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Warum sich aktuell nichts ändert an der Wetterlage.

Audio-Briefing
Meteozentrale Wetter-Radio

Unter dem Einfluss einer langgestreckten Hochdruckzone bestimmt zum Start in das Wochenende ruhiges und überwiegend trockenes Wetter das Geschehen. Eine umgewandelte polare Festlandsluft sorgt tagsüber für milde Temperaturen, während die Nächte deutlich auskühlen. Lokal kann sich zäher Nebel bilden, insbesondere in den Flusstälern. Frost in Bodennähe ist in den Frühstunden vielerorts möglich.

Die Wetterlage ohne große Auftritte in den nächsten Tagen

Ein breiter Höhenkeil erstreckt sich aktuell über weite Teile Westeuropas. Bodennah dominiert ein umfangreiches Hochdruckgebiet mit dem Schwerpunkt über dem Nordmeer. Seine Ausläufer reichen bis zu den Alpen, wobei eine Divergenzachse über dem Südwesten verläuft. Die mit einer nordwestlichen Strömung eingeflossene polare Kaltluft hat sich durch Absinkprozesse stark erwärmt und abgetrocknet. Im Verlauf des Freitags zieht sich der Schwerpunkt des Hochdrucksystems Richtung Grönland zurück, wodurch der Luftdruck langsam fällt.

pmsl 2026 04 24 1200 18h
Ein breiter Höhenkeil erstreckt sich aktuell über weite Teile Westeuropas. Bodennah dominiert ein umfangreiches Hochdruckgebiet mit dem Schwerpunkt über dem Nordmeer. Seine Ausläufer reichen bis zu den Alpen, wobei eine Divergenzachse über dem Südwesten verläuft.

Die aktuelle Wetterlage ist klassisch für stabile Hochdruckphasen mit starker nächtlicher Ausstrahlung. Die Kombination aus einem blockierenden Höhenrücken und bodennahem Hochdruck verhindert die Entwicklung von Konvektion und lenkt atlantische Tiefdruckgebiete ab. Das meteorologische Hauptaugenmerk liegt auf der fehlenden Wolkendecke als Isolationsschicht in den Nächten. Durch schwache Winde kühlt die Luft bodennah stark aus, was die Bildung von Kaltluftseen und die Inversionsneigung in den topografischen Senken maßgeblich beschleunigt.

Bonn
14 Tage Vorschau für Bonn. Keine großen Änderungen der Wetterlage in Sicht

Regionale Prognosen: Sonne satt, nachts Frostgefahr

Im Großraum Kassel sowie im Raum Baunatal zeigt sich der Himmel anfangs zeitweise wolkig, es bleibt jedoch niederschlagsfrei. Rund um die mittelhessischen Universitätsstädte Gießen und Marburg dominiert heiteres Wetter bei Höchstwerten von 17 bis 21 Grad. In klaren Nächten bilden sich im Lahntal und im Dilltal typische Kaltluftseen mit Tiefstwerten bis -1 Grad und leichtem Bodenfrost.

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Heute wird es erneut sehr mild. Die Temperaturen steigen in Südhessen und im Saarland auf bis zu 22 Grad bei viel Sonnenschein. In Mainfranken ebenfalls Werte bis zu 20 Grad, In Nordhessen und im Bayrischen Wald 15 Grad
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In der Nacht zum Samstag das gleiche Spiel. Die Temperaturne sinken je nach Region auf4 bis 0 Grad. Lokal Bodenfrostgefahr

Im Raum Andernach und Bendorf sowie im Mainzer Becken ist es am Freitag verbreitet wolkenlos. Die Höchsttemperaturen erreichen 19 bis 23 Grad, in den Höhenlagen der Vulkaneifel um Daun und Gerolstein werden 15 bis 18 Grad erwartet. In der Nacht zum Samstag entsteht vor allem entlang der Mosel zwischen der Römerstadt Trier und Koblenz gebietsweise dichter Talnebel.

Vom Maindreieck um Würzburg bis in die ostbayerische Regierungshauptstadt Regensburg an der Donau scheint reichlich die Sonne. Die Tageshöchstwerte liegen zwischen 16 und 22 Grad. Auf den höchsten Erhebungen des Bayerischen Waldes, etwa am Großen Arber, werden rund 11 Grad gemessen. Wegen der klaren Nachtverhältnisse sinken die Werte im Altmühltal sowie an der Naab in den Frostbereich, Bodenfrost ist verbreitet zu erwarten.

Die Animation der Temperaturen in den kommenden 48 Stunden. Modellbasis AICON vom Deutschen Wetterdienst

Im Rheinland und im Ruhrgebiet ist es anfangs gebietsweise stark bewölkt oder neblig trüb. Im Tagesverlauf setzt sich zunehmend heiteres Wetter durch. Die Höchstwerte erreichen 16 bis 19 Grad, im Sauerland um 15 Grad. Nachts kühlt es auf 6 bis 2 Grad ab, vereinzelt tritt leichter Frost in Bodennähe auf.

Das Fazit zum Freitag

Die ruhige Hochdruckphase setzt sich auch über den Beginn des Wochenendes fort. Mit nennenswerten Niederschlägen ist in den kommenden Tagen nicht zu rechnen. Die markanten Temperaturunterschiede zwischen kühlen, nebelanfälligen Morgenstunden und milden Nachmittagen bleiben bestehen.

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Angelo D Alterio

Angelo D'Alterio analysiert seit dem Jahr 2013 professionell komplexe Wetterphänomene. Sein meteorologischer Schwerpunkt liegt auf der Synoptik und der Erstellung präziser Unwetterwarnungen. Im Jahr 2015 war er Mitgründer der Unwetteralarm Schweiz GmbH, wo er bis zu seinem Ausscheiden im Jahr 2021 als Chef-Meteorologe die fachliche Leitung innehatte. In dieser Zeit kooperierte er unter anderem mit dem Meteorologen Jörg Kachelmann, um präzise Unwetterwarnungen für die Schweiz und Deutschland bereitzustellen (dokumentiert im Wikipedia-Eintrag von Kachelmann). Im Anschluss begleitete er maßgeblich den Aufbau der Meteoleitstelle Hessen, wo er bis heute seine Expertise bei der Auswertung lokaler Wettermodelle und der Herausgabe von verlässlichen Unwetterwarnungen einbringt. Aktuelle Wetter-Einschätzungen und fachliche Updates veröffentlicht Angelo D'Alterio regelmäßig auf seinen Profilen bei LinkedIn, Twitter/X, Facebook, Threads, Instagram und TikTok. More »
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