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Zusammenprall der Wetterfronten: Deutschland erwartet Sturm, Frost und kräftige Niederschläge

Am Mittwoch und am Donnerstag erwartet Deutschland eine markante Wetterlage, dabei werden mehrere Wettererscheinungen aufeinandertreffen. Dauerregen, eine markante Kaltfront mit Sturmböen und Schneefall prägen die nächsten zwei Tage. In welcher Region in Deutschland was abspielen wird, das erkläre ich Ihnen in diesem Bericht.

Deutschland steht eine Reihe von Herausforderungen durch das Wetter bevor, die von Tief OLGA, einem sich nähernden Tiefdruckgebiet von Nordwesten, geprägt sind. Bei dieser kontrastreichen Wetterlage treffen zahlreiche Erscheinungen aufeinander: Frost, lang anhaltender Regen, eine ausgeprägte Kaltfront mit Sturmstärke und sogar Schneefälle sind zu erwarten.

Besonders interessant ist der starke Temperaturgradient, der durch die Wetterentwicklung verursacht wird: Während in Mecklenburg-Vorpommern die Temperaturen bis auf frostige -1 Grad sinken können, bleiben die Regionen am Alpenrand mit bis zu erwärmenden +12 Grad auf der milderen Seite. In diesem Bericht erfahren Sie, wie sich diese unterschiedlichen Wetterbedingungen in den nächsten Tagen regional entwickeln werden.

2. März 2024 Zusammenprall der Wetterfronten: Deutschland erwartet Sturm, Frost und kräftige Niederschläge um 1:25 Uhr
Zwei Luftmassen werden ab Mittwochnacht in Deutschland zusammentreffen. Ausgehend von einem Tief über dem Nordmeer und einem Hoch über Spanien werden polare, bodennahe Luftmassen nach Deutschland geführt. Gleichzeitig sorgt das Hoch Frank für den Zustrom von milden Luftmassen aus dem Südwesten. Diese Luftmassen werden ab Mittwoch über Deutschland für eine markante Grenze sorgen, dabei kommt es zu Dauerregen und Schneefall.

Deutliche Verschlechterung der Wetterlage in Deutschland

In der Nacht zum Mittwoch ist mit einer deutlichen Verschlechterung des Wetters zu rechnen, die von einer erheblichen Abkühlung insbesondere im Norden Deutschlands begleitet wird. Eine Luftmassengrenze sorgt dabei für einen starken Temperatursturz. Die bislang milden Verhältnisse weichen einem stürmischen Wind aus West bis Nordwest, der später auf das gesamte Land übergreift.

Die Temperaturspanne in Europa reicht am Dienstag von -17 Grad in Rovaniemi und -7 Grad in Oslo über -2 Grad in Reykjavik, 9 Grad in Warschau und 16 Grad in Wien bis 20 Grad in Sevilla und 22 Grad in Athen.

Vornehmlich in der nördlichen Hälfte erwartet uns eine herausfordernde Wetterlage, die durch sinkende Temperaturen charakterisiert ist, wobei sie regional sogar unter den Gefrierpunkt fallen können. Dieser Einbruch bedeutet vereinzelt Frost und unterstreicht die Markanz des bevorstehenden Wetterumschwungs. Mit der Luftmassengrenze entwickelt sich im Tagesverlauf weiter südlich der Übergang zu Schneeregen und Schnee, der vorwiegend die Gebiete von Ostwestfalen über Südniedersachsen bis nach Thüringen und Sachsen erfassen wird.

Hinzu kommen warnrelevante Regenfälle, die sich von der Eifel über das Sauerland bis zum Thüringer Wald ausbreiten und bis in tiefer gelegene Bereiche Schneeregen bringen können. Lediglich der äußerste Süden, südlich der Donau, bleibt vorerst von dieser markanten Wetterumstellung verschont und behält seine milde Witterung.

2. März 2024 Zusammenprall der Wetterfronten: Deutschland erwartet Sturm, Frost und kräftige Niederschläge um 1:25 Uhr
Am Mittwoch wird eine markante Kaltfront über Deutschland ziehen, in dessen Vorfeld wird es zu teils stürmischen bzw. Sturmböen kommen. Im Norden des Landes wird es hinter der Front deutlich abkühlen, sodass der Regen in Schnee übergehen wird. Ob sich jedoch eine Schneedecke ausbilden wird, bleibt bis dato noch unsicher.

