Panorama

Hitzewelle in Südosteuropa: Aktuelle Ursachen und Prognose

Europa erlebt gerade unterschiedliche Wetterphänomene, wobei besonders die Hitze in Südosteuropa hervorsticht. Länder wie die Türkei und Griechenland erleben derzeit Temperaturen von 35 bis sogar 40 Grad. Auch in Rumänien, insbesondere im Osten, erreichen die Temperaturen Werte zwischen 30 und 35 Grad. Diese extremen Temperaturen werden durch ein Tiefdrucksystem verursacht, das sich von Skandinavien bis Nordafrika erstreckt.

Ursachen der Hitze

Die aktuelle Hitzewelle ist auf die spezielle Druckverteilung in der Atmosphäre zurückzuführen. Südosteuropa liegt auf der Ostflanke des Tiefdrucksystems, wodurch sehr warme bis heiße Luft aus südlichen Regionen nach oben transportiert wird. Selbst in einer Höhe von 5 bis 6 Kilometern (500 hPa Druckfläche) liegen die Temperaturen bei -7 bis -10 Grad, was auf eine starke Warmluftmasse hinweist.

Hitze in der Türkei und Griechenland

In der Türkei und Griechenland klettern die Temperaturen tagsüber auf 35 bis 40 Grad. Die dortigen Wetterdienste warnen vor der intensiven Hitze und empfehlen, den Großteil des Tages in klimatisierten Räumen zu verbringen. Die Hitzeperioden können gesundheitliche Risiken wie Hitzschlag und Dehydrierung mit sich bringen, weshalb Vorsichtsmaßnahmen unerlässlich sind.

Hitzewelle in Südosteuropa: Aktuelle Ursachen und Prognose 18. Juni 2024

Kühle Temperaturen in Mitteleuropa

Anders sieht es in Mitteleuropa aus, insbesondere in Deutschland. Hier dominieren kühlere Luftmassen, und Temperaturen über 20 Grad bleiben eher Wunschdenken. Im Norden, Nordwesten und auch im Westen sind Schauer und einzelne Gewitter zu erwarten. In höheren Lagen, etwa 5 bis 6 Kilometer über dem Boden, bewegen sich die Temperaturen zwischen -20 und -27 Grad. Diese Temperaturunterschiede führen zu instabilen Wetterbedingungen und begünstigen die Bildung von Schauern und Gewittern.

Wetteraussichten für Frankreich und die Iberische Halbinsel

Im Gegensatz zu den hitzebetroffenen Regionen Europas, erleben Frankreich, die Iberische Halbinsel, und die Balearen eher kühle Sommertage. Wer also hochsommerliche Hitze bevorzugt, sollte das Wetter in südosteuropäischen Ländern wie Türkei, Griechenland, oder Kreta nutzen.

Hitzewelle in Südosteuropa: Aktuelle Ursachen und Prognose 18. Juni 2024
Höhenwetterkarte mit den Geopotential in Meter ( Höhe der 500 hPa Druckfläche ) sowie die Temperatur

Prognose für die nächsten Tage

Die Hitzewelle in Griechenland und der Türkei wird auch die nächsten Tage andauern und könnte sich sogar intensivieren. Am Mittwoch werden in diesen Regionen Temperaturen über 40 Grad erwartet. In Mitteleuropa bleibt es vorerst kühl, jedoch könnte sich das Wetter ab Donnerstag ändern. Die Strömung über Deutschland dreht auf Südwest, wodurch langsam wärmere Luftmassen Einzug halten. Dennoch bleibt die Hitze in der Türkei und Griechenland weiterhin ein zentrales Thema.

Fazit

Die aktuelle Wettersituation in Europa zeigt eindrucksvoll, wie unterschiedlich die Witterungsbedingungen auf einem Kontinent sein können. Während Mitteleuropa kühle Temperaturen und wechselhaftes Wetter erlebt, kämpft Südosteuropa mit einer intensiven Hitzewelle. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Wetterlage weiterentwickelt, doch Vorsichtsmaßnahmen, insbesondere in den von Hitze betroffenen Regionen, sind unabdingbar.

Udo Karow

Seit ca. 2018 betreibe ich den Wetterservice Thüringen und schreibe unentgeltlich in meiner Freizeit für die Meteoleitstelle. Dabei profitiere ich auch mehr als 10 Jahren Erfahrung. Dabei spielen Bereiche wie Synoptik und Wettervorhersagen, aber auch Analysen und Stormspotting eine wichtige Rolle wie aber auch die fotografische Dokumentation von bestimmten Wetterereignissen und ausgelöste Schäden. Ich wurde 1975 in Siegburg geboren und seit 1992 interessiere ich mich für das Wetter. Seit 2009 befasse ich mich intensiver mit diesem Thema. Ich habe als Forecaster / Data Analyst bei Unwetteralarm.com gearbeitet.

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