Schlagzeilen

Hundstage 2025: Zwischen Wettertradition und Realität

Die sogenannten “Hundstage” sind jedes Jahr ein Fixpunkt im meteorologischen Kalender: Vom 23. Juli bis zum 23. August erwartet man traditionell heiße, trockene Tage, in denen das Thermometer oft über die 30-Grad-Marke klettert. Diese Erwartung beruht auf alten Bauernregeln und dem Aufgang des Sterns Sirius, der früher in dieser Zeit am Morgenhimmel erschien. Doch wie sieht es 2025 aus? Tatsächlich erleben wir in diesem Jahr eine wechselhafte, aber keineswegs durchweg nasse oder kühle Periode. Statt klarem Sommerhoch oder Dauertief zeigt sich das Wetter bislang als ein typischer, mitteleuropäischer Sommer im Wandel.

“Die Hundstage 2025 starten mit einer spannenden Dynamik. Heiße Tage wechseln sich mit kühleren Intermezzi ab, es gibt Regionen mit 30 Grad und mehr, aber auch Landesteile mit frühherbstlich anmutenden Temperaturen,” erklärt Peter Richter, Meteorologe bei der Meteoleitstelle Hessen. Besonders in der ersten Hälfte der Hundstage zeigte sich der Sommer von zwei Seiten: Während im Süden und Westen Deutschlands teils schwüle Hitze herrschte, brachte der Nordosten deutlich angenehmere Bedingungen.

Jedes Jahr stehen angeblich vom 23.7. bis 23.8. die Hundstage an, der weitläufigen Meinung sollen das die heißesten Tage des Jahres sein? Stimmt das oder ist das alles Blödsinn? Im Video gibt es die Aufklärung

Laut aktuellen Daten des Deutschen Wetterdienstes lagen die Temperaturen in vielen Regionen zwar leicht unter dem langjährigen Mittel, aber einzelne Hitzetage mit Temperaturen über 30 Grad wurden dennoch verzeichnet – etwa in der Rheinschiene, Teilen Baden-Württembergs und in Brandenburg. “Von einem komplett ins Wasser gefallenen Sommer kann also keine Rede sein,” betont Richter. Vielmehr sei es ein Sommer der Extreme im Kleinen: “Kurze Hitzephasen, darauf Gewitter und dann wieder Frische.”

Die sogenannten "Hundstage" sind jedes Jahr ein Fixpunkt im meteorologischen Kalender: Vom 23. Juli bis zum 23. August erwartet man traditionell heiße, trockene Tage, in denen das Thermometer oft über die 30-Grad-Marke klettert. Diese Erwartung beruht auf alten Bauernregeln und dem Aufgang des Sterns Sirius, der früher in dieser Zeit am Morgenhimmel erschien. Doch wie sieht es 2025 aus? Tatsächlich erleben wir in diesem Jahr eine wechselhafte, aber keineswegs durchweg nasse oder kühle Periode. Statt klarem Sommerhoch oder Dauertief zeigt sich das Wetter bislang als ein typischer, mitteleuropäischer Sommer im Wandel.
Schaut man sich die aktuellen Prognosen für die nächsten 14 Tage an, ist von einer stabilen hochsommerlichen Lage nichts zu sehen.

Auch die Niederschlagsverteilung ist regional sehr unterschiedlich. Im Alpenraum kam es durch Staulagen zu überdurchschnittlichen Regenmengen, stellenweise fielen in wenigen Tagen bis zu 100 Liter pro Quadratmeter. Ganz anders die Lage in Norddeutschland: Hier herrscht teilweise Trockenheit, was die Waldbrandgefahr erhöht hat. Die Großwetterlage ist dabei vor allem von wechselnden Tief- und Hochdruckeinflüssen geprägt, wodurch sich keine stabile Sommerlage etablieren konnte.

Ein Blick auf die mittelfristige Prognose zeigt: Auch in der ersten Augustwoche bleibt es wechselhaft. “Wir sehen zwar erneut einzelne Warmluftvorstöße mit Temperaturen um die 28 bis 31 Grad, aber dazwischen sorgen Atlantiktiefs für Schauer, Gewitter und einen dämpfenden Effekt auf die Sommerwärme,” sagt Richter. Besonders auffällig sei 2025 die fehlende Konstanz. “Es ist ein Sommer, der sich nicht entscheiden kann.”

Die sogenannten "Hundstage" sind jedes Jahr ein Fixpunkt im meteorologischen Kalender: Vom 23. Juli bis zum 23. August erwartet man traditionell heiße, trockene Tage, in denen das Thermometer oft über die 30-Grad-Marke klettert. Diese Erwartung beruht auf alten Bauernregeln und dem Aufgang des Sterns Sirius, der früher in dieser Zeit am Morgenhimmel erschien. Doch wie sieht es 2025 aus? Tatsächlich erleben wir in diesem Jahr eine wechselhafte, aber keineswegs durchweg nasse oder kühle Periode. Statt klarem Sommerhoch oder Dauertief zeigt sich das Wetter bislang als ein typischer, mitteleuropäischer Sommer im Wandel.
Kaum einen Tag ohne Regen im Westen von Deutschland. Eben ein typisch deutscher Sommer

Fazit

Die Hundstage 2025 bieten ein abwechslungsreiches, mitunter launisches Wetterbild. Die alte Bauernregel, wonach diese Zeit, die heißeste des Jahres sei, trifft in ihrer Absolutheit in diesem Jahr nur eingeschränkt zu. “Man sollte solche Regeln als Erfahrungswerte sehen, nicht als meteorologische Gesetzmäßigkeiten,” ordnet Peter Richter ein.

Ob der wechselhafte Sommer ein Indikator für einen kalten Winter ist, wie es die Tradition vermuten ließe, bleibt fraglich. Sicher ist: Wer diesen Sommer genießen will, muss flexibel bleiben und die Sonnenmomente zwischen Schauern und kühleren Phasen nutzen. Die Hundstage sind also weniger ins Wasser gefallen, sondern eher ein Spiegel für den Wandel unseres Klimas und die Komplexität unserer heutigen Wetterlagen.

Hintergrund: Was sind die Hundstage?

Die Hundstage verdanken ihren Namen dem “Hundsstern” Sirius im Sternbild Großer Hund. In der Antike erschien er um den 23. Juli zusammen mit der Sonne am Morgenhimmel. Diese Zeit wurde mit extremer Hitze und Dürre verbunden. In der heutigen Meteorologie spielt Sirius keine Rolle mehr, doch der Begriff hat sich als feststehender Ausdruck für die Hochsommerzeit gehalten.

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Peter Richter

Peter M. Richter ist freier Fachjournalist und verfügt über mehr als 25 Jahre Expertise in den Bereichen Lokalnachrichten, Meteorologie und Synoptik. Seit 2021 verstärkt er als profilierter Redakteur die Fachredaktion der Meteozentrale. Hier ist er darauf spezialisiert, komplexe Wetterumschwünge zu analysieren und hochpräzise, datenbasierte Unwetterwarnungen für die Öffentlichkeit und Medienpartner aufzubereiten. Seine Mission ist die strikte Verbindung von fundiertem journalistischen Handwerk mit tiefem meteorologischen Know-how. Mit seinen klaren Vorhersagen sorgt Peter M. Richter dafür, dass Leser und Entscheidungsträger rechtzeitig informiert werden, um die Sicherheit bei extremen Naturgewalten zu gewährleisten. More »
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