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DLRG warnt vor Gefahren durch kühle Wassertemperaturen

Mit den ersten warmen Strahlen des Aprils zieht es die Menschen wieder in Scharen an Deutschlands Seen und Flüsse. Doch die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) mahnt zur Vorsicht: Die Luft mag warm sein, aber kalte Wassertemperaturen können für Freizeitkapitäne und Schwimmer zur echten Gefahr werden. Kaltes Wasser – ein unterschätztes Risiko “Segler und Paddler nutzen das …

Mit den ersten warmen Strahlen des Aprils zieht es die Menschen wieder in Scharen an Deutschlands Seen und Flüsse. Doch die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) mahnt zur Vorsicht: Die Luft mag warm sein, aber kalte Wassertemperaturen können für Freizeitkapitäne und Schwimmer zur echten Gefahr werden.

Kaltes Wasser – ein unterschätztes Risiko

“Segler und Paddler nutzen das schöne Wetter aus, und sicher auch mancher Schwimmer. Alle sollten jedoch vorsichtig sein”, so der Leiter Einsatz der Wasserretter, Alexander Paffrath. Der Lockruf des warmen Wetters ist trügerisch, denn kaltes Wasser birgt Risiken, die jeder ernst nehmen sollte.

Unter der Oberfläche lauert die Gefahr

Beim unerwarteten Eintauchen in kaltes Wasser steigt die Gefahr für Herzrhythmusstörungen signifikant – selbst bei Menschen, die jung und fit sind. Angst und Panik können den Herzschlag derart beeinflussen, dass im schlimmsten Fall ein Herzstillstand droht. Und auch wer keine kardiologischen Probleme erfährt, wird durch die Kälte schnell geschwächt: Schwimmbewegungen fallen schwerer, und die Kraft lässt rapide nach. Ein längerer Aufenthalt im Wasser führt unweigerlich zur Auskühlung des Körperkerns und erhöht das Ertrinkungsrisiko drastisch.

90 Sekunden – länger wird sich der junge Mann nicht mehr über Wasser halten können. Von Panik erfasst hat er längst jede koordinierte Schwimmbewegung aufgegeben. In 90 Sekunden retten die freiwilligen Helfer der DLRG mit dem IRB (Inflatable Rescue Boat) Leben: 25 Sekunden nachdem der Notleidende gesichtet wurde, ist das Boot auf dem Wasser und der 30-PS-Motor läuft. Nach einer Minute ziehen die Retter den Mann an Bord. Dann geht es mit Vollgas zurück zum Strand. Dort kann nach 90 Sekunden die Versorgung des Patienten beginnen.

Präventive Maßnahmen können Leben retten

“Gegen das Auskühlen helfen Schutzbekleidung wie ein Neoprenanzug und Handschuhe”, erklärt Paffrath. Er empfiehlt außerdem allen Wassersportlern, stets eine Schwimmweste zu tragen. Diese kann in Notsituationen lebensrettend sein, da sie hilft, an der Oberfläche zu bleiben und Kräfte zu schonen. Ganz besonders unerfahrene Schwimmer sollten jetzt mit der ersten Runde im heimischen Badesee warten.

Sicherheit an erster Stelle

Die warmen Tage sind eine Einladung, die Schönheit der Natur zu genießen und sich im Wasser zu erfrischen. Doch die DLRG rät dringend, dabei nicht die eigene Sicherheit und die von anderen zu vernachlässigen. Mit der richtigen Ausrüstung und einem angemessenen Risikobewusstsein lässt sich der sommerliche Spaß am und im Wasser unbeschwert genießen. Die Expertenappelle der DLRG sollten stets ernst genommen werden, denn sie können im Ernstfall Leben retten.

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