Während der Blick vieler Meteorologen gebannt auf die Karibik gerichtet ist, wo der katastrophale Hurrikan ‘Melissa’ der Kategorie 5 auf Jamaika trifft, gestaltet sich unsere Wetterlage in Deutschland deutlich gemäßigter, aber keinesfalls langweilig.
Wir in Deutschland befinden uns derzeit an der Südflanke eines Tiefdruckkomplexes über Nordeuropa. Dieses System ist der Taktgeber für unser aktuelles Wetter und schickt heute (Dienstag) eine Kaltfront über uns hinweg, die für unbeständiges und windiges Wetter verantwortlich ist. Gleichzeitig deuten die Modelle bereits einen kräftigen Warmluftvorstoß zum Freitag an, bevor es am Wochenende turbulent wird.

Der Mittwoch: Kurze Beruhigung und milde Tendenz
In der Nacht zum Mittwoch beruhigt sich das Geschehen etwas. Die Schauer klingen meist ab, können sich aber im Bereich von Schleswig-Holstein und an der Küste noch halten. In den südlichen Bundesländern wird es hingegen klarer und kühler; die Werte sinken dort auf 10 bis 1 Grad.
Der Mittwoch selbst bringt uns eine Wetter-Zweiteilung. Ein neuer Tiefausläufer, diesmal eine Warmfront, nähert sich dem Nordwesten. Das bedeutet für Regionen wie Niedersachsen und Bremen neue Wolken und im Tagesverlauf etwas Regen. Im Rest des Landes, insbesondere südlich der Mainlinie, wird es ein durchaus freundlicher Tag mit sonnigen Abschnitten. Die Temperaturen machen einen Sprung nach oben und erreichen bereits milde 18 Grad.
Der Donnerstag: Kühle Meeresluft und neue Schauer
Am Donnerstag müssen wir uns schon wieder auf eine Umstellung einstellen. Ein Tief, das sich über der Ostsee eindreht, zapft kühlere Meeresluft an, die nach Deutschland strömt. Die Temperaturen gehen dementsprechend wieder leicht zurück. Diese Luftmasse ist labil: Im gesamten Norden, von Hamburg bis nach Berlin und Mecklenburg-Vorpommern, müssen wir mit teils kräftigen Schauern und sogar einzelnen Gewittern rechnen. Der Wind bleibt ebenfalls ein treuer Begleiter. In Bayern und Baden-Württemberg sieht es erneut besser aus; hier bleibt es meist trocken, bei einem Wechsel aus Sonne und Wolken.
Fazit und Ausblick: Erst “golden”, dann turbulent
Was erwartet uns nun zum Wochenende? Der Freitag (31. Oktober) verspricht, der “goldene” Tag dieser Woche zu werden. Ein Schwall sehr milder Luft aus Frankreich lässt die Temperaturen besonders im Saarland, in Rheinland-Pfalz und Teilen von Hessen auf bis zu 19 oder sogar 20 Grad klettern – gepaart mit viel Sonnenschein. In den östlichen Landesteilen bleibt es kühler, hier kann es nachts sogar Bodenfrost geben.

Doch diese Ruhe ist trügerisch. Zum Samstag rückt eine markante Kaltfront an. Auch wenn wir bereits im November sind, hat diese Front es in sich: Wir erwarten kräftige Schauer, Gewitter und eine erhebliche Sturmgefahr. Nach dem Durchgang kühlt es deutlich ab. Die Reste des ehemaligen Hurrikans ‘Melissa’ könnten dann in der nächsten Woche unsere Wetterlage beeinflussen und eine milde, aber wechselhafte West-Südwest-Strömung einleiten.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
1. Was ist die größte Wettergefahr in den nächsten Tagen? Die größte Gefahr geht vom Samstag aus. Eine Kaltfront bringt ein Risiko für kräftige Schauer, Gewitter und stürmische Böen. Bereits am heutigen Dienstag ist es mit Böen bis 70 km/h sehr windig.
2. Wo wird es am Dienstag (heute) am freundlichsten? Am heutigen Dienstag zeigt sich die Sonne am häufigsten im südlichen Baden-Württemberg und in Bayern, nachdem der Regen der Nacht abgezogen ist.
3. Wird es diese Woche noch einmal richtig mild? Ja, der Freitag bringt einen kräftigen Warmluftvorstoß, besonders im Südwesten und Westen Deutschlands. Dort können die Temperaturen örtlich bis zu 20 Grad erreichen.
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