Schlagzeilen

Erdbeben am Samstag im Süden von Baden Württemberg

Das deutschlandweit stärkste Erdbeben seit acht Jahren hat am Samstagnachmittag weite Teile Baden-Württembergs erschüttert. Das Epizentrum lag nach manuellen Auswertungen des Schweizerischen Erdbebendienstes (SED) in Hechingen im Zollernalbkreis. Demnach erreichte das Erdbeben Magnitude 4.2. Bereits vor zwei Tagen kam es dort zu einem spürbaren Erdbeben mit Magnitude 2.8, dessen Epizentrum allerdings östlicher lag.

Erdbeben am Samstag im Süden von Baden Württemberg 24. April 2024
Epizentrum Erdbeben am Samstag dem 09.07.2022

Die Erschütterungen waren landesweit in Baden-Württemberg zu spüren und umfassten neben dem Zollernalbkreis, der Region um Stuttgart und weite Teile des Schwarzwalds auch den Oberrheingraben, den Bodensee sowie angrenzende Regionen von Bayern, Rheinland-Pfalz, der Schweiz und Frankreichs (siehe ShakeMap oben). Rund ums Epizentrum sind einzelne Gebäudeschäden möglich.

In den vergangenen drei Jahren hat eine ganze Reihe spürbarer Erdbeben den Zollernalbkreis getroffen. Schwerpunkt der Aktivität war die Grenzregion von Albstadt und Jungingen, wo sich zwei Cluster mit sechs Erdbeben über Magnitude 3 ausbildeten. Das heutige Erdbeben lag nach SED-Daten weiter westlich abseits des Clusters. Allerdings könnte durch weitere manuelle Auswertungen, zum Beispiel durch den Erdbebendienst Südwest, noch eine Korrektur vorgenommen werden.

Zurzeit sieht es daher so aus, als sei das heutige Erdbeben unabhängig vom Cluster und stehe damit nicht im Zusammenhang mit der erhöhten Aktivität der letzten Jahre. Unabhängig davon: Erdbeben im Zollernalbkreis haben häufig Nachbeben. Beben um Magnitude 4 können Nachbeben um Magnitude 3 haben. Diese können einige Tage und Wochen andauern. Somit muss auch in den kommenden Wochen, möglicherweise Monaten, vermehrt mit kleinen Erdbeben auch in Hechingen gerechnet werden. Ob dieses Erdbeben einen Einfluss auf das Erdbebencluster zwischen Jungingen und Albstadt hat, zu dem auch das Erdbeben vor zwei Tagen gehörte, bleibt abzuwarten.

Quelle: Erdbeben Deutschland

Angelo D Alterio

Angelo D'Alterio ist ein leidenschaftlicher Autor auf dem Gebiet der Meteorologie, der sich bereits seit dem Jahr 2013 intensiv mit Wetterphänomenen auseinandersetzt. Mit einem tiefen Verständnis für Unwetterwarnungen und Synoptik hat Angelo im Laufe seiner Karriere einen bemerkenswerten Beitrag zur Meteorologie geleistet. Im Jahr 2015 setzte er sein Wissen und seine Begeisterung produktiv ein, indem er Mitgründer und Chef-Meteorologe der Unwetteralarm Schweiz GmbH wurde, einer Initiative, die bis zu seinem Ausscheiden im Jahr 2021 wuchs. Anschließend inspirierte Angelo D'Alterio die Gründung der Meteoleitstelle Hessen, wo er seine Fachkenntnisse weiterhin einbringt. Durch seine Erfahrungen und Spezialgebiete, insbesondere im Bereich Unwetterwarnungen, etablierte er sich als renommierter Fachmann in der Meteorologen-Community. Neben seiner fachlichen Tätigkeit ist Angelo ein geschätzter Inhaltsersteller, dessen Artikel und Beiträge auf verschiedenen sozialen Plattformen zu finden sind. Sie können ihm folgen und sich mit ihm auf TikTok, Facebook, Threads, Twitter, Linkedin, sowie auf Instagram vernetzen und austauschen.

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