Panorama

Jetstream: Sturm, Schauer und Gewitter, so wird das Wetter.

Druckverteilung auf einen Blick: Ein umfangreiches Tiefdruckgebiet zwischen Island und den Britischen Inseln lenkt mit seinen Ausläufern immer neue Schauer- und Regenfelder nach Deutschland; nach Osten reicht ein stabilisierender Keil eines Hochs über Nordwestrussland, ohne sich bei uns…

Druckverteilung auf einen Blick: Ein umfangreiches Tiefdruckgebiet zwischen Island und den Britischen Inseln lenkt mit seinen Ausläufern immer neue Schauer- und Regenfelder nach Deutschland; nach Osten reicht ein stabilisierender Keil eines Hochs über Nordwestrussland, ohne sich bei uns wirklich durchzusetzen. Gleichzeitig liegt der Polarfront-Jetstream direkt über Mitteleuropa – das ist der „Schnellweg“ für Tiefs und die Quelle der ruppigen Böen

Druckverteilung auf einen Blick: Ein umfangreiches Tiefdruckgebiet zwischen Island und den Britischen Inseln lenkt mit seinen Ausläufern immer neue Schauer- und Regenfelder nach Deutschland; nach Osten reicht ein stabilisierender Keil eines Hochs über Nordwestrussland, ohne sich bei uns wirklich durchzusetzen. Gleichzeitig liegt der Polarfront-Jetstream direkt über Mitteleuropa – das ist der „Schnellweg“ für Tiefs und die Quelle der ruppigen Böen
Ausläufer atlantischer Tiefs sorgen in einer westlichen Strömung für einen wechselhaften und allenfalls mäßig warmen Wetterabschnitt.

Warum es jetzt so windig und launisch ist

Der Jetstream beschleunigt die Zugbahn der Tiefs quer über Deutschland. Ergebnis: häufiger Wechsel aus dichten Wolken, sonnigen Momenten und wiederholten Schauern, lokal mit kurzen Gewittern. Dazu frischt der Wind tagsüber spürbar auf – besonders an Nord- und Ostseeküste sowie in den Mittelgebirgen.

Wichtig zur Einordnung möglicher Böen: Meldungen von 150 bis 160 km/h in Frankfurt oder Berlin finden in offiziellen Messnetzen keinen Beleg. Heute und am Freitag sind im Flachland typischerweise Böen um 55–65 km/h zu erwarten, an Küstenabschnitten Sturmböen und in exponierten Gipfellagen teils schwere Sturmböen. Werte jenseits der 100 km/h bleiben auf Hochlagen und eng begrenzte Konvektionsereignisse beschränkt. 24-h-Niederschlag (Rückblick): In der Oberlausitz wurden bis zum Morgen teils 30–55 l/m² gemessen – u. a. in Königswartha und Lohsa – und untermauern die anhaltend nasse Witterung im Osten.

Druckverteilung auf einen Blick: Ein umfangreiches Tiefdruckgebiet zwischen Island und den Britischen Inseln lenkt mit seinen Ausläufern immer neue Schauer- und Regenfelder nach Deutschland; nach Osten reicht ein stabilisierender Keil eines Hochs über Nordwestrussland, ohne sich bei uns wirklich durchzusetzen. Gleichzeitig liegt der Polarfront-Jetstream direkt über Mitteleuropa – das ist der „Schnellweg“ für Tiefs und die Quelle der ruppigen Böen
Das Sturmwarnmodul der Meteoleitstelle zeigt stürmische Tage im Bereich Husum. Vor allem am Dienstag sind schwere Sturmböen nicht ausgeschlossen.

Deutschland erlebt heute ein Wetter, das im Minutentakt umblättert: Über Berlin und das Umland ziehen kompakte Wolkenstaffeln, dazwischen kurze, helle Fenster mit Sonne – und genau dann pfeift der Wind die nächste Schauerlinie heran. In Cottbus pladdern die Tropfen noch auf nassen Straßen, während die Böen an den Bäumen rütteln; kein Sturm mit Orkanstärke, aber kraftvoll genug, um Baustellenplanen flattern zu lassen und Radfahrern den Tritt schwer zu machen.

Ähnlich die Szenerie in Frankfurt am Main und Kassel: mal weites Himmels grau, mal wabernde Quellwolken, dazwischen ein paar trockenere Kilometer, die jeden Spaziergang zum kleinen Zeitfensterprojekt machen. Das Temperaturniveau passt zur Stimmung – verhalten mild, eher 20 als 25 Grad, und in den Schauern merklich kühler.

Entlang der Küsten zeigt sich der Charakter dieser Lage am deutlichsten. Zwischen Kiel und Cuxhaven laufen die Böen mit Schauerpassagen ungeniert zur Hochform auf, Fähren melden gelegentliche Einschränkungen, und wer auf dem Deich unterwegs ist, spürt: Das Meer hat heute eine Meinung. In den Mittelgebirgen – vom Brocken bis zum Feldberg – wird die Luft mit jedem Höhenmeter bissiger, die Wolken kratzen an den Kämmen, und die kräftigsten Böen sind genau dort zu Hause.

