Schlagzeilen

Markanter Wetterwechsel: vom Winterwetter direkt in Sturm und Regenwetter

Wie im Hessenwetter heute früh schon geschrieben, wird primär der Samstag durch das Hoch Corvin überwiegend freundlich. Nach Auflösung des Eisnebels zeigt sich in vielen Orten die Sonne. Doch diese Wetterlage wird sich ab Sonntag ändern. Tiefdruckgebiete vom Atlantik lassen nicht nur die Temperaturen kräftig ansteigen, sondern die Sturmgefahr wird erneut ein Thema. Welche Wetterlage Sie in Hessen ab dem Montag erwartet, erfahren Sie in diesem Bericht.

Winteridylle mit eisigen Nächten gehören bald der Vergangenheit an.

Derzeit präsentiert sich Hessen vielerorts als eine pittoreske Schneelandschaft. Die weiße Pracht liegt nahezu flächendeckend und wird primär am heutigen Samstag von Sonnenschein begleitet, der die diesen Tag trotz der Kälte freundlich gestaltet. Nachts jedoch fallen die Temperaturen teils drastisch ab und lassen das Thermometer bis auf –10 Grad absinken. Dies wird jedoch nicht mehr lange der Fall bleiben. Eine Wetteränderung steht unmittelbar bevor.

2. März 2024 Markanter Wetterwechsel: vom Winterwetter direkt in Sturm und Regenwetter um 0:34 Uhr
Solche Bilder wie dieses, aufgenommen von Thomas Gruß an der Taufsteinhütte werden bald der Vergangenheit angehören. Deshalb nutzen Sie den heutigen Tage für tolle Spaziergänge in einer noch wundervollen Winterlandschaft.

Turbulentes Wetter durch Tiefdruckgebiete mit Sturmgefahr.

Doch der friedliche Anblick trügt, denn mit Tief Helga zeichnen sich bereits unruhigere Zeiten ab. Das Tiefdruckgebiet zieht vom Norden herüber, sorgt im Norden Deutschlands für wechselhaftes und windiges Wetter und bricht damit aus dem ruhigen Wettertrend aus. Dieser Trend wird sich bald über weitere Teile des Landes erstrecken.

Tiefdruckgebiete bringen in ihrer Folge nasses, windiges bis stürmisches und dabei überdurchschnittlich mildes Wetter mit sich. Die Umstellung der Wetterlage wird sich am Sonntag schleichend bemerkbar machen. Die Temperaturen steigen an und der Wind wird spürbar aus Südwesten stärker werden.

Bis zur Mitte der Woche erwarten uns sogar Höchstwerte von bis zu 12 Grad Celsius. Ein Umstand, der den Schnee vorwiegend im Flachland rasch schmelzen lässt. Selbst in den Bergen bis auf eine Höhe von ca. 1200 Meter wird Tauwetter einsetzen. Der Wintersport wird somit in vielen Regionen wiederholt eingestellt werden aus dem Grund „Schneemangel“

2. März 2024 Markanter Wetterwechsel: vom Winterwetter direkt in Sturm und Regenwetter um 0:34 Uhr
Mögliche Sturmlage am kommenden Mittwoch. Ein Druckunterschied baut sich zwischen einem Tief über der Nordsee und einem Hoch über Spanien auf. Dabei sind nach jetzigem Stand Sturmböen. exponiert schwere Sturmböen nicht ausgeschlossen.

Warnung vor Wind und Sturmböen in Deutschland

Insbesondere die Stärke des aufkommenden Winds ist ein kritisches Thema. Prognosen sind sich uneins über die genauen Zugbahnen der Sturmfelder, aber sicher ist, dass der Wind von winterlich ruhig zu stark stürmisch wechseln wird.

In den nördlichen Regionen sowie in den Kammlagen der Mittelgebirge muss mit Sturmböen, in Teilen sogar mit orkanartigen Böen über 110 km/h gerechnet werden. Eine Beruhigung der Verhältnisse ist zumindest bis zur Wochenmitte nicht in Sicht.

Animation der Wind und Sturmböen in den kommenden 5 Tagen über Deutschland. Aktuell sieht es so aus, dass ab Montag bis einschließlich Mittwoch mit teils starken bis stürmischen Böen, lokal mit Sturmböen gerechnet werden muss.

