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Unwettergefahr steigt an. Schwülheiße Luft auf dem Weg nach Deutschland.

In der kommenden Woche, sprich ab nächsten Montag, deuten die Wettermodelle eine Wetterumstellung an. Dabei spielt ein atlantisches Tief eine tragende Rolle. So wie es derzeit ausschaut, ist die Wahrscheinlichkeit für eine schwülheiße Wetterlage, mit teils unwetterartigen Gewittern aus Frankreich, wahrscheinlicher als die Omega Wetterlage. Zu beachten ist, dass dies eine Prognose der Wettermodelle darstellt. Unsicherheiten sind immer vorhanden.

Tief auf dem Atlantik lauert, mit Gewittern und schwüler Luft.

Unwettergefahr steigt an. Schwülheiße Luft auf dem Weg nach Deutschland. 23. Juni 2024

Aktuell und bis Ende der Woche wird sich an der Wetterlage nicht viel ändern. Das wetterbestimmende Hoch mit dem Namen Yunchia liegt mit dessen Zentrum weiterhin über Nordrussland. Es bleibt weitgehend trocken und warm. Ein Höhentief über Polen sorgt am Wochenende für ein bisschen Regen aus Osten. Inwieweit dieser nach Hessen gelangen wird, ist weiterhin unklar. Die Temperaturen sind im Gegensatz zu den letzten Tagen etwas zurückgegangen.

Die Luftdruckkarte im oberen Bild zeigt die mögliche Luftdruckverteilung ab dem kommenden Montag (19.06.2023). Das ECMWF sieht ein Tief über dem Atlantik, welches eine Änderung der Wetterlage einleiten wird. Die Strömung dreht unter Einfluss des Tiefs auf Südwest, somit gelangt schwülheiße Luft aus Frankreich nach Deutschland. Diese Luftmassen sind energiereich und feucht, dies beutet im Umkehrschluss, dass die Gefahr von unwetterartigen Gewittern aus Westen deutlich ansteigt.

Unwettergefahr steigt an. Schwülheiße Luft auf dem Weg nach Deutschland. 23. Juni 2024

So sieht das ECMWF Wettermodell derzeit die Berechnung einer möglichen Gewitterlage ab Montag, dem 19.06.2023. Dabei gelangt Deutschland unter den Einfluss feuchter und labiler Luftmassen, welche im Tagesverlauf teils kräftige Gewitter auslösen können. Natürlich ist die Bandbreite bis zum Ereignis zu beachten, es ist ein Trend, aber noch keine Vorhersage.

Schwüle Hitze droht auf Deutschland überzugreifen.

Die Entwicklung der Temperaturen spielt ebenfalls eine große Rolle. 35 Grad bei trockener Luft ist westlich entspannter als 27 bis 31 Grad bei feuchter Luft. Und genau Variante zwei könnte sich ab nächster Woche einstellen. Die Luftmassen werden zunehmend feucht und unerträglich.

Unwettergefahr steigt an. Schwülheiße Luft auf dem Weg nach Deutschland. 23. Juni 2024

Das ist die neuste Berechnung der Temperaturen ab kommenden Montag, gestern hatte das ECMWF noch teils Werte bis 36 Grad im Lauf. Heute eher wieder gemäßigt mit bis zu 33 Grad. Heißt aber nicht, dass es schon im Hauptlauf wieder nach oben geht. Das ECMWF Wettermodell wird alle 6 Stunden aktualisiert.

Fazit: Eine Umstellung der Wetterlage auf unbeständig mit Schauern und Gewittern ist durchaus möglich. Die Wetterlage muss in den kommenden Tagen weiter beobachtet und konkretisiert werden.

Angelo D Alterio

Angelo D'Alterio ist ein leidenschaftlicher Autor auf dem Gebiet der Meteorologie, der sich bereits seit dem Jahr 2013 intensiv mit Wetterphänomenen auseinandersetzt. Mit einem tiefen Verständnis für Unwetterwarnungen und Synoptik hat Angelo im Laufe seiner Karriere einen bemerkenswerten Beitrag zur Meteorologie geleistet. Im Jahr 2015 setzte er sein Wissen und seine Begeisterung produktiv ein, indem er Mitgründer und Chef-Meteorologe der Unwetteralarm Schweiz GmbH wurde, einer Initiative, die bis zu seinem Ausscheiden im Jahr 2021 wuchs. Anschließend inspirierte Angelo D'Alterio die Gründung der Meteoleitstelle Hessen, wo er seine Fachkenntnisse weiterhin einbringt. Durch seine Erfahrungen und Spezialgebiete, insbesondere im Bereich Unwetterwarnungen, etablierte… More »
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