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Herbst-Finale oder Winter-Vorbote: Wer gewinnt den aktuellen Machtkampf am Himmel?

Deutschland präsentiert sich in diesen Tagen wie ein geteiltes Land – zumindest meteorologisch gesehen. Während mancherorts dicke Jacken und Nebelscheinwerfer zur Grundausstattung gehören, könnten Sie in anderen Regionen fast schon Frühlingsgefühle entwickeln. Doch wie stabil ist diese mild-nasse Westwetterlage eigentlich, und woher rührt dieser starke Kontrast? Wir ordnen die aktuelle Entwicklung für Ihre Wochenplanung ein.

Deutschland präsentiert sich in diesen Tagen wie ein geteiltes Land – zumindest meteorologisch gesehen. Während mancherorts dicke Jacken und Nebelscheinwerfer zur Grundausstattung gehören, könnten Sie in anderen Regionen fast schon Frühlingsgefühle entwickeln. Doch wie stabil ist diese mild-nasse Westwetterlage eigentlich, und woher rührt dieser starke Kontrast? Wir ordnen die aktuelle Entwicklung für Ihre Wochenplanung ein.
Auf dem Atlantik lauern die Tiefdruckgebiete, ob dieses sich jedoch durchsetzen können, bleibt fraglich.

Ein Dienstag zwischen Sprühregen und Frühlingsluft

Werfen wir zunächst einen Blick auf die aktuelle Situation. Ein Hochdruckgebiet versucht derzeit, seine Fühler von Südwesten her nach Deutschland auszustrecken, doch der Erfolg ist regional höchst unterschiedlich verteilt. Wenn Sie heute im Münsterland oder im Oldenburger Land unterwegs sind, spüren Sie den Einfluss des Atlantiks deutlich: Ein Regengebiet zieht langsam ostwärts und sorgt mittlerweile auch in der Mecklenburgischen Seenplatte für nassen Asphalt. Dabei handelt es sich oft um sogenannten Landregen – stetig, aber selten intensiv.

Deutschland präsentiert sich in diesen Tagen wie ein geteiltes Land – zumindest meteorologisch gesehen. Während mancherorts dicke Jacken und Nebelscheinwerfer zur Grundausstattung gehören, könnten Sie in anderen Regionen fast schon Frühlingsgefühle entwickeln. Doch wie stabil ist diese mild-nasse Westwetterlage eigentlich, und woher rührt dieser starke Kontrast? Wir ordnen die aktuelle Entwicklung für Ihre Wochenplanung ein.
Regen spielt heute in Deutschland keine große Rolle. Es sei denn Sie wonhen im Nordwesten-

Bemerkenswert ist dabei das Temperaturniveau. Für Anfang Dezember ist es ausgesprochen mild. Ein Blick auf unsere aktuelle Datenkarte zeigt im Rheinland, speziell rund um Köln, Spitzenwerte von bis zu 14 Grad. Ganz anders sieht die Welt aus, wenn Sie sich heute in den Tälern der Schwäbischen Alb oder entlang der Donau in Niederbayern befinden. Hier hält sich die feuchte, kalte Luft wie in einer Wanne gefangen. Wo sich der zähe Nebel nicht auflöst, verharren die Temperaturen im einstelligen Bereich, während in den höheren Lagen der Mittelgebirge und im Lee (der windabgewandten Seite) zeitweise sogar die Sonne durchbricht.

Zur Wochenmitte: Der Wind übernimmt die Regie

Der Mittwoch bringt neue Bewegung in die Atmosphäre. Ein kräftiges Tiefdrucksystem bei den Britischen Inseln schickt uns seine Visitenkarte in Form von auffrischendem Wind. Besonders an der Nordfriesischen Küste und auf den Inseln müssen Sie sich auf stürmische Böen einstellen. Aber auch im Binnenland, etwa im Harzvorland oder im Thüringer Becken, wird der Wind spürbar anziehen – ein Zeichen dafür, dass die Atmosphäre “durchgemischt” wird.