Weiter südlich, rund um Nürnberg, München und Stuttgart, bleibt das Bild sprunghaft: kurze Gewitterblitze mit kräftigen Schauern, dann wieder zehn friedliche Minuten, in denen die Berge am Horizont klar aufscheinen. Wer Autofahrten plant, sollte mit nassen Abschnitten, Laubfilm und Aquaplaning rechnen – besonders dort, wo zuletzt viel Regen gefallen ist, unter anderem in Teilen der Oberlausitz.

Wie geht es weiter mit dem Wetter in Deutschland?

Morgen setzt sich die Wechselhaftigkeit fort, nur anders sortiert: Von Hamburg und Bremen über Hannover bis in den Rhein-Main-Raum mischen sich dichte Wolken mit immer neuen Schauern, zwischendrin ein kurzer Sonnenauftritt – typisches „Durchgangswetter“. Am Flughafen Frankfurt zucken die Windsäcke lebhaft, an der Nord- und Ostsee bleibt der Wind eine klare Größe, im Binnenland weht er frisch, in Schauerstraßen ruppig. Die Temperaturen halten sich zurück: Wo es längere Auflockerungen gibt – etwa in Baden-Württemberg oder in Teilen Bayerns – werden die höchsten Werte erreicht, andernorts bleibt es herbstlich angelehnt.

Druckverteilung auf einen Blick: Ein umfangreiches Tiefdruckgebiet zwischen Island und den Britischen Inseln lenkt mit seinen Ausläufern immer neue Schauer- und Regenfelder nach Deutschland; nach Osten reicht ein stabilisierender Keil eines Hochs über Nordwestrussland, ohne sich bei uns wirklich durchzusetzen. Gleichzeitig liegt der Polarfront-Jetstream direkt über Mitteleuropa – das ist der „Schnellweg“ für Tiefs und die Quelle der ruppigen Böen
Von den Temperaturen dür Sie sich nich viel Hoffnungen machen, hier als Beispiel Köln. Es bleibt herbstlich mit maximal 18 bis 24 Grad.

Und am Samstag? Keine echte Atempause. Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern bleiben im Wind- und Schauerband, immer wieder prasseln kurze, teils gewittrige Güsse durch. Von Rheinland-Pfalz über Hessen, Thüringen und Sachsen wirkt der Himmel wie ein schlecht gemischter Aquarellkasten: hell, grau, wieder hell – mit einzelnen Schauern, aber auch anständig langen trockenen Phasen.

Im Alpenvorland darf man mit etwas Glück sogar ein paar verbundene, freundlichere Stunden erwischen, die sich für einen Spaziergang an der Isar oder eine spätsommerliche Kaffeepause eignen. Thermisch pendelt Deutschland dabei auf einem schmalen Grat: meist 16 bis 22 Grad, in geschützten Lagen Bayerns vereinzelt etwas darüber, doch der Wind hält das Hochsommergefühl zuverlässig auf Abstand.

Druckverteilung auf einen Blick: Ein umfangreiches Tiefdruckgebiet zwischen Island und den Britischen Inseln lenkt mit seinen Ausläufern immer neue Schauer- und Regenfelder nach Deutschland; nach Osten reicht ein stabilisierender Keil eines Hochs über Nordwestrussland, ohne sich bei uns wirklich durchzusetzen. Gleichzeitig liegt der Polarfront-Jetstream direkt über Mitteleuropa – das ist der „Schnellweg“ für Tiefs und die Quelle der ruppigen Böen
So richtig trocken bleibt es in den nächsten Tagen rund um Frankfurt am Main nicht. Viel Niederschlag wird es laut Regen-Prognose jedoch nicht geben.

Für die Gefahreneinschätzung bleibt unsere Linie klar: Böen sind heute und an den Folgetagen das häufigste Thema – vor allem an den Küsten und in exponierten Gipfellagen. Dazu kommen lokal kräftige Schauer, in denen kurzzeitig viel Wasser fällt und Sicht sowie Haftung rapide nachlassen. Wer unterwegs ist, plant besser mit Reserve, sichert lose Gegenstände im Außenbereich und packt den Regenschutz ganz oben ein. So lässt sich dieses rauere, sehr lebendige Wetter mit etwas Planung erstaunlich gut meistern.

Fazit der Meteoleitstelle

Der Herbst klopft an – mit Wind, Schauern und kurzen Gewittern. Größere Böen betreffen Küsten und Gipfel, im Flachland sind es größtenteils frische bis starke Windspitzen. Ein stabiler Altweibersommer ist bis auf Weiteres nicht in Sicht. Planen Sie flexibel, halten Sie Regenschutz griffbereit – und sichern Sie lose Gegenstände im Außenbereich.

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