Am Montag drohen Unwetter durch kräftige Kaltfront.

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  • Beitrag veröffentlicht:23. Juli 2022
  • Beitrags-Kategorie:Hessenwetter
  • Beitrag zuletzt geändert am:23. Juli 2022
  • Lesedauer:5 min Lesezeit

Aktualisierung der Erstmeldung am 23. Juli 2022 14:38 von Angelo D Alterio

Bevor uns am Montag eine durchaus markante Kaltfront erreicht und einen Temperatursturz von mehr als 10 Grad auslöst, wird es vor allem am Sonntag und Montag noch einmal hochsommerlich heiß mit Temperaturen bis 35 Grad. Was diese Kaltfront für Hessen bedeutet, dass erfahren Sie im nun folgenden Bericht. Wie immer ist zu beachten, dass sich die Wettermodelle bis zum Montag weiter konkretisieren. Nach jetzigem Stand könnte sich jedoch eine Unwetterlage entwickeln.

Hoch Lebrecht sorgt für Hitze bis zum Montag

Zunächst macht sich ein neues Hoch über Hessen breit, welches in den kommenden 2 Tagen das Thermometer noch einmal kräftig ansteigen lässt. Aktuell gehen die Wettermodelle je nach Region von 30 bis lokal 36 Grad aus. Am Sonntag ist die Unwettergefahr meist gering. Dies könnte sich zum Montag ändern. Eine markante Kaltfront zieht von Westen nach Osten.

Luftdruckverteilung über Europa am Sonntag, dabei wetterbestimmend das Hoch Lebrecht

Kaltfront von Tief Evelyn sorgt für Temperatursturz

Am Montag könnte mit dem Durchzug einer Kaltfront ,ausgehend von einem Tief mit dem Namen Evelyn für Brisanz am Himmel sorgen. Was die Modelle derzeit über die Kaltfront preisgeben, dass schauen wir uns jetzt im Detail an.

Markante Kaltfront am Montag mit erhöhter Unwettergefahr

So stellt sich aktuell die Wetterlage am Montag dar, das wetterbestimmende Hoch verlagert sich weiter in Richtung Osteuropa, somit kann das Tief über dem Nordmeer auf Deutschland übergreifen und verursacht einen Temperatursturz von über 10 Grad. Dass dieser Sturz nicht ohne Folgen bleiben wird, sehen wir an der aktuellen Modelllage.

Das Super HD Wettermodell von Kachelmannwetter ist ein hochauflösendes Wettermodell.  Es hat eine für Wettermodelle einmalig hohe Auflösung von 1×1 Kilometern. Wettermodelle teilen das Rechengebiet in ein Gitternetz ein, wo in diesem Fall für jede Zelle mit einer Auflösung von 1×1 Kilometern das Wetter berechnet wird. Der große Vorteil ist, dass sich geografische Besonderheiten, wie zum Beispiel Gebirge extrem gut abzeichnen und das Wettermodell damit einmalig gute Ergebnisse erzielt. Und genau dieses Modell zeigt eine Gewitterlinie, welche nach jetzigem Stand am Montagabend über Hessen ziehen wird.

Gewitterlinie über Hessen am Montag (C) kachelmannwetter.com

Sie sehen die simulierte Gewitterlinie, welche nach jetzigem Stand am Montagabend unter Verstärkung von Westen nach Ostdeutschland ziehen wird. Dabei sind im Bereich der Kaltfront, neben starken Gewittern und unter Umständen großem Hagel, auch schwere Sturmböen bis hin zu Orkanböen nicht ausgeschlossen. Wie stark der Wind wehen könnte, das schauen wir uns auf dem nächsten Modell an.

Orkanböen im Bereich der Kaltfront

Es ist zu früh um Panik zu verbreiten, man kann davon ausgehen, dass sich die Wettermodelle in den nächsten 24 Stunden konkretisieren werden und zu diesem Lauf sich das ICON D2 des Deutschen Wetterdienstes dazu gesellt. Was man jedoch hier sieht, ist nicht wirklich schön, denn vor allem über Mittelhessen wären Böen bis zu 110 Km/h möglich, das entspricht Orkanstärke. Wollen wir mal hoffen, dass dies nicht so bleibt wie aktuell berechnet.

Absturz der Temperaturen um mehr als 10 Grad

Zu dem ganzen Schlamassel droht ein markanter Temperatursturz um mehr als 10 Grad. Wären es gegen Mittag noch 35 Grad, so sind aktuell hinter der Kaltfront nur 23 bis 25 Grad möglich. Fazit: Die Wetterlage bleibt spannend und muss weiterhin beobachtet werden. Eine Unwetterlage am Montag ist absolut legitim.

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Angelo D Alterio

Seite 2013 als Medien-Meteorologe an verschiedenen Projekten beteiligt. Mein Spezialgebiet sind Unwetterwarnungen und die Synoptik. Von 2015 bis 2021 war ich unter anderem Gesellschafter bei der Unwetteralarm GmbH.