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Dem Winterwetter geht es schon bald an den Kragen. Das sind die Gründe.

Endlich hat es Schnee in Hessen, seit der vergangenen Nacht sind lokal bis zu 15 cm Neuschnee gefallen und zunächst sieht es bis zum Wochenende gut aus, dass dieser auch liegen bleiben wird. Wintersport bis in die Niederungen, wann hatten, wir das zum letzten Mal? Nutzen Sie das Winterwetter aus, denn ab Montag stellt sich die Wetterlage erneut um und der ganze Schnee wird sich in Luft auflösen, warum das so sein wird, erkläre ich Ihnen in diesem Bericht.

Aktuell versorgt und das Tief Farima, welches mit seinem Zentrum über Skandinavien liegt, mit polarer Kaltluft. Dabei gehen die Temperaturen primär in der Nacht bis teils unter –7 Grad zurück. Über Schnee sogar bis –10 Grad möglich.

Dies bedeutet, dass der gefallene Schnee erst mal bis zum Sonntag liegen bleiben wird. Nutzen Sie diese Möglichkeit, mit Ihren Kindern Schlitten fahren zu gehen, denn Sie müssen nicht wie in der Vergangenheit hohe Berge erklimmen, um ein paar Schneeflocken zu sehen. Bis in tiefe Lagen ist in Hessen aktuell Winterport möglich. Doch zum Montag stellt sich die Wetterlage erneut um und somit wird es dem Schnee an den Kragen gehen.

Dem Winterwetter geht es schon bald an den Kragen. Das sind die Gründe. 13. Juli 2024
Luftdruckverteilung am kommenden Montag über Europa laut ECMWF Wettermodell

Eine Hochdruckbrücke, welche von den Azoren bis weit in den Osten von Europa reicht, wird die milde Luft aus dem Südwesten zurück nach Deutschland holen. Aber das ist keine klassische Hochdrucklage, dass die Tiefs auf dem Atlantik und im Nordmeer ebenfalls ein Wörtchen mitzureden haben.

Es ist leider so, dass die Temperaturen, wenn man den Wettermodellen Glauben schenken darf, am Montag schlagartig wieder ansteigen werden. Bis zum Mittwoch der kommenden Woche wären nach jetzigem Stand bis zu 12 Grad wahrscheinlich. Somit setzt im ganzen Lande Tauwetter ein und der Schnee wird schneller weg sein, als er gefallen ist.

Dem Winterwetter geht es schon bald an den Kragen. Das sind die Gründe. 13. Juli 2024
So sieht das ECMWF Modell derzeit die Temperaturen am kommenden Mittwoch über Deutschland

Haben Sie was an den Augen? Nein, dass Haben Sie nicht es ist derzeit tatsächlich so, das wir von einem extrem zurück ins nächste fallen. Von satten –7 Grad in den Nächten geht es auf bis zu 12 Grad nach oben. Das war jedoch bisher nicht alles, was ich Ihnen zu berichten habe.

Sturmgefahr über Deutschland steigt an.

Bedauerlicherweise muss man sagen, dass diese Tiefdruckgebiete, welche in Scharen auftreten, neben neuen Niederschlägen teils kräftigen Wind mitbringen. Selbst eine potenzielle Sturmgefahr in der neuen Woche ist nicht ausgeschlossen.

Dem Winterwetter geht es schon bald an den Kragen. Das sind die Gründe. 13. Juli 2024
Windböen aufsummiert fü in den nächsten 10 Tagen.

Wie bei den akkumulierten Niederschlägen kann man auch die Windböen für einen Zeitraum aufsummieren. Auf dieser Karte sehen Sie die aufsummierten Windböen laut ECMWF für die kommenden 10 Tagen. Es wird generell wieder sehr windig, mitunter auch stürmisch werden. Die Westwetterlage wird alle Schneeträume zerplatzen lassen.

Dem Winterwetter geht es schon bald an den Kragen. Das sind die Gründe. 13. Juli 2024
Temperaturen Trend in den nächsten 10 Tagen über Hessen

Um diesen Temperatur-Anstieg auf einer Grafik zu verdeutlichen, habe Ihnen das Mittelhessen-Wetter in den kommenden 10 Tagen mitgebracht.

Bis zum Sonntag wird es zu Dauerfrost kommen. Die Temperaturen steigen tagsüber kaum über die 0-Grad-Grenze an. In der Nacht gibt es oftmals strengen Frost bis zu –8 Grad. Und nun schauen Sie auf den Montag, an diesem Tag dreht die Strömung auf Südwest und die warme Luft aus Spanien wird Deutschland fluten. Die Temperaturen steigen bis zur Wochenmitte auf bis zu 12 Grad.

Fazit: Das Wetter hat weitere Überraschungen auf Lager. Von einer kalten und winterlichen Phase geht es direkt zurück in eine milde und stürmische Epoche.

Angelo D Alterio

Angelo D'Alterio ist ein leidenschaftlicher Autor auf dem Gebiet der Meteorologie, der sich bereits seit dem Jahr 2013 intensiv mit Wetterphänomenen auseinandersetzt. Mit einem tiefen Verständnis für Unwetterwarnungen und Synoptik hat Angelo im Laufe seiner Karriere einen bemerkenswerten Beitrag zur Meteorologie geleistet. Im Jahr 2015 setzte er sein Wissen und seine Begeisterung produktiv ein, indem er Mitgründer und Chef-Meteorologe der Unwetteralarm Schweiz GmbH wurde, einer Initiative, die bis zu seinem Ausscheiden im Jahr 2021 wuchs. Anschließend inspirierte Angelo D'Alterio die Gründung der Meteoleitstelle Hessen, wo er seine Fachkenntnisse weiterhin einbringt. Durch seine Erfahrungen und Spezialgebiete, insbesondere im Bereich Unwetterwarnungen, etablierte… More »
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