Am Mittwoch verbreitet windig oder stürmisch mit einzelnen Sturmböen aus West, an der See und im Bergland schwere Sturmböen bis orkanartige Böen, exponiert im Bergland Orkanböen weitere Regenfälle, mangels Schnee Ende des Tauwetters.

Deutscher Wetterdienst

Droht eine neue Hochwasserlage?

Ein weiteres Problem stellt die Menge des anfallenden Schmelzwassers dar. Auch wenn die Pegelstände der Flüsse durch wechselhafte trockene Phasen noch in Schach gehalten werden, könnten sie durch anhaltenden Regen schnell ansteigen. Glücklicherweise deuten die aktuellsten Wettermodelle nicht auf extreme Regenfälle hin.

2. März 2024 Markanter Wetterwechsel: vom Winterwetter direkt in Sturm und Regenwetter um 0:34 Uhr
Zusammengefasste Niederschläge über Hessen in den kommenden 10 Tagen. Die Prognosen halten sich in Grenzen und das ist auch gut so, weil alleine die Schneeschmelze wird einiges an Schmelzwasser poduzieren.

Prognosen für die kommenden 10 Tage sagen verbreitet 10 bis 15 Liter Niederschlag je Quadratmeter voraus, in Staulagen könnten es örtlich bis zu 25 Liter sein – ausreichend, um in einigen Gegenden für Anspannung zu sorgen, jedoch nicht für eine flächendeckende Hochwassergefahr.

Hoffnung für Wintersportfreunde?

Wintersportbegeisterte und Kältefans können dennoch einen Silberstreif am Horizont erkennen. Ab kommenden Donnerstag deutet sich an, dass kältere Luftmassen zurückkehren und die Schneefallgrenze erneut sinken könnte. Dennoch gilt die Wetterlage rund um den Monatswechsel und den Start in den Februar 2024 als sehr unsicher und bleibt damit ein spannendes, weil unvorhersehbares, Thema.

2. März 2024 Markanter Wetterwechsel: vom Winterwetter direkt in Sturm und Regenwetter um 0:34 Uhr
14 Tage Wetter-Trend für Willingen im hessischen Upland. Ende nächster Woche könnte die kälte zumindest ansatzweise zurückkommen, wobei diese Prognosen noch sehr unsicher sind.

Das Hessenwetter bleibt ein facettenreiches Phänomen – von eisiger Stille bis zu stürmischer Dynamik kann man hier ein breites Spektrum erleben. Fest steht: Die kommenden Tage fordern Flexibilität, Vorbereitung und ein wachsames Auge auf die Warnungen der Meteorologen, dies ist primär auf den Wind gemünzt. Schnee und Eisglätte werden zumindest vorübergehend kein Thema sein.

Angelo D Alterio

Angelo D'Alterio ist ein leidenschaftlicher Experte auf dem Gebiet der Meteorologie, der sich bereits seit dem Jahr 2013 intensiv mit Wetterphänomenen auseinandersetzt. Mit einem tiefen Verständnis für Unwetterwarnungen und Synoptik hat Angelo im Laufe seiner Karriere einen bemerkenswerten Beitrag zur Meteorologie geleistet. Im Jahr 2015 setzte er sein Wissen und seine Begeisterung produktiv ein, indem er Mitgründer und Chef-Meteorologe der Unwetteralarm Schweiz GmbH wurde, einer Initiative, die bis zu seinem Ausscheiden im Jahr 2021 wuchs. Anschließend inspirierte Angelo D'Alterio die Gründung der Meteoleitstelle Hessen, wo er seine Fachkenntnisse weiterhin einbringt. Durch seine Erfahrungen und Spezialgebiete, insbesondere im Bereich Unwetterwarnungen, etablierte er sich als renommierter Fachmann in der Meteorologen-Community. Neben seiner fachlichen Tätigkeit ist Angelo ein geschätzter Inhaltsersteller, dessen Artikel und Beiträge auf verschiedenen sozialen Plattformen zu finden sind. Sie können ihm folgen und sich mit ihm auf Mastodon, Facebook, Threads, Twitter, Linkedin, sowie auf Instagram vernetzen und austauschen.

Ähnliche Artikel

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"