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Trübe Aussichten für Wintersport, das sind die Gründe.

Das Jahr 2023 neigt sich dem Ende zu und wir befinden uns schon in wenigen Tagen im Januar, eigentlich sollte der Winter jetzt richtig Gas geben in Hessen. Doch ich möchte Ihnen die Illusion von Wintersport in den hessischen Mittelgebirgen nehmen, warum Winterwetter in vielen Teilen von Deutschland derzeit keine Chance hat und warum die Hochwasserlage bisher nicht gebannt ist, erfahren Sie in diesem Bericht.

Es soll Menschen geben, welche im Winter von Wintersport leben, man denke nur an die Lift-Betreiber in Willingen im Upland, die haben derzeit Ebbe in der Kasse, denn ohne Schnee auch kein Lift-Betrieb. Auch das traditionelle Skispringen ist derzeit in Gefahr. Die Schneeprognosen sehen derzeit alles andere als gut aus. Die Redaktion der Meteoleitstelle hat sich intensiv die Wetterkarten für die kommenden Tage angeschaut, man kann viel sehen nur leider kein Wintereinbruch, dafür gibt es eine Erklärung, welche ich Ihnen anhand der Fakten der Wetterkarten jetzt zeigen werde.

2. März 2024 Trübe Aussichten für Wintersport, das sind die Gründe. um 0:06 Uhr
Luftdruckverteilung über Europa am 3.Januar 2024

Diese Karte zeigt die Luftdruckverteilung der Tiefdruckgebiete am 3. Januar 2024. Auf den ersten Blick könnte man meinen, das sieht doch alles überhaupt nicht schlecht aus für ein potenzielles Winterwetter. Ungünstigerweise ist der Fehler im Detail.

Nach jetzigem Stand wird sich ein Tief über Ostdeutschland einnisten, welches polare Luft aus Russland nach Deutschland tragen wird. Die kalte Luft kommt jedoch nicht weit voran, dies liegt daran, dass nach wie vor der Jetstream sehr aktiv ist und ein Tief über Großbritannien weiterhin milde Luftmassen in weite Teile von Deutschland bringt. Dazu schauen wir uns eine weitere Wetterkarte an.

2. März 2024 Trübe Aussichten für Wintersport, das sind die Gründe. um 0:06 Uhr
Temperatur-Verteilung am 3.Januar 2023 über Deutschland.

Hier kann man deutlich erkennen, wie die beiden Tiefdruckgebiete auf die Temperaturen in Deutschland Einfluss nehmen werden. Während im Nordosten in einer Linie von Kiel über Rostock bis nach Berlin die Temperaturen durch das Tief im Osten von Europa unter die 0-Grad-Grenze sinken, bleibt es im übrigen Deutschland unter dem Tief über Großbritannien weiterhin sehr mild. 8 bis 10 Grad werden derzeit berechnet. Reale Chancen, wenn wir die Alpen mal außen vor lassen, gibt es derzeit im Nordosten des Landes. Bei uns in Hessen sind die Chancen auf Schnee in den kommenden Tagen sehr gering.

Regen, Wind und kein Ende in Sicht.

2. März 2024 Trübe Aussichten für Wintersport, das sind die Gründe. um 0:06 Uhr
14 Tage Wetter-Trend für das hessische Upland Wind und Regen dazu milde Temperaturen, kein guter Ausgangspunkt für Wintersport.

Unser Wetter in Hessen wird weiterhin sehr wechselhaft und für diese Jahreszeit zu warm bleiben. Schon ab Freitag steht das nächste Sturmtief mit dem Namen Bodo in den Startlöchern und wird im Verlauf nach Skandinavien wandern. Dessen Ausläufer bringt neuen Regen und stürmische Böen bis in das neue Jahr. Die Regenmengen in den kommenden 10 Tagen sind jedoch deutlich geringer angesetzt als noch vor 3 Tagen. Dennoch kommen im Westen des Landes noch einige Liter dazu, welche sich negativ auf die derzeitige Hochwasserlage auswirken werden.

2. März 2024 Trübe Aussichten für Wintersport, das sind die Gründe. um 0:06 Uhr
Akkumulierte Niederschläge laut ECMWF Wettermodel in den nächsten 10 Tagen

Wie Sie selbst sehen können, sind die 100 Liter, welche vor ein paar Tagen noch in den Läufen der Wettermodelle zu sehen waren, verschwunden. Da kann man sagen, Gott sei es gedankt, denn das wäre eine Katastrophe für die Pegelstände der Flüsse geworden. Aktuell sind im Westen von Deutschland Regenmengen von 30 bis maximal 50 Liter in der Vorhersage. Richtung Osten wird es deutlich weniger.

2. März 2024 Trübe Aussichten für Wintersport, das sind die Gründe. um 0:06 Uhr
Wind und Sturm über Deutschland im neuen Jahr

Der Wind wird ebenfalls ein Thema bleiben. Nachdem die Böen aktuell etwas nachgelassen haben, werden diese ab morgen wieder deutlich zulegen. Ein großer Sturm ist nach jetzigem Stand auch an Silvester nicht zu erwarten, jedoch wird es windig bis stürmisch bleiben. Am Sonntag, dem Silvestertag und in der Neujahrsnacht im Westen und Norden mit geringer Wahrscheinlichkeit stürmische Böen aus Süd bis Südwest, in den mittleren Landesteilen nicht ausgeschlossen. Am Montag, dem Neujahrstag, im Nordwesten weiterhin windig, stürmische Böen hauptsächlich in Schauern oder kurzen Gewittern nicht ausgeschlossen.

Welche Gefahren vorwiegend bei Wind in Bezug auf den Abschuss von Feuerwerk an Silvester entstehen können, haben wird in einem Artikel am gestrigen Tag ausführlich beschrieben. Diesen können Sie unter diesem Link nachlesen: Jetzt kommt Sturmtief BODO, so wird das Wetter zum Jahreswechsel.

Angelo D Alterio

Angelo D'Alterio ist ein leidenschaftlicher Experte auf dem Gebiet der Meteorologie, der sich bereits seit dem Jahr 2013 intensiv mit Wetterphänomenen auseinandersetzt. Mit einem tiefen Verständnis für Unwetterwarnungen und Synoptik hat Angelo im Laufe seiner Karriere einen bemerkenswerten Beitrag zur Meteorologie geleistet. Im Jahr 2015 setzte er sein Wissen und seine Begeisterung produktiv ein, indem er Mitgründer und Chef-Meteorologe der Unwetteralarm Schweiz GmbH wurde, einer Initiative, die bis zu seinem Ausscheiden im Jahr 2021 wuchs. Anschließend inspirierte Angelo D'Alterio die Gründung der Meteoleitstelle Hessen, wo er seine Fachkenntnisse weiterhin einbringt. Durch seine Erfahrungen und Spezialgebiete, insbesondere im Bereich Unwetterwarnungen, etablierte er sich als renommierter Fachmann in der Meteorologen-Community. Neben seiner fachlichen Tätigkeit ist Angelo ein geschätzter Inhaltsersteller, dessen Artikel und Beiträge auf verschiedenen sozialen Plattformen zu finden sind. Sie können ihm folgen und sich mit ihm auf Mastodon, Facebook, Threads, Twitter, Linkedin, sowie auf Instagram vernetzen und austauschen.

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