Großwetterlage für Deutschland
Deutschland liegt am östlichen Rand der atlantischen Frontalzone. Ein flacher Rücken sorgt in der Nacht zum Sonntag kurzzeitig für eine Wetterberuhigung, bevor ein neues Frontensystem mit einer Warmfront aufzieht. Der dazugehörige Regen breitet sich von West nach Ost aus. In den Alpen steigt die Schneefallgrenze auf über 1500 Meter. Die Temperaturen steigen weiter an, sodass selbst der Winter versucht, sich mit Tauwetter in Erinnerung zu bringen.
Heikel wird die Phase, wenn Niederschlag auf bodennah kalte Luft trifft – dann kippt es örtlich in Glatteis. Wo Schneefall länger anliegt, sind am ehesten spürbare Neuschneemengen drin – vor allem in höheren Lagen. Im Bergland kann Wind die Lage verschärfen, weil Schauer und Verwehungen schneller Wirkung zeigen.
⚡ Lage-Update
- Am Sonntag zieht ein neuerliches Regengebiet durch.
- In den Hochlagen stürmische Böen, im Bergland und in exponierten Lagen Böen bis 65 km/h.
- Bis Montagfrüh bleibt es wechselhaft und regnerisch.
- Schnee bleibt ein Thema: je nach Höhenlage nass bis winterlich.
- Glätte-Risiko: vor allem nachts/morgens und dort, wo Niederschlag auf kalte Flächen trifft.
- Wind nimmt zeitweise zu – besonders in freien Lagen und im Bergland.
Karten-Überblick
🌡️ Temperatur (Max/Min)
🗺️ Wetterkarten (Niederschlag/Wind)
So wird das Wetter bei uns
Nordrhein-Westfalen
Am Sonntag ist es überwiegend bedeckt und es regnet immer wieder, teils kräftig. Die Temperaturen steigen auf 11 bis 14 Grad. Im Bergland sind starke, in den Hochlagen auch stürmische Böen möglich. In der Nacht zum Montag lockert es von Nordwesten her auf und es gibt einzelne Schauer.
Hessen
Nordhessen
Der Sonntag bringt überwiegend bedecktes Wetter mit wiederholtem, teils kräftigem Regen. Die Temperaturen steigen auf 11 bis 14 Grad, in höheren Lagen um 8 Grad. Es weht ein mäßiger Südwestwind, in Hochlagen mit teils starken bis stürmischen Böen.
Rhein-Main
Auch im Rhein-Main-Gebiet ist es am Sonntag überwiegend bedeckt und regnerisch. Die Temperaturen erreichen 11 bis 14 Grad. Der Wind weht mäßig aus Südwest.
Südhessen
In Südhessen ähnliches Bild: überwiegend bedeckt, zeitweise Regen bei Temperaturen zwischen 11 und 14 Grad. Mäßiger Südwestwind.
Rheinland-Pfalz
Überwiegend bedeckt mit wiederholten, teils kräftigen Regenfällen. Die Temperaturen steigen auf 9 bis 14 Grad. In Hochlagen sind teils starke bis stürmische Böen möglich. In der Nacht zum Montag Übergang zu wechselnder Bewölkung und einzelnen Schauern.
Saarland
Auch im Saarland überwiegt am Sonntag dichte Bewölkung mit zeitweiligem Regen. Die Temperaturen erreichen 9 bis 14 Grad. Es weht ein mäßiger Südwestwind, in höheren Lagen mit starken Böen.
Bayern (Nordbayern)
In Nordbayern ist es regnerisch, am Nachmittag in Mittelfranken und der Oberpfalz kurzzeitig niederschlagsfrei. Die Höchstwerte liegen zwischen 8 und 13 Grad, in den Kammlagen um 6 Grad. Es weht ein mäßiger, in Unter- und Mittelfranken auch stark böiger Wind aus Südwest bis West. In Kammlagen der Mittelgebirge sind stürmische Böen zu erwarten.
⚠️ Gefahren & Einordnung
In den Hochlagen der Mittelgebirge und in exponierten Lagen muss am Sonntag mit stürmischen Böen gerechnet werden. Dies betrifft insbesondere den Bayerischen Wald, das Rothaargebirge und den Westerwald. Durch den anhaltenden Regen und das einsetzende Tauwetter in den Mittelgebirgen können die Pegelstände der Flüsse weiter ansteigen. Betroffen sind vor allem Regionen, die bereits in den letzten Tagen viel Niederschlag abbekommen haben.
🚦 Regionale Übersicht
| Region | Status | Zeitfenster | Kurzbegründung | Trend |
|---|---|---|---|---|
| Nordrhein-Westfalen | Mäßig | ganztags | Windböen im Bergland | ↔ |
| Hessen – Nordhessen | Mäßig | ganztags | Windböen in Hochlagen | ↔ |
| Hessen – Rhein-Main | Ruhig | ganztags | keine besonderen Gefahren | ↔ |
| Hessen – Südhessen | Ruhig | ganztags | keine besonderen Gefahren | ↔ |
| Rheinland-Pfalz | Mäßig | ganztags | Windböen in Hochlagen | ↔ |
| Saarland | Ruhig | ganztags | keine besonderen Gefahren | ↔ |
| Bayern (Nordbayern) | Mäßig | ganztags | Windböen, Tauwetter | ↔ |
🧠 Wetter-Wissen kompakt
- Warmfront: Die Grenze zwischen kalter und milder Luft, oft begleitet von länger anhaltendem, schichtartigen Regen.
- Warum heute wichtig: Die Warmfront bringt milde Luft und Regen, der den Schnee in tiefen Lagen zum Schmelzen bringt.
- Woran merkt man’s draußen: Anhaltender, gleichmäßiger Regen und steigende Temperaturen.
💡 Fazit
In Hessen bringt der Sonntag viel Regen. Während es in Nordhessen windiger wird, bleibt es im Rhein-Main-Gebiet und in Südhessen ruhiger. Am Montag bleibt es wechselhaft, aber die ganz großen Regenmengen sind dann erst einmal vorbei. In Nordrhein-Westfalen ähnliche Bedingungen mit wechselhaftem Wetter und zeitweisem Regen.
Unterm Strich ist das kein Dauer-Drama, aber ein klassischer Winter-Fallensteller: Timing + Temperatur entscheiden. Wer oberhalb der Mittelgebirgslagen unterwegs ist, bekommt eher die weiße Variante – darunter pendelt es schnell zwischen Matsch und Schnee. Kritisch wird es dort, wo Niederschlag in die kälteren Nachtstunden fällt: Dann reichen kleine Mengen, um Wege und Straßen spiegelglatt zu machen. Dazu kommt zeitweise Wind – das macht es auf Höhenlagen unangenehm und kann Schneeverwehungen begünstigen. Die beste Nachricht: Zwischendurch gibt es auch ruhigere Phasen. Die weniger gute: Das nächste Niederschlagsfenster steht schon wieder bereit.
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