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Stürmische Zeiten, von Winter keine Spur. Wie geht es weiter?

Aktuell sieht es überhaupt nicht nach Winterwetter in Deutschland aus. Und daran wird sich in der nächsten Zeit auch nicht viel ändern. Dennoch sollte man den Winter noch nicht ganz abschreiben, man bedenke wir befinden uns im Februar, da kann noch einiges beim Wetter passieren. Aktuell haben wir es mit Atlantik-Tiefs zu tun, welche in den kommenden Tagen noch einige Überraschungen auf Lager haben. Eine Luftmassengrenze im Norden, viel Wind und Sturm im Westen und in der Mitte des Landes.

Stürmische Zeiten, von Winter keine Spur. Wie geht es weiter? 23. Juni 2024
Entwicklung der Sturmböen am heutigen Freitag über Deutschland

Freitag und am Samstag stürmisch und teils nass.

Aktuell zieht ein Sturmtief von Schottland über Skandinavien zu Ostsee, dessen Ausläufer sorgen vor allem an den Küsten von Nord und Ostsee für teils schweren Sturm. Aber auch im Binnenland sind die Ausläufer von Tief Ulf deutlich spürbar. Zwar wird hier kein schwerer Sturm erwartet, jedoch sind vor allem in den Höhenlagen und in exponierten Lagen ebenfalls stürmische Böen nicht ausgeschlossen.

Aktuell Wetter-Warnlage für Deutschland

In Vormittagsverlauf rasch zunehmender Wind um West. Im Norden verbreitet stürmische Böen bis 70 km/h, an den Küsten sowie in Schleswig-Holstein Sturmböen bis 85 km/h . An exponierten Küstenabschnitten und an der Grenze zu Dänemark vorübergehend auch schwere Sturmböen bis 100 km/h ,einzelne orkanartige Böen um 110 km/h nicht ausgeschlossen. Über der norddeutschen Tiefebene generell zum späten Nachmittag mit Kaltfrontdurchgang einzelne Sturmböen, vereinzelte schwere Sturmböen bis 100 km/h nicht ausgeschlossen.

Auch in höheren Berglagen verbreitet Sturmböen bis 85 km/h , vereinzelt schwere Sturmböen bis 100 km/h auf dem Fichtelberg um 110 km/h und auf dem Brocken um 120 km/h .

Am Samstag weitere starke Böen

Am Samstag zunächst im Alpenvorland, später im äußersten Norden sonnige Abschnitte. Sonst stark bewölkt bis bedeckt und zeitweise Regen, vor allem in einem Streifen zwischen Elbe und Weser auch kräftig und länger anhaltend. Südlich des Mains geringere Niederschlagsneigung und nur einzelne Schauer. Höchstwerte im Norden und Nordosten 6 bis 9 Grad, sonst 10 bis 14, im Alpenvorland und Oberrhein bis 16 Grad.

Stürmische Zeiten, von Winter keine Spur. Wie geht es weiter? 23. Juni 2024
Am Samstag weiterhin stürmisch. In Norden von Deutschland oftmals Regen

Abgesehen vom äußersten Norden und Nordosten mäßiger bis frischer Wind aus westlichen Richtungen mit starken bis stürmischen Böen. Auf den Bergen schwere Sturm- bis orkanartige Böen. Am Nachmittag von Westen Windabnahme. In der Nacht zum Sonntag im äußersten Nordosten teils aufgelockert bewölkt und überwiegend niederschlagsfrei. Sonst bei starker Bewölkung vielfach weiter regnerisch. Tiefstwerte 9 bis 1 Grad.

Angelo D Alterio

Angelo D'Alterio ist ein leidenschaftlicher Autor auf dem Gebiet der Meteorologie, der sich bereits seit dem Jahr 2013 intensiv mit Wetterphänomenen auseinandersetzt. Mit einem tiefen Verständnis für Unwetterwarnungen und Synoptik hat Angelo im Laufe seiner Karriere einen bemerkenswerten Beitrag zur Meteorologie geleistet. Im Jahr 2015 setzte er sein Wissen und seine Begeisterung produktiv ein, indem er Mitgründer und Chef-Meteorologe der Unwetteralarm Schweiz GmbH wurde, einer Initiative, die bis zu seinem Ausscheiden im Jahr 2021 wuchs. Anschließend inspirierte Angelo D'Alterio die Gründung der Meteoleitstelle Hessen, wo er seine Fachkenntnisse weiterhin einbringt. Durch seine Erfahrungen und Spezialgebiete, insbesondere im Bereich Unwetterwarnungen, etablierte… More »
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