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Schnee und Glätte über Deutschland, das sagen die Wettermodelle

Die Wettermodelle sehen nach wie vor einen markanten Wintereinbruch über Teilen von Deutschland. Dabei gehen die Meinungen der Wettermodelle jedoch noch weit auseinander. Doch in einem sind sich mittlerweile alle Modelle einig. Der Schnee wird kommen, die Fragen dabei ist aktuell nur wo. Eine Luftmassengrenze, welche sich über Deutschland bildet, könnte in einigen Regionen ein Schneechaos auslösen. Das Wort „Schneechaos“ ist dabei relativ, denn in einigen Regionen beginnt das Chaos schon bei 2 cm Schnee. Was die Modelle aktuell rechnen, zeigen wir anhand einiger Grafiken.

Aktuelle Wetterlage über Deutschland mit der Tendenz zu Winterwetter

Aktuell bestimmt das Skandinavientief Annika das Wetter über Teilen von Deutschland. Auf dessen Rückseite gelangen polare Luftmassen zunehmend in die Republik. Nur ganz im Süden von Deutschland sorgt ein schwaches Hoch für ruhiges Wetter. Diese aktuelle Wetterlage bleibt bis zum Freitag, danach kommt ein Tief mit dem Namen Birgit ins Spiel, welches sich derzeit noch über dem Mittelmeer befindet. Dieses Tief sorgt im weiteren Verlauf vor allem im Süden des Landes für markante Schneefälle.

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Aktuelle Luftdruckverteilung über Mitteleuropa. Das wetterbestimmende Tief Annika liegt aktuell über Skandinavien. Ein weiteres Tief mit dem Namen Birgit verweilt aktuell über dem Mittelmeer und wird ab Freitag Schneefälle im Süden von Deutschland auslösen.

Was sagen die Wettermodelle zum Thema Schnee und Glätte?

Wie schon im Text oben erwähnt, gehen die Meinungen der Wettermodelle noch recht weit auseinander. Dies liegt an der ungenauen Lage der Luftmassengrenze.

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Aktuelle Schneehöhen Berechnungen für Deutschland bis zum 17. Dezember 2022. Das linke Modell zeigt das ECMWF, das rechte Modell das US-Modell GFS.

Diese beiden Modelle zeigen die derzeit berechneten Schneehöhen bis zum 17. Dezember 2022 über Deutschland. Schauen Sie sich zunächst das linke Modell an, welches das ECMWF ist. Würde diese Rechnung bis zum Schluss Bestand haben, wäre das Schneechaos über NRW perfekt. Bis zu 30 cm Schnee sind aktuell im Rheinland und Ruhrgebiet möglich. Auch in allen anderen Bundesländern wären die Straßen und Felder mit Schnee bedeckt. Das GFS auf der rechten Seite sieht aktuell eine ganz andere Ausgangslage. Nach dessen Willen würde vor allem der Norden und Osten von Deutschland viel Schnee bekommen. Richtung Westen eher weniger.

Fazit: Der Winter kommt auf großen Füßen. Denn auch die Temperaturen werden immer eisiger. Im Zeichen der Energiekrise leider kontraproduktiv. Weiße Weihnachten war seit Jahren nicht mehr so real wie aktuell!

Aktualisiert am 7. Dezember 2022 10:25 Uhr

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Angelo D Alterio

Seit dem Jahr 2013 beschäftige ich mich mit dem Thema Meteorologie. 2015 wurde die Unwetteralarm Schweiz GmbH gegründet. Bis ins Jahr 2021 war ich dort verantwortlicher Gesellschafter und Chef-Meteorologe. Nach meinem Ausstieg wurde die Meteoleitstelle Hessen ins Leben gerufen. Meine Spezialgebiete sind Unwetterwarnungen und die Synoptik. Weiterhin findet man mich auf Mastodon, Facebook, Twitter und Instagram.
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