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Warnlagebericht: erhöhtes Gewitterrisiko im Südwesten und Westen des Landes

Der ausführliche Warnlagebericht für Deutschland. Heutiges Thema, die Waldbrandgefahr über Deutschland erreicht teils höchste Warnstufe. Kaltfront sorgt ab der Nacht zum Freitag für unwetterartige Gewitter im Westen und Südwesten von Deutschland.

Über Deutschland erstreckt sich heute ein Frontensystem, bestehen aus einer Mischfront und einer Warmfront. Die Front gehört zu einem Tiefdruckgebiet mit Kern über dem Ärmelkanal. Der Gegenspieler ist ein Hochdruckgebiet über der östlichen Ostsee und eines über dem südlichen Mittelmeerraum.

Durch die Druckverteilung wird mittels einer südlichen Strömung sehr warme bis heiße, von Frankreich her auch feuchtinstabile, Luftmasse nach Norden geführt und erreicht auch Deutschland. Durch die unterschiedlichen Strömungen kommt es über Frankreich zur Bildung einer Konvergenz. So können sich kräftige Schauer und Gewitter bilden.

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Unwettergefahr im Westen und Südwesten von Deutschland

Nach Norden, Nordosten und Osten kommt es allerdings in deutlich trockenere Luft zu Absinkbewegungen, wodurch es hier überwiegend bei freundlichen, trockenen Wetter kommt.

Die Höhenwetterkarte zeigt eine sogenannte Omegalage. Das bedeutet, dass eine Zelle mit hohem Geopotential und ein dazugehöriger Höhenrücken von zwei Höhentiefs flankiert wird. Dadurch entsteht eine Strömung, die dem griechischen Buchstaben Omega ähnelt und diese Wetterlagen können sich als recht zäh erweisen.

Im Übergangsbereich zwischen dem Höhentief über der Biskaya und dem Höhenhoch entwickeln sich immer wieder kleine Störungen, die immer wieder Schauer und Gewitter auslösen und auch das Unwetterpotential ist deutlich erhöht.

Hohe Gewittergefahr im Westen und Südwesten

Die Wettermodelle rechnen besonders im Südwesten, zwischen dem Alpenraum und dem westlichen NRW, Energiewerte von 500 bis 1500 j/kg. Zudem zeigen bereits die Radiosondenauftsiege eine deutliche potenzielle Instabilität der Luftmasse, die von Frankreich her auch Deutschland erreicht. Diese Instabilität wird durch mögliche Hebungsimpulse in Labilität umgewandelt. Schauer und Gewitter sind dann möglich.

DWD-Diplom-Meteorologe Dr. Jens Bonewitz erläutert die bevorstehende Unwettersituation durch zum Teil schwere Gewitter in Teilen Deutschlands

Das Windprofil zeigt keine signifikante vertikale hochreichende Scherung dennoch dürfte es für Clusterbildung und Multizellen reichen. So werden Scherwerte von 5 bis 15 m/s gerechnet. Die hochaufgelösten Modelle zeigen allerdings ein mögliches Gewittersystem mit hoher Helizität, was durchaus für mögliche organisierte Gewitter sprechen könnte.

In dem genannten Bereich ( Breisgau / Schwarzwald ) zeigt sich auch der Energy Helizity Index als deutlich erhöht und es zeigt sich in der Berechnung eine mögliche Linienbildung von Frankreich her. Mit 30 bis 40 mm zeigt sich zudem ein hoher Gehalt an niederschlagbaren Wassers.Hierdruch zeigt sich das dementsprechende Risiko bei heftigem Starkregen und Hagel.

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Aktualisiert am 23. Juni 2022 13:25 Uhr