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Luftmassengrenze: So viel Schnee fällt in Hessen

Wer am heutigen Montag aus dem Fenster schaut, ist vielleicht überrascht. Was ist das denn für ein weißes Zeug, dass da vom Himmel fällt. Es nennt sich Schnee und wer nicht genug davon bekommen kann, wird am Mittwoch auf deine Kosten kommen. Doch nicht überall in Hessen wird es gleich viel Schnee geben. Warum es überhaupt schneien wird, erklären wir im folgenden Bericht.

Zunächst schauen wir auf die aktuelle Wetterlage, dabei macht sich am Montag zunächst das Hoch Julian bemerkbar, welche im Großen und Ganzen einen freundlichen Tag bringt. Die letzten Schneeschauer ziehen am Morgen nach Bayern ab. Im Tagesverlauf lässt sich die Sonne öfters blicken. Die Temperaturen bleiben jedoch kalt. Vor allem in der Nacht zum Dienstag wird es bei sternenklarem Himmel mit -5 bis -8 Grad teils bitterkalt.

Luftmassengrenze am Mittwoch sorgt für Glatteis und Schneefall

Die neue Woche beginnt winterlich und bleibt winterlich. Am Mittwoch wird den Süden von Deutschland eine Luftmassengrenze beschäftigen, welche im Verlauf Glatteisregen und Schneefall bringen wird. Dies ist einem kleinen Tief über Frankreich geschuldet, welches an der Nordflanke milde und vor allem feuchte Luftmassen nach Süddeutschland einfließen lassen. An der Grenze von kalt und warm wird es im Übergang Glatteisregen geben und auf der weiter verbleibenden kalten Seiten Schneefall.

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Luftmassenverteilung über Europa am kommenden Mittwoch. Zusehen ein kleines Tief über Frankreich, welches kurzzeitig milde Luftmassen in den Süden von Deutschland transportiert.

Wo genau die Luftmassengrenze verlaufen wird, sehen die Wettermodelle ähnlich, jedoch gibt es wie bei jeder Luftmassengrenze Unsicherheiten. Was bedeutet dies für unser Wetter in Hessen? Wie viel Schnee ist zu erwarten oder gibt es Glatteisregen?

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Temperaturen über Deutschland am Mittwoch. Zu sehen ist, dass vor allem im Süden des Landes milde Temperaturen herrschen werden. In München sind bis zu 6 Grad plus nicht ausgeschlossen. In Frankfurt am Main bleibt es tagsüber bei Dauerfrost.

Wie sehen die Wettermodelle aktuell die Luftmassengrenze?

Wir haben dazu zwei Wettermodelle zum Vergleich ausgesucht. ECMWF Swiss und Super HD, beide von kachelmannwetter zeigen den kleinen aber feinen unterschied, welcher die Vorhersage nach wie vor schwierig machen. Außer Frage steht, dass es eine Grenze zwischen kalt und warm geben wird. Sicher ist auch, dass es Schnee und Glatteis geben wird. Unsicher ist nach wie vor, inwieweit die warme Luft nach Norden vorankommt. Und genau hier wird dann entschieden, ob Glatteis oder doch Schnee.

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Modellvergleich zwischen ECMWF SWISS HD und Super HD beide von kachelmannweter.com

Wenn wir uns dazu die aktuellen Schneehöhen anschauen, wird sich manch einer wundern, dass für den Süden von Hessen die Schneehöhen deutlich höher als im Norden berechnet werden. Eigentlich ist dies eher umgekehrt. Auch hier spielt die Grenze der Luftmassen eine Rolle. Da das Tief aus Frankreich kommt, ist der Süden deutlich mehr im Focus als der Norden.

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Rechnung des ECMWF Wettermodell Schneehöhen über Hessen bis zum Donnerstag

Wie Sie selber sehen können, werden die Schneehöhen bis zum kommenden Donnerstag recht unterschiedlich berechnet. Im Odenwald sind nach jetzigem Stand bis zu 11 cm möglich. In Frankfurt am Main sogar noch stolze 6 cm Neuschnee. Während in Kassel nur 2,5 cm auf dem Schirm sind.

Fazit: Das Winterwetter wird uns noch eine Weile erhalten bleiben. Erst Anfang nächster Woche stellt sich eine Milderung ein. Vielleicht wird es wieder ungewöhnlich warm, dies steht jedoch noch in den Sternen.

Aktualisiert am 12. Dezember 2022 8:55 Uhr

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Angelo D Alterio

Seit dem Jahr 2013 beschäftige ich mich mit dem Thema Meteorologie. 2015 wurde die Unwetteralarm Schweiz GmbH gegründet. Bis ins Jahr 2021 war ich dort verantwortlicher Gesellschafter und Chef-Meteorologe. Nach meinem Ausstieg wurde die Meteoleitstelle Hessen ins Leben gerufen. Meine Spezialgebiete sind Unwetterwarnungen und die Synoptik. Weiterhin findet man mich auf Mastodon, Facebook, Twitter und Instagram.
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