Nach einer kurzen Wetterberuhigung am Freitag erfasst die Warmfront des Tiefdruckgebiets „Quiana“ am Abend die norddeutschen Bundesländer. Von Ostfriesland bis zur Kieler Bucht stellen sich die Regionen auf neuen flächigen Niederschlag und deutlich zunehmenden Wind ein.
Wechselhaftes Wetter an den Küsten der Nord und Ostsee
Ein vom Azorenhoch gestützter Hochkeil sorgt am Freitag zunächst für lokales Absinken und zeitweilige Auflockerungen der Bewölkung. Im Tagesverlauf greift jedoch von der Nordsee her eine kräftige Warmluftadvektion über. Diese Wetterentwicklung steht in direkter Verbindung mit der Warmfront des Tiefs „Quiana“, dessen Zentrum sich aktuell nördlich von Schottland befindet. Mit der Annäherung dieses Systems nimmt der Druckgradient deutlich zu.


Die aktuelle meteorologische Lage wird maßgeblich durch den Frontdurchgang bestimmt. Das Aufgleiten der milden Warmluft auf die bestehende Luftmasse führt zu einer mehrschichtigen Bewölkung und nachfolgendem Dauerregen. Die markante Zunahme des Druckgradienten birgt insbesondere an den ungeschützten Küstenlinien ein erhöhtes Risiko für stürmische Böen, die über der offenen See vereinzelt auch Sturmstärke erreichen können.
Regionale Wetterprognosen für den Norden
Niedersachsen & Bremen: Im Raum Hannover-Hildesheim sowie in der südlichen Tiefebene bleibt es tagsüber bei Höchstwerten bis zu 12 Grad in Burgwedel noch weitgehend trocken. Im Oberharz werden 6 bis 8 Grad erreicht. Gegen Abend ziehen aus dem Emsland und der Grafschaft Bentheim dichte Wolken auf, die zeitweise schauerartigen Regen bringen. Der Südwestwind frischt an der Wesermündung und im Elbe-Weser-Dreieck stark auf. In der Nacht zum Sonnabend sinken die Temperaturen in Aurich auf bis zu 6 Grad.


Schleswig-Holstein & Hamburg: In der Elbmetropole und rund um Alster und Elbe dominieren dichte Wolken. Bei Werten um 11 Grad in Wilstorf bleibt es hier bis zum späten Nachmittag niederschlagsfrei. An der Westküste Dithmarschens sowie in Nordfriesland nimmt der Wind am Abend spürbar zu. Es treten starke bis stürmische Böen aus Südwest auf, begleitet von Regen, der sich in der zweiten Nachthälfte bis zur Lübecker Bucht und nach Ostholstein ausbreitet.

Mecklenburg-Vorpommern: In der Stadt der sieben Seen, Schwerin, werden bis zu 10 Grad erreicht. Auf den großen Ostseeinseln wie Usedom und Rügen liegen die Höchstwerte bei 8 Grad. Im östlichen Vorpommern bleibt es am längsten trocken, bevor die Ausläufer der Warmfront in den frühen Morgenstunden auch die Mecklenburgische Seenplatte mit leichtem Regen erfassen.

Fazit und Lageeinschätzung:
Der Einfluss von Tief „Quiana“ beendet die kurze, ruhige Hochdruckphase in den nördlichen Bundesländern. Das Wochenende beginnt unbeständig mit schauerartigem Regen und einem lebhaften Wind, der sich besonders an der Nordseeküste bemerkbar macht.
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