In der ersten Wochenhälfte bestimmt zunächst milde Luft mit Spitzenwerten von bis zu 19 Grad das Wettergeschehen in Deutschland, bevor ab Freitag dichte Wolkenfelder mit erheblichen Konzentrationen an Saharastaub aufziehen. Im weiteren Verlauf des März deuten die synoptischen Modelle übereinstimmend auf einen markanten Temperaturrückgang hin. Ein erneuter Rückfall in nasskalte Phasen mit Schneefällen in den Mittelgebirgen und wiederkehrendem Nachtfrost bleibt bis in den April hinein ein sehr wahrscheinliches Szenario.

Großwetterlage aktuell eingefahren
Ein blockierendes Hochdruckgebiet über dem europäischen Kontinent sorgt derzeit in Verbindung mit einem Tiefdrucksystem vor Portugal für eine ausgeprägte südwestliche bis südliche Anströmung. Diese Konstellation transportiert sehr milde Luftmassen sowie aufgewirbelten Wüstenstaub aus Nordafrika über das Mittelmeer bis nach Mitteleuropa. Zum kommenden Wochenende (ab dem 7. März) schwächt sich der Hochdruckeinfluss ab und macht Platz für eine schwache Frontalzone.

Mittelfristig ab Mitte März berechnen die Hauptläufe der Wettermodelle (ECMWF und GFS) zwei Hauptszenarien: Entweder den Durchbruch einer aktiven atlantischen Frontalzone mit ergiebigen Niederschlägen oder den Aufbau einer Hochdruckbrücke über Skandinavien. Letzteres würde einen geblockten Atlantik und eine Umstellung auf eine nordöstliche Strömung bedeuten, wodurch trocken-kalte Luftmassen nach Deutschland geführt würden.
Aktuelle Wetter-Prognosen
Frühlingstemperaturen und morgendliche Inversionen Von Montag bis Donnerstag dominiert ruhiges und abseits von morgendlichen Inversionslagen sonniges Wetter. In den frühen Morgenstunden ist verbreitet mit leichtem Boden- bis Luftfrost sowie teils zähem Talnebel zu rechnen. Schwerpunktmäßig betroffen sind hiervon die Flusstäler wie das untere Moseltal zwischen Trier und Koblenz, das Maintal im Raum Würzburg und Schweinfurt sowie das Hessische Ried. Nach rascher Nebelauflösung am Vormittag steigen die Tageshöchstwerte deutlich an. Entlang der Bergstraße, in der Vorderpfalz sowie im Rhein-Main-Ballungsraum werden in der Spitze bis zu 19 Grad erreicht.

Wüstenstaub trübt die Einstrahlung Ab Freitag erfasst ein massives Band an Saharastaub von Südwesten her das Bundesgebiet. Ausgehend von der Westpfalz, dem Pfälzerwald und dem Untermain ziehen rasch dichtere Wolkenfelder auf. Die Sonneneinstrahlung wird landesweit stark gedämpft und der Himmel erscheint milchig bis bräunlich. Nennenswerte Niederschläge bleiben zunächst aus, und die Luftmassen verbleiben auf einem überdurchschnittlich milden Temperaturniveau.
Wetterumschwung und sinkende Schneefallgrenze Zum kommenden Wochenende (7. und 8. März) leiten erste Ausläufer eines Troges einen allmählichen Wetterwechsel ein. Es wird landesweit wechselhafter. Ab Mitte März deuten die Berechnungen auf einen massiveren Kaltlufteinbruch hin. Die Temperaturen in 1.500 Metern Höhe sinken potenziell auf 0 bis -5 Grad.

Damit einhergehend fällt die Schneefallgrenze auf 500 bis 700 Meter ab. In den Hochlagen und an den Kämmen der Mittelgebirge – insbesondere rund um die Hohe Acht (Eifel), den Erbeskopf (Hunsrück), den Wasserkuppen-Raum (Rhön) sowie im Fichtelgebirge und dem Bayerischen Wald – muss dann wieder mit winterlichen Fahrbahnbedingungen, lokalem Schneefall und Windböen gerechnet werden.

Fazit:
Die 35-Tage-Ensemble-Berechnungen zeigen für die zweite Märzhälfte einen klaren und nachhaltigen Abwärtstrend der Temperaturen im Vergleich zur aktuellen Wärmeanomalie. Eine anhaltende Wechselhaftigkeit mit Niederschlägen und sinkenden Temperaturen zeichnet sich ab. Nachtfröste sowie kurze, schneereiche Episoden bis in mittlere Lagen bleiben laut den Langfristmodellen bis Anfang April eine signifikante Wahrscheinlichkeit.
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