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Weitere Niederschläge im Süden, dazu kühle Temperaturen.

Es gibt sowohl positive als auch negative Entwicklungen in der Wetterlage der kommenden Tage zu vermelden. Warum die Hochwasserlage in Bayern und Baden-Württemberg angespannt bleibt und wieso es einfach nicht wärmer wird in Deutschland, erfahren Sie in diesem Artikel.

Warum es aktuell kühl in Deutschland ist

Die aktuellen Prognosen zeigen einen deutlichen Temperatur-Durchhänger. Obwohl es zunächst relativ trocken bleibt, sorgen bestimmte atmosphärische Bedingungen dafür, dass die Temperaturen in Deutschland niedrig bleiben. Besonders in der ersten Monatshälfte klettern die Temperaturen selten über die 25-Grad-Marke. Der Grund für die kühlen Temperaturen liegt in einem anhaltenden Hochdruckgebiet im Norden, das kühlere Luftmassen aus dem Norden Europas nach Deutschland bringt. In der zweiten Monatshälfte sollen die Temperaturen wieder leicht ansteigen, bleiben aber weiterhin in einem milden Bereich.

Weitere Niederschläge im Süden, dazu kühle Temperaturen. 17. Juni 2024
Luftdruckkarte Europa: Die Luftmassen bleibt weiterhin mit einer Nordwestlichen für diese Jahreszeit recht kühl. Aus diesem Grund steigen die Temperaturen kaum über die 20 Grad Marke an. Eine Änderung der Großwetterlage ist aktuell nicht in Sicht.

Anhaltende Niederschläge in Bayern und Baden-Württemberg

Ganz anders sieht die Situation in Bayern und Baden-Württemberg aus. Während sich die Wetterlage in vielen anderen Landesteilen beruhigt und die Gewitter sowie Starkniederschläge abziehen, bleibt die Lage im Süden weiterhin angespannt. In den kommenden Tagen wird mit weiteren Niederschlägen gerechnet, die die bereits kritisch angespannte Hochwassersituation in diesen Regionen verschärfen könnten. Das Tiefdruckgebiet, das für diese Niederschläge verantwortlich ist, zieht langsam über Süddeutschland und sorgt für anhaltenden Regen, der die Flüsse zusätzlich belastet.

Weitere Niederschläge im Süden, dazu kühle Temperaturen. 17. Juni 2024
Das ECMWF zeigt aktuell im 10 Tages-Trend weitere Niederschläge im Süden von Bayern und Baden Württembeg. Dabei sind Niederschlagssummen zwischen 20 und 50 Liter in der Simulation.

Die mittel- bis langfristigen Wettermodelle zeigen, dass der Norden Deutschlands nicht direkt frieren, aber auch nicht ins Schwitzen kommen wird. Während der Sommer in den nördlichen Regionen wohl eher gemäßigt verläuft, können im südlichen Teil des Landes insbesondere in Bayern und Baden-Württemberg weiterhin Unwetter und Niederschläge auftreten. Diese Prognosen basieren auf großräumigen atmosphärischen Zirkulationen, die wetterbestimmend sind und in der näheren Zukunft keine signifikanten Änderungen erwarten lassen.

Weitere Niederschläge im Süden, dazu kühle Temperaturen. 17. Juni 2024
Als Beispiel der Trend für Kempten im Allgäu. Hier werden ab Donnerstag die nächsten Regengüsse angeküntigt. Am Sonntag wären nach jetzigem Stand auch Gewitter nicht ausgeschlossen. Im großen und ganzen geht es nass weiter.

Fazit

Zusammengefasst bleibt die Wetterlage in Deutschland in den nächsten Tagen wechselhaft. Während die Temperaturen insgesamt kühl bleiben, kommt es vornehmlich im Süden des Landes immer wieder zu Niederschlägen. Die Situation erfordert weiterhin Aufmerksamkeit, hauptsächlich in Bayern und Baden-Württemberg, wo die Hochwasserlage angespannt bleibt.

Angelo D Alterio

Angelo D'Alterio ist ein leidenschaftlicher Autor auf dem Gebiet der Meteorologie, der sich bereits seit dem Jahr 2013 intensiv mit Wetterphänomenen auseinandersetzt. Mit einem tiefen Verständnis für Unwetterwarnungen und Synoptik hat Angelo im Laufe seiner Karriere einen bemerkenswerten Beitrag zur Meteorologie geleistet. Im Jahr 2015 setzte er sein Wissen und seine Begeisterung produktiv ein, indem er Mitgründer und Chef-Meteorologe der Unwetteralarm Schweiz GmbH wurde, einer Initiative, die bis zu seinem Ausscheiden im Jahr 2021 wuchs. Anschließend inspirierte Angelo D'Alterio die Gründung der Meteoleitstelle Hessen, wo er seine Fachkenntnisse weiterhin einbringt. Durch seine Erfahrungen und Spezialgebiete, insbesondere im Bereich Unwetterwarnungen, etablierte… More »

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