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Erster Schnee im November? Spekulationen halten an.

Gibt es Schnee in den nächsten 10 Tagen in Hessen?

Ja, das Thema Schnee wird aktuell wieder ganz großgeschrieben. Müssen wir doch derzeit dieses windige und nach wie vor milder Wetter ertragen, wäre doch eine kleine Portion Flocken von Frau Holle ganz angenehmen, oder? Aber was stimmt denn an diesen ganzen Spekulationen über einen vermeintlichen Wintereinbruch? Ich versuche mit wenigen Worten die aktuellen Fakten auf den Tisch zu legen und Sie werden schnell merken, dass es doch nicht so einfach ist, wie es an manch anderer Stelle geschrieben wird.

Erster Schnee im November? Spekulationen halten an. 22. Juni 2024
GFS Wettermodell mit den Neuschneemengen in den kommenden 10 Tagen

Das GFS Wettermodell hat seine Berechnungen dahin gehend angepasst, dass es in den nächsten 10 Tagen möglicherweise zu Schneefall kommen kann. Dies liegt daran, dass Ende der Woche die Strömung auf Nordwest dreht und somit kühlere Polarluft nach Deutschland gelangt. Somit sinken primär die Temperaturen in der Nacht lokal bis zum Gefrierpunkt ab.

Während im Alpenraum die Chance für Schnee recht gut liegen, da die Schneefallgrenze unter 1000 Meter abfällt, sieht es bei uns in Hessen nur bedingt gut aus. Es gibt ein paar Flecken, welche aktuell im Waldecker Land, dem Upland, dem Vogelsberg und auf dem Feldberg im Taunus simuliert werden.

Neuschneemengen bedeuten jedoch nicht, dass dieser auch liegen bleibt. Das wären die „Schneehöhen“ und da ist derzeit für Hessen nicht viel zu erkennen. Die Wahrscheinlichkeit für eine geschlossene Schneedecke in den hessischen Mittelgebirgen ist derzeit noch recht gering. Außer die Wasserkuppe in der Rhön könnte da Vorreiter spielen. Aber nach dem kommenden Wochenende wird es schon wieder wärmer und der Traum von Schnee ist wieder nur Schall und Rauch. Deshalb egal, was Sie lesen, es bleiben reine Spekulationen.

Angelo D Alterio

Angelo D'Alterio ist ein leidenschaftlicher Autor auf dem Gebiet der Meteorologie, der sich bereits seit dem Jahr 2013 intensiv mit Wetterphänomenen auseinandersetzt. Mit einem tiefen Verständnis für Unwetterwarnungen und Synoptik hat Angelo im Laufe seiner Karriere einen bemerkenswerten Beitrag zur Meteorologie geleistet. Im Jahr 2015 setzte er sein Wissen und seine Begeisterung produktiv ein, indem er Mitgründer und Chef-Meteorologe der Unwetteralarm Schweiz GmbH wurde, einer Initiative, die bis zu seinem Ausscheiden im Jahr 2021 wuchs. Anschließend inspirierte Angelo D'Alterio die Gründung der Meteoleitstelle Hessen, wo er seine Fachkenntnisse weiterhin einbringt. Durch seine Erfahrungen und Spezialgebiete, insbesondere im Bereich Unwetterwarnungen, etablierte… More »
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