Eilmeldungen

Schlechte Prognose für die Hochwassergebiete im Süden.

Aktuell sind viele Helfer in den Hochwassergebieten in Baden-Württemberg und Bayern im Einsatz. Die Lage an der Donau und weiteren Flüssen ist weiterhin dramatisch. Aktuell herrscht eine Regenpause dank Hoch Willi. Doch die Wetter-Prognosen sehen nicht wirklich gut aus. Denn neuer, teils unwetterartiger Regen kündigt sich an. Dazu eine kurze Erklärung zu den aktuellen Wettermodellen.

Aktuell sind viele Helfer in den Hochwassergebieten in Baden-Württemberg und Bayern im Einsatz. Die Lage an der Donau und weiteren Flüssen ist weiterhin dramatisch. Aktuell herrscht eine Regenpause dank Hoch Willi. Doch die Wetter-Prognosen sehen nicht wirklich gut aus. Denn neuer, teils unwetterartiger Regen kündigt sich an. Dazu eine kurze Erklärung zu den aktuellen Wettermodellen.
ECMWF mit den akkumulierten Niederschlägen in den kommenden10 Tagen

Diese Karte zeigt die derzeit in der Simulation des ECMWF Wettermodell akkumulierten Niederschläge in den kommenden 10 Tagen. Dabei habe ich zwei Zonen markiert. Die rote Zone zeigt derzeit Regenmengen, welche bis zu 150 Liter betragen können. Davon betroffen wäre nach jetzigem Stand primär das Alpenvorland, aber auch Städte wie Augsburg, die Bodenseeregion und Passau sind dabei.

Die Orange Zone zeigt derzeit Niederschläge bis zu 80 Liter binnen 10 Tagen. Hier ist die Gefahr nicht so hoch wie im Alpenvorland. Wenn man sich jedoch vor Augen hält, dass die Bäche, Flüsse und Seen bis zu Rand gefüllt sind und das Erdreich kaum noch einen Tropfen Wasser aufnehmen kann, ist jeder Liter in den nächsten Tagen zu viel.

Das ECMWF und auch das US-Modell sind mit deren Berechnungen derzeit auf einem Nenner, es ist also stark davon auszugehen, dass erneut mit sehr viel Regen zu rechnen ist. Ob es letztlich wirklich bis zu 150 Liter werden, kann man bisher nicht abschätzen. Fakt ist jedoch, dass die Hochwasserlage weite hin bestehen bleiben wird und mit neuen Niederschlägen wieder an Dramatik zulegt.

Fazit

Die Hochwassersituation in Baden-Württemberg und Bayern bleibt weiterhin ernst. Trotz der momentanen Regenpause durch Hoch Willi, zeigen die Wettermodelle, dass in den kommenden Tagen erneut erhebliche Niederschläge zu erwarten sind. Besonders betroffen wird voraussichtlich das Alpenvorland sein, mit Regenmengen bis zu 150 Litern, aber auch andere Regionen wie Augsburg, die Bodenseeregion und Passau müssen sich auf weitere Niederschläge einstellen.

Angesichts der bereits überfüllten Gewässer und gesättigten Böden könnte jeder weitere Liter Wasser die Hochwasserlage weiter verschärfen und die Dramatik der Situation erhöhen. Eine genaue Vorhersage über die tatsächlichen Regenmengen ist derzeit noch schwierig, jedoch sollte die Gefahr nicht unterschätzt und die betroffenen Gebiete weiterhin sorgfältig überwacht werden.

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Angelo D Alterio

Angelo D'Alterio analysiert seit dem Jahr 2013 professionell komplexe Wetterphänomene. Sein meteorologischer Schwerpunkt liegt auf der Synoptik und der Erstellung präziser Unwetterwarnungen. Im Jahr 2015 war er Mitgründer der Unwetteralarm Schweiz GmbH, wo er bis zu seinem Ausscheiden im Jahr 2021 als Chef-Meteorologe die fachliche Leitung innehatte. In dieser Zeit kooperierte er unter anderem mit dem Meteorologen Jörg Kachelmann, um präzise Unwetterwarnungen für die Schweiz und Deutschland bereitzustellen (dokumentiert im Wikipedia-Eintrag von Kachelmann). Im Anschluss begleitete er maßgeblich den Aufbau der Meteoleitstelle Hessen, wo er bis heute seine Expertise bei der Auswertung lokaler Wettermodelle und der Herausgabe von verlässlichen Unwetterwarnungen einbringt. Aktuelle Wetter-Einschätzungen und fachliche Updates veröffentlicht Angelo D'Alterio regelmäßig auf seinen Profilen bei LinkedIn, Twitter/X, Facebook, Threads, Instagram und TikTok. More »
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