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Wochenausblick: Stürmische Tage, gefolgt von Tauwetter und Regen.

Wie schon angekündigt, wird sich die Wetterlage in der neuen Woche komplett umstellen, dabei wird es jedoch nicht weniger turbulent, eben auf eine andere Art. Schnee und Glatteis werden sich zunächst aus Deutschland verabschieden. Neue Tiefdruckgebiete auf dem Atlantik sorgen für neuen Wirbel in Form von Regen und Sturm.

Primär an den Küsten der Nord und Ostsee sind teils schwere bis orkanartige Böen nicht ausgeschlossen. Dies gilt ebenfalls für die Gipfel der Mittelgebirge und den Alpen. Mit welchen Wettergefahren und vor allem wann zu rechnen haben, erkläre ich Ihnen in diesem Bericht. Im Übrigen ist diese Wochenvorau für ganz Deutschland ausgelegt.

Zu Beginn der neuen Woche zieht ein kräftiges Sturmsystem über Deutschland, das vorwiegend an der Nordseeküste, in höheren Lagen der Mittelgebirge und der Alpen für stürmische Verhältnisse sorgt. Am Sonntag erwarten wir an der Nordsee und in den Bergen stürmische Böen, die später auch auf die östlichen Mittelgebirge übergreifen. An exponierten Stellen wie dem Brocken sind schwere Sturmböen nicht ausgeschlossen.

3. März 2024 Wochenausblick: Stürmische Tage, gefolgt von Tauwetter und Regen. um 23:20 Uhr
Das Super HD von Kachelmann zeigt primär am Montag an den Küsten der Nordsee orkanartige Böen welche mit bis zu 120/kmh auf Land treffen. Dies wird nach jetizgem Stand schon am Motagmorgen passsieren. (C) Kachelmannwetter.

In der Nacht zum Montag verstärkt sich der Wind weiter. Im Norden und Westen wird es auch fernab der Küsten stürmisch mit Böen bis in den Sturmbereich. Über der Nordsee, in den Hochlagen der Mittelgebirge und später auch der Alpen, sind Sturm- bis schwere Sturmböen zu erwarten, auf den Gipfeln sind sogar Orkanböen möglich.

Am Montag ist es vorwiegend im Norden und Westen von Deutschland stürmisch. Starke Böen, die ins Binnenland reichen sowie Sturmböen an der Ostsee und schwere Sturmböen auf dem offenen Meer, können erwartet werden. Auch die Alpengipfel sind betroffen. Bis zum Abend kann es eine leichte Windabschwächung geben, aber Sturm an der Nordsee und im Hochgebirge bleibt bestehen.

Zusätzlich besteht die Gefahr von Glatteis durch Regen auf gefrorenem Boden, hauptsächlich südostwärts von der Mittelgebirgsschwelle. Tauwetter setzt mit Niederschlägen in den Mittelgebirgen und im Süden ein.

Der Dienstag bleibt windig, und an der See sowie im Bergland ist erneut mit starken bis stürmischen Böen aus südwestlicher Richtung zu rechnen. Nachts nimmt der Wind weiter zu und das Tauwetter hält an. Zudem in der Nacht zum Mittwoch einsetzender kräftiger Regen.

3. März 2024 Wochenausblick: Stürmische Tage, gefolgt von Tauwetter und Regen. um 23:20 Uhr
Das ECMWF Modell sieht derzeit am kommenden Mittwoch über ganz Deutschland starke bis stürmische Böen. Exponiert und auf den Bergen sind schwere Sturmböen nicht ausgeschlossen. Dabei steht Hessen erneut im Fokus. Böen bis über 80 km/h wären nach jetzigem Stand möglich.

Am Mittwoch gibt es verbreitet stürmische Bedingungen aus Südwest bis West, Böen erreichen in Niederungen Stärke 8 bis 9, an den Küsten und in exponierten Lagen sogar schwere Sturmböen oder Orkanstärke. Besonders im Süden ist mit lang anhaltendem und teils kräftigem Regen zu rechnen, wobei lokal Dauerregen möglich ist. Das Tauwetter findet ein Ende, da kein Schnee mehr vorhanden sein wird.

3. März 2024 Wochenausblick: Stürmische Tage, gefolgt von Tauwetter und Regen. um 23:20 Uhr
Primär am Mittwoch kann es aus Südwesten zu teils kräftigem Niederschlag in Verbundung mit Sturmböen kommen. Diese Wetterlage wird im prinzip nicht besser nur anders als aktuell.

Fazit: Im eigentlichen Sinne wird die Wetterlage nicht besser, sondern nur anders. Die Probleme mit Schnee und Glatteis werden sich schneller in Luft auflösen als sie A sagen können, dies liegt an dem markanten Temperaturanstieg ab Montag.

Dafür müssen wir erneut mit Sturm und Regen kämpfen, welcher in Verbindung mit dem einsetzenden Tauwetter zu steigenden Pegeln führen wird. Ob daraus eine weitere Hochwasserlage resultiert, kann man zum jetzigen Zeitpunkt nicht vorhersagen.

Angelo D Alterio

Angelo D'Alterio ist ein leidenschaftlicher Experte auf dem Gebiet der Meteorologie, der sich bereits seit dem Jahr 2013 intensiv mit Wetterphänomenen auseinandersetzt. Mit einem tiefen Verständnis für Unwetterwarnungen und Synoptik hat Angelo im Laufe seiner Karriere einen bemerkenswerten Beitrag zur Meteorologie geleistet. Im Jahr 2015 setzte er sein Wissen und seine Begeisterung produktiv ein, indem er Mitgründer und Chef-Meteorologe der Unwetteralarm Schweiz GmbH wurde, einer Initiative, die bis zu seinem Ausscheiden im Jahr 2021 wuchs. Anschließend inspirierte Angelo D'Alterio die Gründung der Meteoleitstelle Hessen, wo er seine Fachkenntnisse weiterhin einbringt. Durch seine Erfahrungen und Spezialgebiete, insbesondere im Bereich Unwetterwarnungen, etablierte er sich als renommierter Fachmann in der Meteorologen-Community. Neben seiner fachlichen Tätigkeit ist Angelo ein geschätzter Inhaltsersteller, dessen Artikel und Beiträge auf verschiedenen sozialen Plattformen zu finden sind. Sie können ihm folgen und sich mit ihm auf Mastodon, Facebook, Threads, Twitter, Linkedin, sowie auf Instagram vernetzen und austauschen.

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