Schlagzeilen

Schwüle, Luft und Gewitter am Donnerstag in Hessen.

Der Sommer hat Einzug in Hessen gehalten, und mit Temperaturen von bis zu 30 Grad bleibt das Wetter angenehm warm. Doch nicht alles ist eitel Sonnenschein: Die Luftmassen werden zunehmend schwül und die Wahrscheinlichkeit von Gewittern steigt. In diesem Bericht erfahren Sie, wo am Donnerstag mit Gewittern zu rechnen ist und wie stark diese ausfallen könnten. Allerdings sollten Sie sich nicht auf eine baldige Abkühlung freuen, denn diese bleibt vorerst aus.

Sommerwetter ist in der Regel eine tolle Sache, zumindest so lange, bis die Luftmassen einen gewissen Grad an Schwüle bekommen, denn mit Erhöhung des Taupunktes wird es eine unangenehme Sache. Wir sind genau an diesem Punkt angekommen, wo Schwitzen auf der Tagesordnung steht. Die Ursache dafür ist leicht erklärt.

Ein Italientief ist an der Misere Schuld und verleiht uns einen Hauch von Sauna, welche nicht ohne Folgen bleiben wird. Schauer und Gewitter werden primär am Donnerstag wie Pilze aus dem Boden bzw. aus dem Himmel schießen. Und es wird genau so sein, wie ich es hier schreibe. Lokale, teils kräftige Gewitter werden am Donnerstag über Hessen zu finden sein. Je östlicher, desto größer die Wahrscheinlichkeit. Blumenkohl-Wolken werden sich breitmachen, diese sind oftmals bei hoher aufsteigender Luftfeuchte zu beobachten.

Und ruckzuck, wird es schwarz am Himmel und es kann mitunter heftig schütten. Einige von ihnen werden sich sicherlich freuen, denn ein Mythos besagt, dass ein Gewitter Abkühlung bringt. Das ist leider nicht immer der Fall und tritt nur dann ein, wenn die Luftmassen infolge einer Kaltfront ausgetauscht werden. Morgen wird es jedoch noch keine Kaltfront geben und Sie werden sich nach dem Gewitter, sollte bei Ihnen vorbeischauen, fühlen wie in Omas Waschküche.

Wo ist die Gefahr von Gewittern am Donnerstag in Hessen am größten?

Sicher ist, dass die Gewittergefahr mit dieser zunehmenden Schwüle und bei steigenden Cape Werten markant ansteigen wird. Wo genau diese Gewitter in Hessen stattfinden werden, kann ich Ihnen nicht sagen und Ihre App kann dies auch nicht. Das liegt ganz einfach daran, dass es stationäre Entwicklungen geben wird, die überall, jedoch mit größerer Wahrscheinlichkeit in Nord und Osthessen entstehen können. Dazu ein Video mit der Gewitter. Entwicklung in den kommenden 36 Stunden.

Diese Animation des ICON-D2 Wettermodell zeigt Ihnen die mögliche Gewittergefahr am Donnerstag über Hessen.

Schon das Vorschaubild verrät, dass die Gewittergefahr in unseren östlichen Nachbarländern, Thüringen und Bayern deutlich höher eingestuft wird als in Hessen, diese hat jedoch nicht viel zu bedeuten, weil auch ein Wettermodell nicht 100 Prozent genau die Gewitteraktivitäten vorhersagen kann.

Ein Wettermodell kennt ebenfalls keine Landesgrenzen. Deshalb gilt am Donnerstag Augen auf und immer mal wieder in den Himmel und vor allem auf das Regenradar schauen. In den nächsten Tagen bleibt es gewittrig und am Freitag folgt einer Kaltfront, die kurzzeitig abkühlt, bevor dann am Samstag die angebliche Höllenhitze kommen soll, welche dann doch eine sein wird.

Fazit

Der Sommer in Hessen glänzt zwar mit hohen Temperaturen, bringt jedoch auch Herausforderungen in Form von Schwüle und Gewitter mit sich. Insbesondere am Donnerstag ist mit lokalen, teils kräftigen Gewittern zu rechnen, insbesondere im Norden und Osten des Landes. Wer auf eine baldige Abkühlung hofft, wird enttäuscht sein, denn eine Kaltfront bleibt vorerst aus. Es ist ratsam, den Himmel und das Regenradar im Auge zu behalten. Aber selbst nach einem Gewitter wird die empfundene Hitze ähnlich drückend bleiben wie zuvor. Trotz dieser Unannehmlichkeiten sollten Sommerliebhaber den sonnigen Teil der Saison genießen, denn am Freitag bringt eine Kaltfront nur eine kurze Verschnaufpause, bevor der nächste Hitzevorstoß angekündigt ist.

Angelo D Alterio

Angelo D'Alterio ist ein leidenschaftlicher Autor auf dem Gebiet der Meteorologie, der sich bereits seit dem Jahr 2013 intensiv mit Wetterphänomenen auseinandersetzt. Mit einem tiefen Verständnis für Unwetterwarnungen und Synoptik hat Angelo im Laufe seiner Karriere einen bemerkenswerten Beitrag zur Meteorologie geleistet. Im Jahr 2015 setzte er sein Wissen und seine Begeisterung produktiv ein, indem er Mitgründer und Chef-Meteorologe der Unwetteralarm Schweiz GmbH wurde, einer Initiative, die bis zu seinem Ausscheiden im Jahr 2021 wuchs. Anschließend inspirierte Angelo D'Alterio die Gründung der Meteoleitstelle Hessen, wo er seine Fachkenntnisse weiterhin einbringt. Durch seine Erfahrungen und Spezialgebiete, insbesondere im Bereich Unwetterwarnungen, etablierte… More »
Schaltfläche "Zurück zum Anfang"