Dauerregenwarnung: Risiko in Teilen Deutschlands steigt

Aufgrund der aktuellen Wetterlage, die durch das Zusammentreffen einer markanten Kaltfront und unterschiedlichen Luftmassen über Deutschland hervorgerufen wird, ist das Risiko für Dauerregen in einigen Teilen des Landes deutlich gestiegen. Die Prognosen weisen auf erhebliche Regenmengen hin, die lokal sehr unterschiedlich ausfallen können.

2. März 2024 Zusammenprall der Wetterfronten: Deutschland erwartet Sturm, Frost und kräftige Niederschläge um 1:25 Uhr
Extrem-Wettervorhersage Regen am Mittwoch dem 7.Februar 2024. Diese Karte zeigt Ihnen die aktuelle Wahrscheinlichkeit für eine markante Wetterlage im Bereich Niederschlag. Diese wird in Prozent angegeben.

In der bevorstehenden Wetterperiode ist mit 8 bis 15 Liter pro Quadratmeter innerhalb von 12 Stunden zu rechnen, in einigen Regionen kann dieser Wert auf bis zu 20 l/qm ansteigen. Die Wettermodelle GFS und UK10 lassen sogar Spitzenwerte von über 25 l/qm erwarten. Über einen Zeitraum von 24 Stunden könnten größer gefasste Regionen insgesamt 15 bis 30 l/qm an Niederschlag erfahren, und vereinzelt könnte die Menge auf rund 35 l/qm steigen.

Besonders betroffen scheinen nach den EPS-Wahrscheinlichkeiten Teile von Schleswig-Holstein zu sein, und es besteht eine geringere Wahrscheinlichkeit für Teile von Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern. Die Situation wird durch die Kombination aus flächendeckendem Regen am Tag und potenziell schwer vorhersagbaren konvektiven Verstärkungen in der Nacht noch komplexer. Hinzu kommt, dass aufgrund vorangegangener Niederschläge die Böden in einigen Regionen bereits gesättigt sein könnten, was die Situation verschärft.

2. März 2024 Zusammenprall der Wetterfronten: Deutschland erwartet Sturm, Frost und kräftige Niederschläge um 1:25 Uhr
Verfolgen sie alle aktuellen Wetterwarnungen live. Klicken Sie dazu auf die Warnkarte um weitere Informationen für Ihre Region zu bekommen.

Im Zuge dieser Entwicklungen könnte es kurzfristig zu Dauerregenwarnungen über 12 Stunden oder zu Starkregenwarnungen kommen, um das Risiko für Überschwemmungen und die damit verbundenen Gefahren zu kommunizieren.

Warnlagebericht: Sturm, Dauerregen und Schneefall am Donnerstag

Die Wetterlage in Deutschland bleibt angespannt, insbesondere am Donnerstag ist mit einer Zunahme der Wettergefahren zu rechnen. Es ist äußerste Vorsicht geboten, da verschiedenste Wetterphänomene zu beträchtlichen Beeinträchtigungen führen können.

Sturmböen

Im Bergland treten je nach Höhenlage Sturmböen bis schwere Sturmböen aus Südwest auf. Besonders exponierte Gipfel wie der Brocken könnten orkanartige Böen erleben. In bei Südwestwind gefährdeten Leelagen der zentralen Mittelgebirge muss zeitweise mit stürmischen Böen gerechnet werden. Diese starken Winde können nicht nur für den Straßen-, sondern auch für den Bahnverkehr ein hohes Gefahrenpotenzial darstellen, außerdem besteht die Gefahr von umstürzenden Bäumen und herabfallenden Ästen.

2. März 2024 Zusammenprall der Wetterfronten: Deutschland erwartet Sturm, Frost und kräftige Niederschläge um 1:25 Uhr
Es bleibt in den nächsten Tagen windig bis stürmisch. Auf dem Brocken im Harz sind orkanartige Böen nicht ausgeschlossen. Bitte beachten Sie, dass beim Kaltfrontdurchgang im ganzen Land kurzeitig schwere Sturmböen auftreten können.

Dauerregen

Besonders in den Staulagen der zentralen und westlichen Mittelgebirge ist mit anhaltendem, markantem Dauerregen zu rechnen. Es besteht eine geringe Wahrscheinlichkeit für extrem ergiebigen Dauerregen, der in Extremfällen bis zu 70 l/qm in 48 Stunden erreichen kann. Eine solche Unwettersituation kann zu Überschwemmungen, Erdrutschen und Hochwasser in den betroffenen Regionen führen.

