Hitzewelle über Deutschland, Hoch Jürgen schlägt zu.

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  • Beitrag veröffentlicht:18. Juli 2022
  • Beitrags-Kategorie:Warnlagebericht
  • Beitrag zuletzt geändert am:18. Juli 2022
  • Lesedauer:6 min Lesezeit

Aktualisierung der Erstmeldung am 18. Juli 2022 9:59 von Angelo D Alterio

Wie schon angekündigt, erwarten uns zum Wochenstart ein paar heiße Tage über Deutschland, wobei man deutlich sagen muss, dass es nicht überall gleich heiß werden wird. Zumal am Mittwoch die ersten Schauer und Gewitter aus Westen erwartet werden. Wie die nächsten Tage beim Wetter verlaufen werden, dass durchleuchten wir in dem nun folgenden Artikel.

Hoch Jürgen und dessen Auswirkungen auf die Temperaturen.

Das Hoch Jürgen ist ein großer und mächtiger Hochdruckkomplex, welcher von Mitteleuropa bis zum Schwarzen Meer reicht. Das Zentrum befindet sich derzeit über Polen. Dies hat zufolge, dass die Temperaturen ab dem heutigen Montag schlagartig in die Höhe steigen, der Hitze-Peak wird am Dienstag und Mittwoch erwartet. Dabei sind nach jetzigem Stand vor allem im Südwesten des Landes bis zu 40 Grad möglich.

Luftdruckverteilung über Europa mit dem kräftigen Hoch Jürgen über Mitteleuropa

Diese Karte zeigt die aktuelle Luftdruckverteilung über Europa, dabei liegt das kräftige Hoch Jürgen über Mitteleuropa und sorgt für Zustrom heißer und vor allem trockenen Luftmassen aus Südwesten.

Welche Temperaturen sind in zu erwarten?

Anhand verschiedener Standorte in Deutschland wollen wir Ihnen zeigen, welche Temperaturen vor allem in den kommenden 2 bis 3 Tagen möglich sind. Wie schon eingangs erwähnt, wird es nicht überall in Deutschland gleich heiß.

Hitzewarnung des DWD für die kommenden 2 Tage über Deutschland

Seit gestern hat der Deutsche Wetterdienst in Offenbach eine neue Webseite am Start, welche über Hitze über Deutschland informiert. Unter Hitzewarnungen.de finden Sie weitere Informationen. Wie Sie auf den beiden Karten erkennen können, wird vor allem am Dienstag Temperaturen von 35 bis nahe der 40 Grad erwartet. Dies bezieht sich vor allem auf den Westen, die Mitte und den Osten des Landes. Eine große Hitzebelastung ist zu erwarten.

Temperatur-Trend für Köln in den nächsten 10 Tagen

Zunächst schauen wir uns den Temperatur-Trend für Köln an. Nach dem aktuellen Modell MOSMIX vom DWD werden am Dienstag bis zu 38 Grad in der Stadt am Rhein erwartet. Doch schon am Mittwoch ziehen die ersten Schauer und Gewitter auf und die Temperaturen werden wieder deutlich zurückgehen. Wie stark die Gewitter werden, kann man zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen.

Wetter-Trend Frankfurt am Main in den nächsten 10 Tagen

Ein ähnliches Bild zeigt sich bei den Temperaturen am Dienstag in Frankfurt am Main. Bis zu 38 Grad werden am Dienstag erwartet. Ein Unterschied zu Köln gibt es jedoch. Die Temperaturen werden am Mittwoch nach wie vor über 20 Grad bleiben, dies liegt daran, dass die Gewitterberechnung in Hessen, derzeit außen vor bleibt. 9 bis 13 Stunden purer Sonnenschein. Im weiteren Verlauf weiterhin hochsommerliches Wetter mit kaum Niederschlag.

Kachelmannwetter mit den Aussichten für heute und Morgen

Gewittergefahr über Deutschland steigt an.

Schon am Mittwoch wird die Luft aus Westen zunehmend feuchter, dies löst im Tagesverlauf, vor allem im Westen, Nordwesten und Südwesten des Landes, teils heftige Gewitter aus, lokale Unwettergefahr durch Starkregen und Hagel nicht ausgeschlossen.

Aktuelle Gewitterberechnung über Deutschland für den kommenden Mittwoch

Fazit: Die Hitzewelle über Deutschland nimmt ihren Lauf, in einigen Regionen wird diese am Mittwoch infolge von Schauern und Gewittern wieder zu Ende gehen. Vor allem in Hessen bleibt das heiße Wetter von Bestand.

Vorschau Hitze und Unwettergefahr

Am Dienstag im Westen und Südwesten Höhepunkt der Hitzewelle mit starker Wärmebelastung. Zudem auch in den mittleren Gebieten zunehmende Wärmebelastung. Ansonsten sehr wahrscheinlich keine markanten Wettergefahren.

Am Mittwoch im Osten und Südosten nochmals starke Wärmebelastung. Von Westen aufkommende lokale Schauer und Gewitter, ost-/nordostwärts verlagernd. Auch aus den Alpen heraus Schauer und Gewitter. Dabei lokal Starkregen, Hagel und Sturmböen. Einzelne unwetterartige Entwicklungen aufgrund von heftigem Starkregen nicht ausgeschlossen.

Angelo D Alterio

Seite 2013 als Medien-Meteorologe an verschiedenen Projekten beteiligt. Mein Spezialgebiet sind Unwetterwarnungen und die Synoptik. Von 2015 bis 2021 war ich unter anderem Gesellschafter bei der Unwetteralarm GmbH.