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Vorsicht Staualarm: Osterverkehr auf den deutschen Autobahnen

Die Ostertage gelten als eine der reise freudigsten Zeiten in Deutschland; entspannte Feiertage locken Urlauber zu entfernten Zielen oder in die Arme wartender Verwandter. Doch inmitten der freudigen Aussicht auf erholsame Tage steht ein unvermeidlicher Begleiter: der Stau. Insbesondere an Ostern, wo es alle Richtungen aus den Städten hinaus auf die Autobahnen zieht, sollten Reisenden gewappnet sein.

Bereits im Vorfeld können die Reiselustigen einiges an Geduld aufbringen. Das erhöhte Aufkommen von Fernreisen ins Ausland, Familienbesuchen und Ausflügen führt regelmäßig zu dichten Verkehrssituationen. Beliebte Ziele sind dabei nicht nur die frühlingshaft erwachenden Landschaften des Umlandes, sondern auch die höheren Lagen der Alpen für Spätwintervergnügen oder Küstengebiete an Nord- und Ostsee.

Einer der Höhepunkte der Stauperiode fällt gewöhnlich auf den Gründonnerstag. Im Jahr 2019 wurde dieser Tag als einer der staureichsten des Jahres vorhergesagt. Pendler und langfristige Urlauber kreuzten ihre Wege, was in der Vergangenheit zu signifikanten Verkehrsstauungen führte. Vor allem an Baustellen und in Ballungszentren wurden erhebliche Verzögerungen verzeichnet.

Der Ostermontag und die darauffolgenden Tage, wenn die Ferien in mehreren Bundesländern enden und das lange Wochenende ausklingt, verzeichnen ebenfalls eine hohe Staugefahr. Erfahrungsgemäß entzerrt sich die Lage erst am Ostersonntag, wo traditionell die wenigsten Staus gemeldet werden.

Wer ins Ausland reist, muss mit Wartezeiten rechnen. Die klassischen Auslandsstrecken, etwa die West-, Tauern- und Brennerautobahn nach Österreich und Italien oder die Gotthard-Route in der Schweiz, sind besonders anfällig für Verkehrsstauungen. Auch an den Hauptgrenzübergängen zu Polen und den Niederlanden müssen Reisende mit teilweise bis zu 30 Minuten Wartezeit kalkulieren.

Ein besonderes Augenmerk sollte auf die Tauernautobahn in Österreich gelegt werden: Hier drohen durch verschiedene Tunnelbaustellen längere Staus. Nicht zuletzt könnte auch der Achenpass am Karsamstag zum Nadelöhr werden, wenn durch Ampelschaltung nur ein Bruchteil der Fahrzeuge passieren darf – ein System, das bereits während der Faschingsferien in Bayern zu kilometerlangen Rückstaus führte.

Vorsicht Staualarm: Osterverkehr auf den deutschen Autobahnen 24. April 2024
Die aktuelle Verkehrslage der wichtigsten Autobahnen in Richtung Süden können Sie über Google Maps abrufen.

Reisetipps gegen den Osterstau:

  1. Reisezeit sorgfältig planen: Den Gründonnerstag und Ostermontag meiden und lieber Zeitfenster wählen, in denen traditionell weniger Verkehr herrscht.
  2. Aktuelle Verkehrsinformationen beachten: Vor und während der Fahrt über Staus und Baustellen via Radio, Apps oder Navigationssysteme informieren.
  3. Alternativrouten erwägen: Der Blick auf die Karte kann helfen, über weniger befahrene Straßen das Ziel zu erreichen.
  4. Reisevorbereitungen treffen: Ausreichend Proviant und Unterhaltung für Kinder kann die Fahrt erträglicher machen.
  5. Geduld mitbringen: Nicht selten wird die Fahrt länger dauern als geplant.

Das Osterwochenende stellt für viele eine wohlverdiente Auszeit dar, doch die Reise kann zur Geduldsprobe werden. Mit einer guten Planung und flexibler Reisegestaltung lässt sich der Stau zwar nicht immer umgehen, das Ankommen wird jedoch hoffentlich umso schöner.

Thomas Arnold

Geboren in das pulsierende Herz Berlins im Jahr 1966, entdeckte Thomas Arnold früh seine Passion für das geschriebene Wort und die Ereignisse, die unsere alltäglichen Leben prägen. Nach seiner Ausbildung in einem Verlag streifte er als Lokalreporter durch die Straßen unzähliger Städte, wobei er für diverse namhafte Zeitungen sowohl im Inland als auch auf internationaler Bühne tätig war. Seine Artikel offenbarten stets ein tiefgreifendes Verständnis für die Dynamiken lokaler Communitys und die Auswirkungen globaler Einflüsse auf regionale Ereignisse. Thomas' außerordentliches Talent, komplexe Sachverhalte verständlich und fesselnd zu kommunizieren, führte ihn schließlich zur Meteoleitstelle Hessen. Mit einem besonderen Augenmerk auf Polizei- und Feuerwehrmeldungen, hat Thomas einen Ruf als der Journalist entwickelt, der stets an vorderster Front zu finden ist, wenn es darum geht, präzise und zeitnahe Informationen zu liefern.
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