2. März 2024 Zusammenprall der Wetterfronten: Deutschland erwartet Sturm, Frost und kräftige Niederschläge um 1:25 Uhr
Aktuell muss primär in der Mitte und in Staulagen mit intensiven Niederschlägen gerechnet werden. Dabei sind markante Regemengen binnen 24 Stunden nicht ausgeschlossen.

Schneefall

Im Nordosten Deutschlands ist mit geringer Wahrscheinlichkeit mit lokal bedeutenden Neuschneemengen zu rechnen, die bis zu 5 cm in 6 Stunden erreichen können. Da sich die Schneefälle auf bestimmte Regionen begrenzen, ist eine genaue Vorhersage der Schneefallgrenze wichtig für Verkehrsteilnehmer und die entsprechenden Winterdienste, um sich auf die Schneeräumung vorzubereiten.

Glätte durch Frost

Die gefallenen Niederschläge, in Verbindung mit den sinkenden Temperaturen, erhöhen das Risiko von Glätte durch Frost. Insbesondere auf Brücken, in höher gelegenen Gebieten oder auf unbefestigten Wegen ist mit gefährlichen Straßenverhältnissen zu rechnen. Fußgänger und Fahrzeugführer sind aufgefordert, ihre Geschwindigkeit anzupassen und Vorsicht walten zu lassen, um das Risiko von Unfällen zu minimieren.

2. März 2024 Zusammenprall der Wetterfronten: Deutschland erwartet Sturm, Frost und kräftige Niederschläge um 1:25 Uhr
Ein wirklich krasser Temperatur-Unterschied über Deutschland. In Mecklenburg Vorpommern werden nach jetzigem Stand hinter der Kaltfront maximal 0 bis -1 Grad gemessen. In München hingegen sind es satte 12 Grad plus.

Zusammenfassung der bevorstehenden Wetterlage in Deutschland

Deutschland steht eine herausfordernde Wetterlage bevor, ausgelöst durch das Tief OLGA. Erwartet werden diverse Wetterphänomene: Frost, Dauerregen, Sturmböen und Schneefall. Besonders extrem ist der Temperaturunterschied zwischen Mecklenburg-Vorpommern mit bis zu -1 Grad und dem Alpenrand, wo bis zu +12 Grad herrschen.

Ab Mittwochnacht treffen polare und milde Luftmassen zusammen und erzeugen markante meteorologische Grenzen, die zu starkem Niederschlag führen. Die Wetterverschlechterung beginnt in der Nacht zum Mittwoch mit einer Abkühlung im Norden und es entwickelt sich eine Luftmassengrenze, die zu einem Temperatursturz führt.

Die prognostizierten Regenmengen variieren, mit 8 bis 15 Litern pro Quadratmeter innerhalb 12 Stunden und Spitzenwerten über 25 l/qm. Betroffen sind vorwiegend Teile von Schleswig-Holstein mit deutlich erhöhtem Risiko für Dauerregen und dadurch mögliche Überschwemmungsgefahren.

Am Donnerstag nimmt die Gefährdung durch Wettergefahren zu. In Berglagen sind starke Sturmböen und im Nordosten Deutschlands signifikante Neuschneemengen möglich. Der gefallene Niederschlag und Temperaturabfall erhöhen zusätzlich das Risiko von Glatteis.

Peter Richter

Mein Name ist Peter M. Richter und seit mehr als zwei Jahrzehnten bin ich in der Welt der Lokalnachrichten zu Hause. Als freier Journalist begann mein beruflicher Weg im Jahr 1999, und seither habe ich mich mit Leib und Seele den Themen Wettervorhersage, Synoptik sowie der Beurteilung von Gefahrenlagen durch Sturm und Unwetter gewidmet. Seit 2021 engagiere ich mich ehrenamtlich für die Meteoleitstelle Hessen. Hier setze ich mein Wissen und meine Erfahrung ein, um die Öffentlichkeit präzise und rechtzeitig über Wetterumschwünge und deren potenzielle Gefahren zu informieren.Mit meiner Arbeit möchte ich nicht nur informieren, sondern auch das Bewusstsein für den Respekt gegenüber den Naturgewalten stärken. Ich freue mich, mein Wissen und meine Leidenschaft für das Wettergeschehen mit Ihnen zu teilen und zu einer sichereren und informierten Gemeinschaft beizutragen.

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