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Tief Costa zum Jahreswechsel, so wird das Wetter in der Nacht zu Neujahr.

Das Jahr 2023 neigt sich dem Ende zu, umso mehr wird die Wetterlage an Silvester noch einmal spannend. Ein neues Sturmtief mit dem Namen Costa wandert zu den Britischen Inseln und wird in der Nacht zu Neujahr unser Wetter über Deutschland bestimmen. Ob Sie mit Sturm und Regen rechnen müssen, erfahren Sie in diesem Bericht.

Die Wettermodelle sahen eine recht lange Zeit eine markante Wetterlage an Silvester über Deutschland, dabei waren teils schwere Sturmböen in den Läufen der zwei großen Modelle GFS und ECMWF zu sehen. Ich kann Sie dahin gehend beruhigen, dass von den schweren Sturmböen nicht mehr wirklich viel übrig geblieben ist. Dennoch wird es windig und steife Böen sind nach wie vor möglich. Im Westen von Deutschland ist die Gefahr von quer fliegenden Raketen deutlich größer als im Osten, warum dies so sein wird, erkläre ich Ihnen anhand der neusten Rechnungen.

2. März 2024 Tief Costa zum Jahreswechsel, so wird das Wetter in der Nacht zu Neujahr. um 0:37 Uhr
Luftdruckverteilung über Europa am 31.12.2023 über Europa. Das Sturmtief Costa liegt mit dessen Zentrum über Großbritannien.

Zum Jahreswechsel wird uns das letzte Tief in diesem Jahr erreichen, es heißt Costa und wird sich über den Britischen Inseln breit machen. Im Übrigen sind im Jahr 2024 die Frauen die Tiefdruckgebiete und die Männer werden die Hochdruckgebiete. Das Tief Costa wird vor allem im Bereich der Beneluxländer und an der Nordseeküste für markante Böen sorgen, welche bis 80 km/h betragen können. Weiter in die Landesmitte werden die Böen deutlich geringer ausfallen.

2. März 2024 Tief Costa zum Jahreswechsel, so wird das Wetter in der Nacht zu Neujahr. um 0:37 Uhr
So stellt das ECMWF Modell derzeit die Böenverteilung über Deutschland dar. Im Westen und Südwesten sind Sturmböen nicht ausgeschlossen.

Wie Sie anhand der Böenkarte selbst erkennen können, haben sich alle Wettermodelle deutlich abgeschwächt. Wahren vor 3 Tagen noch bis weit in die Landesmitte Sturmböen über 75 km/h auf dem Schirm, sind es jetzt bei uns in Hessen meist steife Böen bis zu 50 km/h. In den Bergen kann es auch mal zu Sturmböen kommen.

Auch wenn der Wind nur noch schwach unterwegs ein wird, passen Sie dennoch beim Abfeuern der Silvesterraketen auf, denn eine steife Böe kann Ihre Rakete auf Abwege bringen. Es wird primär in NRW wiederholt zu Schauern kommen, welche mitunter auch kräftiger ausfallen können. In Hessen wird es ebenfalls zunehmend nasser, im Süden bleibt es länger trocken als in Nordhessen.

Ab Dienstag neue Gefahr vor Dauerregen.

Das Tief Costa wird uns bis ins neue Jahr begleiten, Wind und Dauerregen werden ab Dienstag wieder ein Thema werden. Dazu schreibt der Deutsche Wetterdienst in Offenbach: am Dienstag steigende Gefahr von Dauerregen in den Weststaulagen der Mittelgebirge. Vor allem im Südwesten wieder zunehmende Gefahr stürmischer Böen aus Südwest auf exponierten Bergen teils schwere Sturmböen oder Orkanböen.

2. März 2024 Tief Costa zum Jahreswechsel, so wird das Wetter in der Nacht zu Neujahr. um 0:37 Uhr
Akkumulierte Niederschlagsmengen in den kommenden 10 Tagen über Deutschland.

Sie sehen, dass Regen weiterhin ein Thema bleiben wird, vorwiegend im Westen des Landes sind in den kommenden 10 Tagen wiederholt Regenmengen bis zu 80 Liter binnen 10 Tage wahrscheinlich. Die Pegel der Flüsse werden somit wieder ansteigen.

Fazit: Eine große Sturmlage wird nach jetzigem Stand in Deutschland nicht mehr erwartet. Die Böen bewegen sich in einem moderaten Bereich. Lediglich an der Küste der Nordsee und in Richtung BENELUX Länder kann es mitunter kräftige Böen bis 60 km/h geben.

Angelo D Alterio

Angelo D'Alterio ist ein leidenschaftlicher Experte auf dem Gebiet der Meteorologie, der sich bereits seit dem Jahr 2013 intensiv mit Wetterphänomenen auseinandersetzt. Mit einem tiefen Verständnis für Unwetterwarnungen und Synoptik hat Angelo im Laufe seiner Karriere einen bemerkenswerten Beitrag zur Meteorologie geleistet. Im Jahr 2015 setzte er sein Wissen und seine Begeisterung produktiv ein, indem er Mitgründer und Chef-Meteorologe der Unwetteralarm Schweiz GmbH wurde, einer Initiative, die bis zu seinem Ausscheiden im Jahr 2021 wuchs. Anschließend inspirierte Angelo D'Alterio die Gründung der Meteoleitstelle Hessen, wo er seine Fachkenntnisse weiterhin einbringt. Durch seine Erfahrungen und Spezialgebiete, insbesondere im Bereich Unwetterwarnungen, etablierte er sich als renommierter Fachmann in der Meteorologen-Community. Neben seiner fachlichen Tätigkeit ist Angelo ein geschätzter Inhaltsersteller, dessen Artikel und Beiträge auf verschiedenen sozialen Plattformen zu finden sind. Sie können ihm folgen und sich mit ihm auf Mastodon, Facebook, Threads, Twitter, Linkedin, sowie auf Instagram vernetzen und austauschen.

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