Hessenwetter

Tief DELF bringt viel Regen. Hochwassergefahr steigt an.

Tiefdruckeinfluss bestimmt weiterhin unser Wetter in Deutschland, dabei sind in den kommenden Tagen ergiebige Regenmengen in den Modellen zu sehen. Dazu steigt die Sturmgefahr weiter an. Am kommenden Montag drohen teils schwere Sturmböen. Wie es im Detail weiter geht mit dem Wetter in Hessen, lesen Sie im folgenden Bericht.

Die aktuelle Wetterlage und dessen Folgen

Am heutigen Mittwoch sorgt das Tief DELF und dessen Kaltfront für weitere, teils kräftige Schauer. Mitunter ist langanhaltender Regen nicht ausgeschlossen. Am Donnerstag erreicht Hessen der nächste Schub an milden und sehr feuchten Luftmassen vom Atlantik. Dabei regnet es vor allem im Westen und der Mitte von Deutschland teils kräftig.

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Aktuelle Verteilung der Druckgebiete über Europa. Dabei derzeit wetterbestimmend das Tief DELF über dem Atlantik. Zunächst bleibt es weiterhin mild.

Diese Karte zeigt die aktuelle Verteilung der Hoch und Tiefdruckgebiete über Europa. Dabei ist zu beachten, dass in diesem Jahr die Männer die Tiefdruckgebiete darstellen und die Frauen die Hochdruckgebiete. Diese Namen werden im Rahmen einer Patenschaft über das Institut für Meteorologie in Berlin vergeben. Jeder Bürger kann sich ein Hoch oder Tiefdruckgebiet, wenn noch verfügbar über diese Webseite sichern.

Mit wie viel Regen ist in den nächsten Tagen zu rechnen?

Unsere Böden sind nach der langen Dürre-Periode im Sommer nach wie vor mit einem Defizit an Grundwasser belastet, deshalb ist der Regen, welcher in den nächsten Tagen ansteht wichtig.

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Regenmengen akkumuliert in den kommenden 10 Tagen über Hessen.

Das ECMWF Wettermodell sieht in den nächsten 10 Tagen einiges an Niederschlägen, welche uns in Hessen erwarten. Dabei sind in den Staulagen von Rhön, Vogelsberg und Upland teils 50 bis 70 Liter in den Rechnungen. Diese Regenmengen werden zu einem Anstieg der Pegel vor allem an den kleinen Flüssen und Bächen führen. Ausuferungen und kleine Hochwasser sind die Folge. Die Pegelstände können Sie selbst über die Webseite der HLNUG (Hessisches Landesamt für Natur und Geologie) abrufen. Derzeit (Stand 11.01.2023) zeigen noch keine Pegel Warnstufe1, dies wird sich bis zum Freitag sehr wahrscheinlich ändern.

Wie sieht es aktuell mit der Sturmgefahr aus?

Die Tiefdruckgebiete, welche aktuell vom Atlantik nach Europa ziehen, zeigen ein großes Sturmpotenzial. Ein großer Sturm mit orkanartigen Böen ist derzeit nicht auf dem Schirm, jedoch müssen wir vor allem am kommenden Montag mit teils kräftigen Böen, mitunter Sturmböen rechnen, so sieht es die derzeitige Modellrechnung des GFS. Generell bleibt es in den nachfolgenden Tagen windig bis stürmisch.

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Aktuelle Rechnung des GFS für den kommenden Montag. Teils schwere Sturmböen zeigt das US Modell aktuell im Lauf.

Was ist denn mit dem Winter? Kommt bald Schnee?

Das Thema Schnee bekommt nach dem Willen des ECMWF Wettermodell wieder Auftrieb. Schaut man sich die aktuellen Neuschneemengen in den nächsten 10 Tagen an, kann man eigentlich kaum glauben, was man dort auf der Karte sieht. Abwegig ist dies jedoch nicht. Die Temperaturen sinken in der kommenden Woche wieder ab, dabei strömt polare Luft nach Deutschland und könnte somit Frau Holle wieder auf den Plan bringen.

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Neuschneemengen in den nächsten 10 Tagen in Hessen laut ECMWF

Wie man sieht, bleibt das Wetter weiterhin voller Überraschungen. Viel Regen, Sturm und sogar ein neuer Wintereinbruch kann uns in den nächsten 10 Tagen bevorstehen. Diese Wetterlage muss in den nächsten Tagen weiterhin konkretisiert werden.

Aktualisiert am 11. Januar 2023 9:08 Uhr

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Angelo D Alterio

Seit dem Jahr 2013 beschäftige ich mich mit dem Thema Meteorologie. 2015 wurde die Unwetteralarm Schweiz GmbH gegründet. Bis ins Jahr 2021 war ich dort verantwortlicher Gesellschafter und Chef-Meteorologe. Nach meinem Ausstieg wurde die Meteoleitstelle Hessen ins Leben gerufen. Meine Spezialgebiete sind Unwetterwarnungen und die Synoptik. Weiterhin findet man mich auf Mastodon, Facebook, Twitter und Instagram.
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