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Winterwetter „extrem“, das könnte in den nächsten Tagen passieren.

In den vergangenen Jahren war das Thema „Eis und Schnee“ in Hessen eher ein Wunschgedanke vieler Bürger. Schnee gab es oftmals nur in den Höhenlagen. Doch aktuell bahnt sich in der Wetterküche ein Phänomen an, welches wir seit Jahren nicht mehr hatten.

Die Zutaten für ein „Wintereinbruch“ müssen stimmen und aktuell sieht es ganz danach aus, dass es bis Anfang Dezember zu markanten Schneehöhen kommen kann. Frost und Glätte inklusive Schnee bis ins Flachland werden derzeit von den Wettermodellen simuliert. Wie die Vorhersagen derzeit im Detail aussehen, lesen Sie in diesem Bericht.

2. März 2024 Winterwetter „extrem“, das könnte in den nächsten Tagen passieren. um 0:07 Uhr
Luftdruckverteilung am 1. Dezember 2023 über Europa.

Diese Luftdruckkarte zeigt die Verteilung der Druckgebiete Anfang Dezember. Jedes Wetter benötigt die richtigen Zutaten und dazu gehört auch das Winterwetter. Wenn sich diese Wetter-Situation bestätigen würde, dann droht uns ein richtiger Wintereinbruch mit Schnee bis ins Flachland, welcher auch liegen bleiben wird.

Diese Wetterlage könnte sich schon zeitnah in vielen Regionen in Hessen einstellen. Schnee bis in das flache Land ist möglich.

Ein Tief über dem Nordosten von Europa sorgt für den Zustrom von kalten Luftmassen mit polarem Ursprung, welche zugleich feucht sind. Ein Hoch über dem Atlantik macht die Schotten dicht, sodass die milden Luftmassen ausgesperrt werden. Es könnte sich somit richtig einwintern. Deshalb alle Prognosen, welche im Vorfeld schon vor Wochen getroffen worden sind, kann man in die Tonne kloppen.

2. März 2024 Winterwetter „extrem“, das könnte in den nächsten Tagen passieren. um 0:07 Uhr
ECMWF Wettermodell mit den Neuschnee-Prognosen der nächsten 10 Tage

Das europäische Wettermodell ECMWF haut derzeit richtig einen raus. Neuschneemengen in Hessen über 30 cm in den Nächten 10 Tagen. Das ist eine ordentliche Hausnummer. Sicherlich ist diese Vorhersage mit Vorsicht zu genießen, da die Bandbreite noch recht hoch ist. Aber auch das GFS Modell sieht eine parallele zu dieser Berechnung.

Fazit: Wir stehen derzeit vor einem Wintereinbruch laut den aktuellen Modellen, welchen wir seit einigen Jahren so nicht mehr auf dem Schirm hatten. Ob dieses sich letztlich bewahrheitet, werden die nächsten Tage zeigen. Die Chancen stehen aktuell gut.

Angelo D Alterio

Angelo D'Alterio ist ein leidenschaftlicher Experte auf dem Gebiet der Meteorologie, der sich bereits seit dem Jahr 2013 intensiv mit Wetterphänomenen auseinandersetzt. Mit einem tiefen Verständnis für Unwetterwarnungen und Synoptik hat Angelo im Laufe seiner Karriere einen bemerkenswerten Beitrag zur Meteorologie geleistet. Im Jahr 2015 setzte er sein Wissen und seine Begeisterung produktiv ein, indem er Mitgründer und Chef-Meteorologe der Unwetteralarm Schweiz GmbH wurde, einer Initiative, die bis zu seinem Ausscheiden im Jahr 2021 wuchs. Anschließend inspirierte Angelo D'Alterio die Gründung der Meteoleitstelle Hessen, wo er seine Fachkenntnisse weiterhin einbringt. Durch seine Erfahrungen und Spezialgebiete, insbesondere im Bereich Unwetterwarnungen, etablierte er sich als renommierter Fachmann in der Meteorologen-Community. Neben seiner fachlichen Tätigkeit ist Angelo ein geschätzter Inhaltsersteller, dessen Artikel und Beiträge auf verschiedenen sozialen Plattformen zu finden sind. Sie können ihm folgen und sich mit ihm auf Mastodon, Facebook, Threads, Twitter, Linkedin, sowie auf Instagram vernetzen und austauschen.

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