sonne, Strandbad verbindet. Vielmehr agiert er als Übergang zwischen den kühleren, teils nassen Tagen der letzten Woche und einem deutlich freundlicheren Abschnitt, der ab Donnerstag auf uns wartet.
In der Osthälfte Deutschlands präsentiert sich das Wetter noch unbeständig: dichte Wolken, gelegentliche Schauer und eine eher träge Sonne. Besonders in Regionen wie Leipzig, Dresden und Frankfurt (Oder) sollte man den Regenschirm noch nicht zu weit weglegen. Ganz anders zeigt sich das Wetter im Westen und Nordwesten – etwa in Köln, Osnabrück oder an der Nordseeküste – hier bleiben die Schirme heute trocken, dafür ist Sonnencreme eine Überlegung wert.
Von Helgoland bis Allgäu: Temperatur mit regionaler Note
Die Frühwerte zeigen bereits, wie groß die Unterschiede am Morgen waren: Während man sich an der Ostsee bei 16 Grad fast schon sommerlich fühlen konnte, zitterte man im hinteren Allgäu bei gerade einmal 7 Grad. Im Tagesverlauf pendeln sich die Temperaturen in den meisten Regionen auf angenehme 20 bis 24 Grad ein, nur südlich der Donau bleibt es mit 16 bis 19 Grad etwas kühler. Auch auf Helgoland ist mit 18 Grad Schluss, was dem Wind zuzuschreiben ist, der dort mit bis zu fünf Beaufort weht.
Wind und Wolken teilen das Land
Der Wind weht größtenteils mäßig aus Nordwest und lässt es gerade an der Küste frischer wirken, als das Thermometer vermuten lässt. In Schleswig-Holstein und an der Nordsee mischt sich zu den angenehmen 22 Grad ein frischer Hauch, der an die Jacke erinnert. Die Wolkendecke bleibt im Osten zäh, lässt aber am Nachmittag mancherorts zumindest kurzzeitig die Sonne durch. Im Südwesten Deutschlands, etwa zwischen Saarbrücken und dem Oberrheingraben, kann man mit bis zu 11 Sonnenstunden rechnen – ein echter Wetterluxus.

Tief “Gabriel” vs. Hoch “Dorley”: Ein himmlisches Tauziehen
Wettertechnisch stehen sich derzeit zwei „Schwergewichte“ gegenüber: Das Tiefdruckgebiet “Gabriel” zieht über Osteuropa seine feuchten Schleifen und sorgt in der Osthälfte für unbeständiges Wetter. Gleichzeitig rückt das Azorenhoch “Dorley” vom Atlantik heran und bringt trockene, sonnige Luftmassen – allerdings erst ab Donnerstag. Dann ist der Wetterwechsel perfekt: Sonne, steigende Temperaturen und gute Laune stehen auf dem Programm.

Der Blick nach vorn: Zwischen Modellchaos und Hoffnung auf Sommer
Aktuell dominiert in Ostdeutschland ein sogenannter Tieftrog, der für kühles und nasses Wetter sorgt. Dieses Tiefdruckgebiet liegt über Polen und hält sich dort noch hartnäckig. Die Wetteraussichten für die kommenden Tage hängen daher stark davon ab, welchem Wettermodell man Glauben schenkt.
Wettermodelle im Duell: 34 Grad oder doch nur 26?
Das US-amerikanische GFS-Modell malt ein sonniges Bild: Das Tief zieht zügig ab, und Hochdruckgebiete aus dem Mittelmeerraum setzen sich durch. Das Ergebnis? Temperaturen bis 34 Grad ab Mitte Juli. Das europäische ECMWF-Modell hingegen rechnet mit einem deutlich längeren Verbleib des Tiefs und entsprechend moderateren Temperaturen von maximal 26 Grad sowie mehr Regen.


Zwischen Regenguss und Sonnenbrand: Der Juli wird zweigeteilt
Die Woche vom 14. bis 21. Juli bleibt laut den Modellen im Osten Deutschlands eher nass und kühl. Erst danach soll sich das Wetter bundesweit beruhigen und sommerlich werden. Dann rücken die Hochdruckgebiete aus dem Mittelmeerraum vor und bringen warme bis heiße Luftmassen, besonders nach West- und Süddeutschland.

Gute Nachrichten für Natur, weniger für Freibäder
So unangenehm die feuchten Tage sein mögen – die Natur jubelt. Nach Wochen der Trockenheit kommt der Regen vor allem für Ostdeutschland wie gerufen. Während also die Blumen aufblühen, müssen Freibäder und Biergärten noch ein wenig auf Kundschaft warten. Doch ab Mitte des Monats stehen die Chancen für Sommerwetter gut.
Fazit: Durchhalten, der Sommer steht in den Startlöchern
Wer heute noch mit Regenjacke und Pulli unterwegs ist, kann sich zumindest ab Donnerstag auf deutlich freundlicheres Wetter freuen. Der heutige Mittwoch bleibt übergangsweise wechselhaft, doch die Wettermodelle geben Hoffnung: Egal ob 26 oder 34 Grad – die Hitze kommt. Vielleicht nicht morgen, aber sehr bald. Und dann heißt es wieder: Badesee, Sonnenbrille und Grill an!
Keine Unwetterwarnung mehr verpassen!
Unterstützen Sie unsere unabhängige Redaktion: Fügen Sie die Meteozentrale mit nur einem Klick als bevorzugte Nachrichtenquelle in Ihrer Google-Suche hinzu. So erhalten Sie unsere Warnungen bei kritischen Wetterlagen garantiert immer sofort als Erstes.
⭐ Bei Google als bevorzugt markieren