Deutschland präsentiert sich in diesen Tagen wie ein geteiltes Land – zumindest meteorologisch gesehen. Während mancherorts dicke Jacken und Nebelscheinwerfer zur Grundausstattung gehören, könnten Sie in anderen Regionen fast schon Frühlingsgefühle entwickeln. Doch wie stabil ist diese mild-nasse Westwetterlage eigentlich, und woher rührt dieser starke Kontrast? Wir ordnen die aktuelle Entwicklung für Ihre Wochenplanung ein.
AB Mittwoch frischt der Wind auf. Aber auch hier sei gesagt, ein Sturm ist derzeit nicht auf dem Schirm

Thermisch bleiben wir auf einem hohen Niveau, auch wenn sich die Schwerpunkte leicht verschieben. Während es im Süden oft kühler bleibt – für München prognostizieren wir morgen gedämpfte 9 Grad bei vielen Wolken –, wird es im Osten milder. In Berlin und Brandenburg klettert das Thermometer voraussichtlich auf bis zu 12 Grad, in Frankfurt am Main sogar auf bis zu 13 Grad, da hier die milde Luft besser bodennah einfließen kann. Der Regen zieht sich dabei weitgehend in den Nordwesten zurück, sodass es in Sachsen oder Franken oft trocken bleibt.

Fazit: Warum ist die Luft so ungleich verteilt?

Vielleicht fragen Sie sich, warum der Wind im Norden so viel stärker weht als im Süden. Die Antwort liegt in den sogenannten Isobaren. Das sind die Linien gleichen Luftdrucks, die Sie vielleicht von Wetterkarten kennen. Aktuell drängen sich diese Linien über Norddeutschland eng aneinander. Stellen Sie sich das wie ein starkes Gefälle an einem Berg vor: Je enger die Linien, desto steiler das “Druckgefälle” und desto schneller fließt die Luft – es wird stürmisch. Im Süden hingegen liegen diese Linien weit auseinander; die Luft hat kaum Antrieb, sich zu bewegen.

Deutschland präsentiert sich in diesen Tagen wie ein geteiltes Land – zumindest meteorologisch gesehen. Während mancherorts dicke Jacken und Nebelscheinwerfer zur Grundausstattung gehören, könnten Sie in anderen Regionen fast schon Frühlingsgefühle entwickeln. Doch wie stabil ist diese mild-nasse Westwetterlage eigentlich, und woher rührt dieser starke Kontrast? Wir ordnen die aktuelle Entwicklung für Ihre Wochenplanung ein.
Schauen wir bei den Temperaturen auf dem Mittwochmorgen. Es bleibt mild. Nur im Südosten bleibt es mit 3 Grad am kühlsten

Zusätzlich erleben wir im Süden eine klassische Inversionswetterlage. Das bedeutet wörtlich “Umkehrung”: Normalerweise wird es kälter, je höher man kommt. Bei einer Inversion schiebt sich jedoch warme Luft über die kalte Luftschicht am Boden. Diese wirkt dann wie ein Deckel auf einem Kochtopf und hält Nebel und Dunst im Tal gefangen, während es auf den Bergen sonnig und mild sein kann.

Zusammenfassend: Der Norden wird in den nächsten Tagen kräftig durchgelüftet, während der Süden unter einer ruhigen, aber oft grauen Dunstglocke verharrt.

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Angelo D Alterio

Angelo D'Alterio analysiert seit dem Jahr 2013 professionell komplexe Wetterphänomene. Sein meteorologischer Schwerpunkt liegt auf der Synoptik und der Erstellung präziser Unwetterwarnungen. Im Jahr 2015 war er Mitgründer der Unwetteralarm Schweiz GmbH, wo er bis zu seinem Ausscheiden im Jahr 2021 als Chef-Meteorologe die fachliche Leitung innehatte. In dieser Zeit kooperierte er unter anderem mit dem Meteorologen Jörg Kachelmann, um präzise Unwetterwarnungen für die Schweiz und Deutschland bereitzustellen (dokumentiert im Wikipedia-Eintrag von Kachelmann). Im Anschluss begleitete er maßgeblich den Aufbau der Meteoleitstelle Hessen, wo er bis heute seine Expertise bei der Auswertung lokaler Wettermodelle und der Herausgabe von verlässlichen Unwetterwarnungen einbringt. Aktuelle Wetter-Einschätzungen und fachliche Updates veröffentlicht Angelo D'Alterio regelmäßig auf seinen Profilen bei LinkedIn, Twitter/X, Facebook, Threads, Instagram und TikTok. More »
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